{"id":596,"date":"2019-12-30T12:37:44","date_gmt":"2019-12-30T11:37:44","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=596"},"modified":"2019-12-30T12:37:44","modified_gmt":"2019-12-30T11:37:44","slug":"die-klangkultur-des-himmels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/worshipnetzwerk.de\/?p=596","title":{"rendered":"Die Klangkultur des Himmels"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie klingt Anbetung im Himmel \u2013 oder gibt es einen Klang, der Gott besonders wohlgef\u00e4llig ist? Gedanken f\u00fcr Menschen, die es lieben, ihren Blick zu weiten und \u00fcber den eigenen Horizont hinaus zu schauen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr sich betrachtet k\u00f6nnte die \u00dcberschrift dieses Artikels\ndurchaus fragw\u00fcrdig klingen. Ist der Himmel jetzt das Weltall, die Atmosph\u00e4re\nder Erde oder ein rein geistlicher Ort? Da im Weltall ja ein Vakuum\nvorherrscht, d\u00fcrfte die Frage nach Klang oder Schallausbreitung recht schnell\nbeantwortet sein (was im \u00dcbrigen ja auch f\u00fcr einen m\u00f6glichen Urknall gelten\nm\u00fcsste). Selbst, wenn alle Fragen zu den akustischen Gegebenheiten gekl\u00e4rt\nw\u00e4ren, bliebe die Wahrnehmung von Klang bei Menschen doch sehr individuell und,\nabh\u00e4ngig von den eigenen Erlebnissen, auch subjektiv. Sollte man da wirklich\nvon einem Klang reden, wie er von Gott aus gedacht war? Schaut man andererseits\naber in der Bibel nach, sind verschiedene Belege zu finden, in denen Engel, die\nWesen des Himmels, sowohl vor Gottes Thron, als auch auf der Erde ihre Anbetung\ndurch Musik ausdr\u00fccken. Von Mose \u00fcber David wurden stets Menschen von Gott\ninspiriert, Instrumente zu erschaffen, mit denen er gepriesen werden sollte. Es\nbesteht also kein Zweifel daran, dass Musik ein grandioses Meisterwerk der\ng\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfung ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen wir den Klang auf verschiedenen Ebenen\nuntersuchen. Von au\u00dfen betrachtet geht es erst einmal um die Physik des Klangs\nhier auf unserer Erde. Daf\u00fcr wurde sie ja allem Anschein nach erschaffen, wie\nauch immer die physischen Gegebenheiten im g\u00f6ttlichen Himmel sein m\u00f6gen. Da\nMusik aber eine Kunst ist, die scheinbar direkten Zugriff auf unsere Emotionen\nhat, darf dieser Bereich bei der Analyse von Auswirkungen des Schalls nicht\nfehlen. Gerade im Worship kann man erleben, wie sehr durch Musik Emotionen im\nK\u00f6rper ausgel\u00f6st werden und gleichzeitig auch geistliche Prozesse in Gang\nkommen. Wie bei David im Alten Testament scheint Musik bis in die Tiefen der\nunsichtbaren Welt vorzudringen und sogar b\u00f6se M\u00e4chte zu vertreiben. Sogar Musiktherapie\nverzeichnet Erfolge, obwohl sie ohne einen gezielten Blick auf die geistliche\nEbene praktiziert wird. Die g\u00f6ttlichen Prinzipien funktionieren scheinbar auch,\nwenn Menschen an der Existenz des Sch\u00f6pfers zweifeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles beginnt also mit einer Schwingung. Sehen wir einmal\nvon der elektronischen Klangerzeugung ab, wird sie durch eine manuelle Bewegung\nerzeugt, die in direkter Abh\u00e4ngigkeit zu den Naturgesetzen aus Gottes Sch\u00f6pfung\nsteht. Sicher passen da