{"id":919,"date":"2025-08-30T11:50:55","date_gmt":"2025-08-30T09:50:55","guid":{"rendered":"https:\/\/worshipnetzwerk.de\/?p=919"},"modified":"2025-08-30T11:50:55","modified_gmt":"2025-08-30T09:50:55","slug":"wenn-die-akustikgitarre-auch-verstaerkt-gut-klingen-darf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/worshipnetzwerk.de\/?p=919","title":{"rendered":"Wenn die Akustikgitarre auch verst\u00e4rkt gut klingen darf"},"content":{"rendered":"\n<p>Wieder eingef\u00fcgter Artikel vom <a href=\"..\/wenn-die-akustikgitarre-auch-verstaerkt-gut-klingen-darf.html\"><time datetime=\"2024-04-27T11:01:05+02:00\">27. April 2024<\/time><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Piezo, Magnet, Sensor, Mikrofon, Impulse Response oder was?<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eJeder Christ ein Gitarrist\u201c, oder wie sagt man das, wenn man einem Instrument die k\u00fcnstlerische Relevanz absprechen m\u00f6chte? \u201eWandergitarre\u201c oder \u201eLagerfeuer-Gitarre\u201c sind Begriffe aus einer l\u00e4ngst vergangenen Zeit, in der Menschen sich in unserem Land gesellig im Freien trafen und gemeinsam Lieder sangen. Mittlerweile hat sich die akustische Gitarre l\u00e4ngst wieder zu einem bedeutungsvollen und in einigen F\u00e4llen durchaus anspruchsvoll zu spielenden Instrument auf die gro\u00dfen B\u00fchnen dieser Welt hinaufgespielt. Auch Worship-Musik hat sich ver\u00e4ndert \u2013 und in mancher Hinsicht ist es meiner Meinung nach auch gut so! Diese Entwicklung hat aber zur Folge, dass wir mit unseren Instrumenten auf die Anforderungen der Gemeinden dieser Zeit reagieren m\u00fcssen. Heute finden sich Gitarristen im Kontext moderner Worshipmusik schnell in einer von Technik dominierten Umgebung wieder. Das Gute daran ist, dass Instrumente mit unterschiedlicher Grundlautst\u00e4rke, wie z.B. Schlagzeug, Piano und Akustikgitarre, &nbsp;durch Tonabnehmersysteme oder Mikrofone ganz nat\u00fcrlich und in der Lautst\u00e4rke ebenb\u00fcrtig miteinander gespielt werden k\u00f6nnen. Eigentlich sollte sich die Akustikgitarre nicht mehr ausschlie\u00dflich als hochfrequentes und perkussives Ger\u00e4usch, \u00e4hnlich einem Shaker (diese Erfahrung musste ich im Laufe der Zeit leider h\u00e4ufig machen), im Gesamtsound wiederfinden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist es erst ziemlich genau 100 Jahre her, dass Lloyd Loars den ersten elektrostatischen Tonabnehmer f\u00fcr die L-5-Archtopgitarre der Firma Gibson entwickelte. Bald folgten auch erste magnetische Tonabnehmer. Doch schon damals wurde schnell klar, dass sich der verst\u00e4rkte Klang der Gitarren ma\u00dfgeblich vom akustischen unterschied. 1940 wurde das Patent f\u00fcr den ersten piezoelektrischen Schwingungssensor vergeben. Erst in den 80er Jahren wurden dann die bis heute stetig weiterentwickelten Piezo-Pickups erfunden, deren Klang viel brillanter ist als der von den magnetischen Mitstreitern. Mit den eingebauten aktiven Vorverst\u00e4rkern k\u00f6nnen damit ansehnliche Ausgangsspannungen erreicht und somit st\u00f6rende Ger\u00e4usche verhindert werden. Das eigentliche Problem dabei ist nur auch heute noch, dass der Klang dieser Tonabnehmer zwar gut verst\u00e4rkt werden kann, er aber immer von einem hochfrequenten \u201eQu\u00e4ken\u201c, dem typischen Piezo-Sound, umgeben ist. Nein, das klingt bei weitem nicht wie die im Studio mit hochaufl\u00f6senden Mikrofonen aufgenommene Gitarre. Seit den 90er Jahren versucht man dieses Ph\u00e4nomen mithilfe zus\u00e4tzlicher in die Gitarren eingebauter Miniaturmikrofone oder anderer an schwingende Bauteile angebrachter Sensoren auszugleichen. Nat\u00fcrlich kann man dabei auf der B\u00fchne das Mikrofonsignal in der Regel nur geringf\u00fcgig hinzumischen, da ansonsten die Gefahr einer R\u00fcckkopplung z.B. mit der Monitorbox oder dem Saallautsprecher zu gro\u00df wird. Dennoch, der verst\u00e4rkte Klang gewinnt damit deutlich an Lebendigkeit. Ich selbst spiele beispielsweise derzeit in zwei meiner Gitarren einen \u201eL.R. Baggs Anthem\u201c Tonabnehmer. Dieses System ist sicher neben anderen High-End-Produkten