{"id":698,"date":"2020-04-19T17:31:20","date_gmt":"2020-04-19T15:31:20","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=698"},"modified":"2020-04-21T10:19:24","modified_gmt":"2020-04-21T08:19:24","slug":"mit-gott-reden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/worshipnetzwerk.de\/?p=698","title":{"rendered":"Mit Gott reden"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gebet, das f\u00fcr dich und Gott sch\u00f6n ist<\/h4>\n\n\n\n<p>Viele von uns haben in ihrer Kirche, wenn es ums Beten ging,\nBibelverse wie: \u201eWirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wir f\u00fcr dich sorgen\u201c\n(Ps 55,23 SLT) gelernt. Das ist ein wunderbarer Vers, weil er die G\u00fcte Gottes\nzu uns aufzeigt. Ich selbst habe in der Vergangenheit die verschiedensten\nMethoden ausprobiert, wie ich m\u00f6glichst effektiv und strukturiert Anliegen vor\nGottes Thron bringen kann, damit sein Reich hier auf Erden sichtbar wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Zu leicht passiert es aber dabei, dass wir uns unheimlich\nstark auf die Anliegen fokussieren, seien sie nun unsere pers\u00f6nlichen W\u00fcnsche\nund Tr\u00e4ume oder auch die f\u00fcrsorglichen Bitten f\u00fcr unsere Mitmenschen. Je mehr\nwir uns auf die Sorgen und N\u00f6te konzentrieren, desto weniger richtet sich\nunsere Aufmerksamkeit aber auf den, zu dem wie sie bringen wollen. <\/p>\n\n\n\n<p>Zu wem reden wir den jetzt eigentlich? Die Bibel sagt, dass\nwir durch den Heiligen Geist, im Namen und der Autorit\u00e4t Jesu, zum Vater reden\nk\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich besteht die Dreieinigkeit aus drei einzelnen Personen, die\nsich immer hundertprozentig im Einklang befinden und trotzdem verschiedene\nPers\u00f6nlichkeiten haben. Vielleicht hast du dir auch schon dar\u00fcber Gedanken\ngemacht, wie du Gott in einer bestimmten Situation anreden sollst. Mir ist\nirgendwann aufgefallen, dass ich in jeder m\u00f6glichen Situation zu Jesus kommen\nkann. Er liebt es, wenn ich bewusst zu ihm komme, Zeit mit ihm verbringe,\nseinen Rat einhole und ihn einfach anbete. Dabei hilft es mir, wenn ich ihm\neinen Ort in meinen Gedanken anbiete und mir vorstelle, Jesus ganz real zu\ntreffen. Obwohl wir ihn nicht sehen k\u00f6nnen, ist Jesus doch in Wirklichkeit da.\nEs macht einen gewaltigen Unterschied f\u00fcr mein Gebet aus, ob ich Gemeinschaft\nmit Jesus habe, auch wenn es in meiner Phantasie ist, oder eine Liste mit\nAnliegen einfach ins Nichts hineinsage. <\/p>\n\n\n\n<p>Etwas komplexer ist dann die Vorstellung vom Vater und dem\nHeiligen Geist. Schlie\u00dflich waren sie niemals in menschlicher Gestalt\nunterwegs. Und doch sind sie Pers\u00f6nlichkeiten mit Emotionen und einer\n\u00fcberschw\u00e4nglichen Liebe zu uns, davon haben wir ja zuletzt auch schon\ngesprochen. Der Vater, der alle Dinge aus purer Liebe zu uns geplant hat, liebt\nes auch unbeschreiblich, wenn wir diese Liebe erwidern. Deswegen fordert Jesus\nja auch seine J\u00fcnger auf, zum Vater zu beten und ihn zu ehren. Und was den\nHeiligen Geist angeht, er hat es auf sich genommen, die Dreieinigkeit in uns zu\npr\u00e4sentieren. Dabei geht er selbstlos vor und \u00fcberbringt immer die Botschaft\nJesu, lenkt unseren Blick auf ihn hin und hilft uns im Alltag Anteil an der\ng\u00f6ttlichen Herrlichkeit zu bekommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mir deswegen angew\u00f6hnt, zuerst genau zu \u00fcberlegen,\nan wen ich mich mit meinem Thema zuerst wenden sollte. Wenn ich z.B. Gott f\u00fcr\ndas vollbrachte Werk an Ostern danken m\u00f6chte, spreche ich direkt zu Jesus. Wenn\nich dagegen Weisheit f\u00fcr eine bestimmte Situation ben\u00f6tige, wende ich mich an\nden Heiligen Geist, der ja auch Geist der Wahrheit oder Geist Christi genannt\nwird. Er wohnt in uns, um uns zu lehren, anzuleiten und zu tr\u00f6sten. Zum Vater\nhin sollte sich aber auch unser Lob richten, der uns erschaffen und erw\u00e4hlt hat\nund jeder Zeit Ausschau nach uns h\u00e4lt. Es gibt nat\u00fcrlich Momente, in denen ich\nauch zur gesamten Dreieinigkeit spreche, z.B. wenn ich die Sch\u00f6pfung bewundere,\ndie sie ja als Team erschaffen haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig f\u00fcr das Gebet ist auf jeden Fall, dass wir eine\nkonkrete Vorstellung von unserem Gegen\u00fcber haben, weil unsere Gedanken damit\nweg von den Anliegen hin zu Gott wandern. Anstatt uns in Sorgen, N\u00f6ten und\nW\u00fcnschen zu verlieren, sollten wir uns vielmehr im dreieinigen Gott verlieren,\nder alleine wei\u00df, was wir wirklich brauchen. Ihm ging es schon immer in erster\nLinie um die Gemeinschaft mit uns. Nur deswegen