auch elektronische Kl\u00e4nge irgendwie mit hinein, wovon\nich aber an dieser Stelle zun\u00e4chst einmal absehen m\u00f6chte. Ob nun eine Lufts\u00e4ule,\neine Lippe, Saite, ein Fell oder sogar ein ganzes Instrument in Schwingung\nger\u00e4t, es entsteht eine Kettenreaktion mit den Luftmolek\u00fclen. Kraftwirkungen\nund Widerst\u00e4nde folgen dabei strikt den von Gott festgelegten\nGesetzm\u00e4\u00dfigkeiten. Da Gott, als er die Erde erschaffen hatte, alles mit \u201esehr\ngut\u201c bewertete, muss ich davon ausgehen, dass die Akustik ebenfalls auch heute\nnoch dieser brillanten Sch\u00f6pfung zu verdanken ist und ihren Anweisungen folgt. <\/p>\n\n\n\n<p>Schwingungen wirken sich auf Substanzen und Materialien aller\nAggregatzust\u00e4nde aus, ja, sie interagieren mit ihnen. Das kann man sehr sch\u00f6n\nanhand des Zusammenspiels verschiedener schwingender Elemente am Instrument\nbeobachten. Bringt man z.B. eine Gitarrensaite zum Schwingen, wird diese\nFrequenz (Schwingung pro Sekunde) auf den Steg, den Hals und den gesamten\nResonanzk\u00f6rper \u00fcbertragen. Die Saite an sich erzeugt eine konkret feststellbare\nTonh\u00f6he abh\u00e4ngig von Saitenst\u00e4rke, -l\u00e4nge und \u2013spannung. Die Klangfarbe\nhingegen wird zudem massiv von den mitschwingenden Elementen beeinflusst. Jedes\nMaterial hat dabei unterschiedliche Schwingungseigenschaften. Es entsteht ein\nPotpourri aus T\u00f6nen und Obert\u00f6nen, die zusammen den Klangcharakter, also die\nwahrnehmbare Frequenz mit all ihren Obert\u00f6nen, eines Instrumentes pr\u00e4gen. Beim\nStimmen einer Trommel kann man dann noch eine weitere interessante Feststellung\nmachen. Spannt man das Fell gleichm\u00e4\u00dfig rundherum immer mehr, kommt man an\neinen Punkt, an dem die Trommel pl\u00f6tzlich eine besondere Klangf\u00fclle\nhervorbringt, weil scheinbar die Frequenz den jeweils eigenen\nSchwingungseigenschaften der Bauteile sehr entgegen kommt. In der sogenannten\nEigenresonanz eines Bauteils erlebt man diese besondere Klangf\u00fclle.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt, dass ein Instrument nicht in jedem Raum gleich\nklingt. Das klangliche Erlebnis wird durch die Schallwirkungen im Raum massiv\nbeeinflusst. Hierbei muss zwischen Direktschall, fr\u00fcher Reflexion und Nachhall\nunterschieden werden. Im Gegensatz zur Sprache, die um der Verst\u00e4ndlichkeit\nWillen gerne ohne viel Nachhall auskommt, klingt es f\u00fcr unsere Ohren oft\nangenehmer und nat\u00fcrlicher, wenn Musikst\u00fccke durch die Klangreflexionen an\nW\u00e4nden oder einen k\u00fcnstlich erzeugten Nachhall r\u00e4umlicher klingen. Au\u00dferdem kann\nes auch dem Zusammenspiel dienlich sein, da kleine Ungenauigkeiten etwas\nausgeglichen werden. So vertr\u00e4gt beispielsweise ein gro\u00dfes Orchester einen\ngr\u00f6\u00dferen Nachhall als ein kleines Kammerorchester. <\/p>\n\n\n\n<p>In jedem Fall m\u00f6chte man zum Genie\u00dfen von Musik st\u00f6rende\nFrequenzen wie ein Dr\u00f6hnen durch \u00dcberlagerung von Frequenzen oder Schnarren\ndurch das ungewollte Mitschwingen von Bauteilen und andere St\u00f6rger\u00e4usche\nvermeiden. Selbst wenn eine moderne Tendenz auf Ausstellungen und Instrumentenmessen\nhin zu Silent-Konzerten, an denen die Zuh\u00f6rer ausschlie\u00dflich \u00fcber Kopfh\u00f6rer teilnehmen\nk\u00f6nnen, festzustellen ist, muss uns doch klar sein, dass ein Kopfh\u00f6rer zwar\nst\u00f6rende Ger\u00e4usche ausblenden kann, niemals aber mit seinem kleinen\nLautsprecher das volle Frequenzspektrum eines akustischen Instrumentes\nwidergeben kann. Schon ein Saal, der durch eine gro\u00dfe FOH-Anlage beschallt\nwird, hat gegen\u00fcber Kopfh\u00f6rern Vorteile. Zum einen nehmen wir Musik nicht\nausschlie\u00dflich \u00fcber die Ohren wahr, was insbesondere die Bassfrequenzen\nbetrifft, die \u00fcber etliche Rezeptoren des K\u00f6rpers aufgenommen werden.\nAndererseits k\u00f6nnen gr\u00f6\u00dfere Lautsprecher durch die mechanischen Vorteile besser\nein gro\u00dfes Frequenzspektrum abdecken, ohne jedoch g\u00e4nzlich identisch klingen zu\nk\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Sicher neigen wir an dieser Stelle dazu, nicht weiter\nnachzufragen, sondern unser Herz, als das Zentrum aller Gef\u00fchle von K\u00f6rper,\nSeele und Geist, als Ma\u00dfstab zu nutzen. Das ist nat\u00fcrlich auch richtig, denn\nohne Liebe und echte Gef\u00fchle kann die beste Akustik der Welt nicht wirksam\nsein. Wenn Schwingungen aber Emotionen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, muss doch eigentlich\ndie Frage erlaubt sein, ob es bestimmte sch\u00f6pferische Frequenzen gibt, die auf\nbesondere Resonanz mit der Welt, unseren Emotionen und unserem Geist sto\u00dfen. An\ndiesem Punkt trifft man dann auf bemerkenswerte Aussagen von Wissenschaftlern\nund Begeisterten, die ich gerne im Folgenden kurz zusammenfassend schildern\nm\u00f6chte:<\/p>\n\n\n\n<p>Seit im Jahr 1939 auf der Stimmtonkonferenz der \u201eInternational\nFederation oft the National Standardizing Association\u201c in London die Frequenz\ndes Kammertons (die wohltemperierte Stimmung folgt diesem Referenzton, auf den\nz.B. ein Orchester gestimmt wird) a1 scheinbar wahllos auf 440Hz festgelegt\nwurde, gibt es Kritiker dieser Praxis. Was einer internationalen\nVereinheitlichung der Stimmung von Instrumenten diente und das weltweite Miteinander\nim Musizieren erleichtert, scheint aufgrund der festgelegten Frequenz\nwissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersprechen. Es wurde bewiesen, dass die\nalten Hebr\u00e4er, \u00c4gypter und Sumerer ihre Instrumente jedoch auf a1= 432 Hz\nstimmten. Schon Pythagoras und Platon hatten in der Antike Rechenmodelle der\nHarmonik eingef\u00fchrt, die dem zustimmten. Auch der ber\u00fchmte deutsche Physiker\nJohannes Keppler stimmt mit dem Grundgedanken der Harmonik \u00fcberein, dass die\nNatur, also auch unsere K\u00f6rper, in ihren nat\u00fcrlichen Proportionen denselben\nNaturgesetzen folgen wie die Musik. Das hat zur Folge, dass Menschen, Tiere und\nPflanzen mit Musik in Resonanz gehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Vor der Festlegung auf 440 Hz wurden Instrumente in der\nRegel tiefer eingestimmt. So hatte sich auch in Europa die von Joseph Saveur\n(1653-1716) errechnete Frequenz von a1=432 Hz etabliert (in Frankreich wich man\nmit 435 Hz nur leicht davon ab). Auch Ernst Florens Friedrich Chladni\n(1756-1827) und Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) best\u00e4tigten diese Frequenz\nwissenschaftlich. Saveur