ist Jesus Mensch geworden, hat\nsich verspotten und misshandeln und zuletzt sogar t\u00f6ten lassen. Nur dadurch\nkonnte der Heilige Geist in uns einziehen, um in uns zu leben und immer\ndirekten Zugang zur Gemeinschaft mit Jesus und dem Vater zu erm\u00f6glichen. Er\nspricht zu uns in den Worten Jesu, der zur Rechten des Vaters auf dem Thron\nsitzt. Ich bin der festen \u00dcberzeugung, dass sich unser Gebet in erster Linie\nmit dem dreieinigen Gott besch\u00e4ftigen sollte. In der Gegenwart Gottes werden\nwir in den Bereich seiner Heiligkeit gezogen und jeden Tag ganz neu mit\nGerechtigkeit, Frieden und Freude erfrischt (siehe R\u00f6 14,17). <\/p>\n\n\n\n<p>Erst nach der frischen Begegnung mit Gott, sind wir wirklich\nin der Lage, zur richtigen Zeit am richtigen Ort das Richtige zu tun. Der Heilige\nGeist lebt in uns, zu unserem Segen in der Gemeinschaft mit Gott, aber er kommt\nauch auf uns, um seine vorbereiteten Werke an anderen Menschen zu vollbringen.\nAufgeladen mit der g\u00f6ttlichen Liebe k\u00f6nnen wir den Segen einfach durch und\nhindurch flie\u00dfen lassen. <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend mein Gebet ein \u201esich Hinwenden zu Gott\u201c und \u201egelebte\nLiebe zu Gott\u201c ist, werden mir die Sorgen von den Schultern genommen, die Gott\nsowieso schon kennt. Er freut sich, wenn ich sie ihm dankbar anvertraue.\nAnschlie\u00dfend habe ich die Gnade, in der Autorit\u00e4t Jesu zu einem Problem zu\nsprechen. Hinter jedem Problem steht auch eine negative geistliche Autorit\u00e4t,\ndeshalb spreche ich sozusagen mit dem Problem \u00fcber Gott! Ich gebe mich auf\ndiese Weise als Kind Gottes und Nachfolger Jesu zu erkennen. Die Reaktion des\nFeindes kann man ja in der Bibel immer wieder sehen: Flucht und Unterwerfung.\nDas ist meiner Meinung nach der richtige Weg, um Problemen zu begegnen: Wir\nbekennen wer und wie Gott ist und rufen seinen bereits errungenen Sieg \u00fcber\nunserem Leben aus!<\/p>\n\n\n\n<p>Wie k\u00f6nnte jetzt also Gebet ganz praktisch aussehen? Wenn ich bete, zieht es mich zu dem Gott hin, den ich liebe! Ich rate deshalb immer zun\u00e4chst einmal dazu, sich in Gedanken auf ihn einzulassen. Das k\u00f6nnte ein \u201esich in der Phantasie mit Jesus an meinem Lieblingsort treffen\u201c sein, wie ich es zuvor beschrieben habe. Wenn du dir seiner Gegenwart bewusst bist, sag\u2018 ihm einfach, wie sehr du ihn liebst und was er dir bedeutet. Gott liebt es \u00fcber die Ma\u00dfen, wenn er uns seine Gegenwart sp\u00fcren lassen kann. Dabei geht es dann nicht um \u00e4u\u00dfere Wunderwirkungen und Zeichen, sie sind vielmehr die Begleiterscheinung seiner Gegenwart. Es geht Gott zuerst um unseren inneren Frieden, die Freude und Liebe. Je tiefer du in seine Gegenwart eintauchst, desto mehr wirst du diesen Strom des Gl\u00fccks sp\u00fcren k\u00f6nnen. Darauf kannst du dann in deiner Art reagieren. Aber selbst wenn du einmal nichts sp\u00fcren kannst, weil der Feind irgendeine Barriere vor dir aufgebaut hat, kannst du dir seiner Gegenwart bewusst sein. Er steht dir zur Seite, das ist nicht von Gef\u00fchlen abh\u00e4ngig. Und doch, die manifeste Gegenwart Gottes ist, wenn er uns mit unseren Sinnen erkennen und sp\u00fcren l\u00e4sst, dass er da ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Was ich sagen will, ist, dass Gebet hoch emotional ist!\nNat\u00fcrlich d\u00fcrfen wir Gott auch unsere Not schildern. So macht man das eben bei\nPersonen, die man liebt. Aber wir schauen nicht auf die Probleme, wir schauen\nauf Jesus, der am Kreuz schon alle Segnungen f\u00fcr uns freigesetzt hat. Auch\nDavid hat Klagepsalme verfasst. Er h\u00f6rte aber normalerweise nicht auf zu\nsingen, bevor sein Herz wieder voller Hoffnung war, weil er Gott kannte. Wieviel\nmehr sollten wir diese Hoffnung in uns tragen, wo doch der Heilige Geist, der\nGeist Christi, in uns wohnt!<\/p>\n\n\n\n<p>Lass dich einladen zu einem Leben, das die Gemeinschaft mit Gott in Gebet und Anbetung als Substanz, ja, als Motor hat. Du wirst sehen, wie die G\u00fcte Gottes dir auf Schritt und Tritt folgt. Nat\u00fcrlich, da ist ein Feind in dieser Welt, der uns das Leben schwer machen m\u00f6chte. Aber Jesus hat diesen Feind und die Welt, in der er regiert, bereits \u00fcberwunden! Halleluja! Beten ist Einheit mit dem Sieger!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gebet, das f\u00fcr dich und Gott sch\u00f6n ist Viele von uns haben in ihrer Kirche, wenn es ums Beten ging, Bibelverse wie: \u201eWirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wir f\u00fcr dich sorgen\u201c (Ps 55,23 SLT) gelernt. 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