begr\u00fcndete seine These mit der festgestellten\nuntersten Wahrnehmungsgrenze des Ohres von 16 Hz. c1 w\u00e4re somit aufbauend auf\ndieser Frequenz bei 256 Hz und a\u2018 bei genannter Frequenz von 432 Hz (eine\nOktave verdoppelt die Frequenz immer). Das C als Grundton der modernen\nMusiktheorie und Ausgangspunkt f\u00fcr den Quintenzirkel w\u00e4re somit immer in\nungebrochenen Frequenzen (C6= 1 Hz, C5= 2 Hz, C4=4 Hz, C3= 8 Hz, C2= 16 Hz, C1=\n32 Hz, C= 64 Hz, c= 128 Hz, c1=256 Hz, (a1= 432 Hz), c2= 512 Hz, \u2026), w\u00e4hrend\nbei einer Grundstimmung von a1= 440 Hz Werte wie 1,02 , 2,04 bis 523,25\nherausk\u00e4men. Rudolf Steiner bewies sogar in den 20er Jahren, dass c= 128 Hz die\nPrim aller Tonleitern des Quintenzirkels ist, also alle T\u00f6ne der Dur und Molltonleitern\nin einem nat\u00fcrlichen Intervallverh\u00e4ltnis zum diesem Grundton stehen, was nicht\nf\u00fcr eine Stimmung mit a1= 440 Hz zutrifft. Er leitete daraus ab, dass diese\nc1=128 Hz-Stimmung die F\u00f6rderung k\u00f6rperlicher und seelischer Entspannung, sowie\ndie Stimmungsaufhellung, die Ausl\u00f6sung des Gef\u00fchls des inneren Ber\u00fchrt Seins\nausl\u00f6se, dass Musik mehr gef\u00fchlt als geh\u00f6rt werden k\u00f6nne und man mit den\neigenen Gef\u00fchlen st\u00e4rker in Kontakt komme beziehungsweise in ein inneres\nSich-\u00d6ffnen f\u00fcr Entwicklungs- und Heilungsprozesse eintrete. Steiner\nbehauptete, dass eine Anhebung dieses Kammertons zu seelischen Sch\u00e4den f\u00fchren\nk\u00f6nne. In der Gier nach Brillanz weicht man heute aber immer weiter davon ab.\nSo gibt es Sinfonieorchester wie z.B. in New York, die ihre Instrumente standardm\u00e4\u00dfig\nauf 450 Hz einstimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Saveur bewies, dass sich aus dem c1 mit 256 Hz die\nnat\u00fcrlichen Schwingungszahlen der Stimmlippen und der Lippen beim Spielen von\nBlechblasinstrumenten ableiten lassen. Zudem konnte er auch beweisen, dass sich\ndaraus alle Eigent\u00f6ne mitschwingender Resonanzen der Hohlr\u00e4ume im menschlichen\nK\u00f6rper ableiten lassen. Dies war sogar bei minimalen Lautst\u00e4rken zu verzeichnen.\nAndere Wissenschaftler zeigten, dass das cortische Gleichgewichtsorgan im\nInnenohr auf c= 128 Hz schwingt, weshalb Neurologen Stimmgabeln von 128 und 256\nHz benutzen. Ich will gar nicht so weit wie manche Autoren gehen, an dieser\nStelle noch die Schumann-Frequenz zu bem\u00fchen, die in etwa bei 8 Herz schwingt\nund die stehenden Wellen zwischen Erdh\u00fclle und Ionosph\u00e4re beschreiben. Auch\nwill ich keinesfalls irgendwelchen Verschw\u00f6rungstheorien Raum geben, doch\nverdient dieses Thema meiner Meinung nach Beachtung, insbesondere, wenn man mit\nder Musik eine Basis f\u00fcr die Begegnung mit Gott schaffen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Als im Jahr 1953 die Frequenz von 440Hz zur ISO-Norm erhoben\nwurde, gab es Proteste von Musikern. Eine Petition von 40000 Musikern\nscheiterte jedoch. Auch ber\u00fchmte Musiker wie z.B. Luciano Pavarotti, Placido\nDomingo, Montserrat Caballe und Richard Strauss fordern immer noch die\nRegulation dieser Frequenz ein. Auch ber\u00fchmte Musiker wie z.B. die Gitarristin\nAna Vidovic stimmen ihr Instrument auf den Kammerton von 432Hz. So hat auch der\npromovierte rum\u00e4nische Forscher und Dirigent Ivan K. Yanakiev das \u201e432-Hz-Orchestra\u201c\ngegr\u00fcndet. Er sagte, als er zum ersten Mal seinen Cellisten bat, sein\nInstrument auf den Kammerton 432 Hz einzustimmen: \u201e Es war, als w\u00fcrde ich die\nStimme Gottes vernehmen\u201c \u2026\u201cals w\u00fcrde pures Licht und pure Liebe durch den Raum\nschwingen\u201c. Ein am eigenen Instrument durchgef\u00fchrtes Experiment f\u00fchrte bei mir\nzu zugegeben \u00fcberraschenden Ergebnissen. Selbst wenn ich Parameter wie die\ngeringere Spannung der Saiten meiner Gitarre mit einbeziehe, w\u00fcrde ich die\nStimmung auf den Kammerton mit 432Hz als au\u00dferordentlich harmonisch und\nfriedvoll bezeichnen. Meine Gitarre f\u00fchlte sich an, als w\u00fcrde sie st\u00e4rker\nresonieren, das war zumindest der erste Eindruck nach 3 Wochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Klangtherapeuten wie Georg Maier beziehen das \u201eseelische Verstimmt\nSein\u201c eindeutig darauf, dass wir uns Frequenzen aussetzen, die unser Gehirn\nerst umrechnen und zurechtr\u00fccken muss, was mit einem inneren Stress einhergehe.\nEr f\u00fchrt das darauf zur\u00fcck, dass auch unser Zellwasser bestimmte\nEigenresonanzen hat, in denen sie harmonisch schwingen k\u00f6nnen, unser Gehirn aber\nFehler mit reiner Denkleistung korrigieren kann. K\u00f6nnte es also sein, dass auf\nder Basis der von Gott bis ins kleinste Detail durchdachten Sch\u00f6pfung auch\nFrequenzen in der Musik in besonderem Einklang mit der Sch\u00f6pfung stehen, die\nbesondere Harmonie und Frieden bei uns ausl\u00f6sen?<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn wir die zweite Ebene der Klangwirkung in den Blick\nnehmen, seinen scheinbar direkten Einfluss auf unsere Emotionen, finden wir\npassende Ausf\u00fchrungen. Prof. Stefan K\u00f6lsch beschreibt in seinem Buch \u201eGood\nVibrations\u201c, dass Musik in Form von \u201ein einer Gruppe gemeinsam den Takt\nhalten\u201c, die einfachste mentale Funktion ist, die uns Menschen von Tieren\nunterscheidet. Ich w\u00fcrde sagen, dass Gott Musik f\u00fcr den Menschen und die Wesen\ndes Himmels erschaffen hat. Musik hat durch seine starke Wirkung auf unsere\nEmotionen Einfluss auf unsere Gedanken. Es ist klar erwiesen, dass Menschen,\ndie vorwiegend positive Gedanken hegen, l\u00e4nger leben, also ges\u00fcnder sind.\nKlangforscher ermutigen deshalb, Musik zu benutzen, um auf bessere Gedanken zu\nkommen. Auch wenn das Erleben von Musik, wie oben bereits erw\u00e4hnt, eine starke\nsubjektive Komponente hat, sind es doch zumindest in unserem westlichen\nKulturkreis bestimmte Parameter, die z.B. in Filmen dazu benutzt werden,\nGef\u00fchle hervorzurufen. Wie in der Musiktheorie beschrieben dienen besonders\nwarm und voll klingende Harmonien der Dur-Tonika (Durakkord auf dem Grundton\nder Tonart), um besonderen Frieden und Freude zu erleben. Rhythmus und Tempo\nbeeinflussen eindeutig mit langen friedlichen Kl\u00e4ngen bis hektischen schnellen\nTonfolgen unseren Puls, w\u00e4hrend Melodieverl\u00e4ufe, \u00e4hnlich der Betonung unserer\nSprechmelodie von heiter bewegt bis mutlos eint\u00f6nig oder absteigend deprimiert\nklingen k\u00f6nnen. Die Harmonie kann durch reibende, st\u00f6rende T\u00f6ne starken Einfluss\nauf die empfundene Dramatik nehmen. K\u00f6lsch beschreibt zudem, wie unsere\nGehirnfunktionen besonders durch Melodien zu Hochleistungen angespornt werden.\nSo brachten polyphone klassische Musikst\u00fccke in diesem Zusammenhang besonders\nbeachtliche Ergebnisse hervor. Beobachtet man Instrumentierung und Klangfarben\nvon Filmmusiken, so erkennt man deutlich die Diskrepanz zwischen akustisch\nreinen tonalen Kl\u00e4ngen und ger\u00e4uschhaft verzerrten Kl\u00e4ngen. Ich wage nicht, das\njetzt genau zuzuordnen, und doch darf unser Focus gelegentlich auch im Worship\ndarauf gerichtet sein, welche Emotionen mit dieser Art von Musik eigentlich\ngef\u00f6rdert werden oder besser, ob wir eigentlich spielen, was wir f\u00fchlen. Gerne finde\nich neben den wunderbaren gro\u00dfen Str\u00f6mungen der pr\u00e4genden Megabands auch immer\nwieder Raum f\u00fcr zarte akustische Kl\u00e4nge und kleine Besetzungen, um eine\nVielfalt von Ausdrucksweisen der Worshipmusik zu befl\u00fcgeln. <\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt also der Blick auf die geistliche Ebene. Aller\nAkustik zum Trotz finden wir in der Bibel Stellen, in denen die Anbetungsmusik\nder Priester f\u00fcr Gott wie L\u00e4rm wirkt. Egal in welchen Frequenzen Instrumente\nauch klingen, praktizieren wir unsere Anbetungsmusik nicht aus Liebe und ist\nsie nicht auf die Herzfrequenz des Heiligen Geistes eingestellt, kommt nur L\u00e4rm\ndabei heraus. Deshalb kommt diesem Bereich die gr\u00f6\u00dfte Bedeutung zu. Wir sollen\nin Wahrheit und im Geist anbeten. Anbetung dr\u00fcckt unsere Liebe zu Gott aus.\nWenn wir das in einem Moment nicht f\u00fchlen k\u00f6nnen, brauchen wir Hilfsmittel, um\nden liebevollen und gn\u00e4digen Charakter Gottes wieder zu erkennen. Der Prophet\nElisa erkannte, dass, wenn er Gottes Stimme gerade nicht h\u00f6rt, die\nAnbetungsmusiker mit den Saiteninstrumenten helfen w\u00fcrden. So war es dann auch.\nInstrumente und Musik k\u00f6nnen an dieser Stelle vielleicht auch gelegentlich wie\nSprungschanzen wirken, die uns in h\u00f6here Gefilde katapultieren. Gottes\nGegenwart ist schlie\u00dflich immer da. Damit sie sich manifestiert, m\u00fcssen wir\naber unsere Seele mit Emotionen und Gedanken auf ihn einstellen. Er hat Segnungen\nf\u00fcr uns vorbereitet. Es k\u00f6nnte ein weiterer kleiner Schritt in die Gegenwart\nGottes sein, wenn wir uns vom Heiligen Geist leiten lassen, eine Klangkultur\ndes Himmels zu praktizieren. Wie auch immer sich das im speziellen Fall auch\ndarstellen wird. Ich will jedenfalls alle M\u00f6glichkeiten ausprobieren, immer\nmehr im Einklang mit Gott zu musizieren. Inwiefern uns die gezielte Stimmung\nunserer Instrumente da weiterhelfen wird, bleibt auszuprobieren. Wenn es dir\n\u00e4hnlich geht, w\u00e4re ich \u00fcber R\u00fcckmeldung sehr erfreut! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie klingt Anbetung im Himmel \u2013 oder gibt es einen Klang, der Gott besonders wohlgef\u00e4llig ist? Gedanken f\u00fcr Menschen, die es lieben, ihren Blick zu weiten und \u00fcber den eigenen Horizont hinaus zu schauen. F\u00fcr sich betrachtet k\u00f6nnte die \u00dcberschrift dieses Artikels durchaus fragw\u00fcrdig klingen. 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