einer der derzeit leistungsst\u00e4rksten Tonabnehmer f\u00fcr Akustikgitarre mit Piezopickup und Mikrofon, da die R\u00fcckkopplungsanf\u00e4lligkeit des Mikrofones minimiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>In den vergangenen 20 Jahren spielte ich mit der Akustikgitarre auf etlichen B\u00fchnen unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe. Ob als Fingerstyle-Gitarrist, in Singer-Songwriter-Manier oder mit kompletter Band, ich habe dabei immer versucht, dem Fortschritt der Tonabnehmerentwicklung zu folgen und dadurch auch st\u00e4ndig die neusten Systeme ausprobiert. Dabei kam mir meine jahrelange T\u00e4tigkeit als Fachverk\u00e4ufer von Akustikgitarren, die ich erfreulicherweise schon w\u00e4hrend meines Musikstudiums beginnen konnte, und die guten Beziehungen zu etlichen bedeutenden Gitarrenbauern zugute. Deshalb nehme ich mir heraus, einen kleinen Beitrag zu dieser Thematik leisten zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Technik der Akustik-Tonabnahme immer leicht im Hintergrund voranschritt, da man ja nur einen so nat\u00fcrlichen Klang, wie irgend m\u00f6glich erreichen wollte (eben den akustischen Klang einer Gitarre etwas lauter abbilden wollte), lag der Fokus oft auf der E-Gitarre. F\u00fcr sie gab es, dank der vielseitigen Verst\u00e4rkertechnik, der kleinen Wunderkisten auf dem Pedalboard und sehr variabler Gitarren- Tonabnehmer-Kombinationen, schon lange eine sehr variable Klanggestaltung. Mich hingegen faszinierte seit meiner Schulzeit, als ich klassischen Gitarrenunterricht nahm und ganz nebenbei herausfand, dass \u201eFury in the Slaughterhouse\u201c Steelstring-Gitarren der in meiner Region beheimateten Firma \u201eLakewood-Guitars\u201c verwendeten, der Sound von Steelstring-Gitarren. Dieser Klang hatte sich in meinem Gehirn eingenistet. Ich wei\u00df noch, wie meine erste Lakewood Gitarre, eine D20 mit Ragtime Hals und einem AER AK-15 Piezo-Tonabnehmer, mir damals schon wie der absolute Durchbruch vorkam. Wenn du dann den Livemitschnitt eines Auftritts angeh\u00f6rt hast, warst du aber doch etwas ern\u00fcchtert, da die Gitarre nicht die Substanz ihrer akustischen Qualit\u00e4t widerspiegeln konnte. Ich lie\u00df dann in meine M-14 einen B-Band Transducer einbauen, der zun\u00e4chst einmal viel nat\u00fcrlicher klang, mit der Zeit aber an Lautst\u00e4rke verlor und letztendlich viel zu anf\u00e4llig war. Von Shadow \u00fcber Fishman bis LR-Baggs habe ich alle m\u00f6glichen Systeme in akutstisch immer besser klingende oder konzeptionell spannende Gitarren von Lakewood, Taylor, Launhardt, Antonius M\u00fcller Frameworks usw. einbauen lassen. Es gab bessere und schlechtere Piezos, sowie bessere und schlechtere Mikros, die im Korpus angebracht wurden. Ich packte zus\u00e4tzlich einen magnetischen Tonabnehmer ins Schallloch und probierte verschiedene Decken-Transducer aus. Ja, ich klippte mir sogar ein Mikrofon an den Halsfu\u00df, das dann auf H\u00f6he des 12. Bundes \u00fcber dem Griffbrett hing, damit meine Bewegung nicht den Winkel zum Mikrofon \u00e4nderte. Jeder Tonabnehmer hatte seine eigene Klangcharakteristik, an ein ordentliches Kondensatormikrofon auf&nbsp; H\u00f6he des 12. Bundes in 30 cm Entfernung kam aber kein Abnehmer wirklich heran. Entweder klang es zu schrill, oder zu dumpf, entweder war es topfig oder zu feedbackanf\u00e4llig. Was man dieser Branche wirklich hoch anrechnen muss ist, dass man sich seit Jahrzehnten st\u00e4ndig im Prozess der Weiterentwicklung befindet. Es gab st\u00e4ndig kleine Fortschritte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Digitalisierung der Gitarrentechnik und dem wachsenden Markt f\u00fcr simulierte und modellierte E-Gitarrensounds, die wiederum zeitgleich stattfand, wurde ich anfangs nicht wirklich warm, ich kaufte dann trotzdem alle m\u00f6glichen Multieffektger\u00e4te und Gitarren-Synthesizer und landete schlie\u00dflich bei dem Line 6 \u2013 Helix. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin eigentlich von meinen Soundvorstellungen Purist, weshalb nichts an meinen handverdrahteten R\u00f6hrenverst\u00e4rker von Steffen D\u00f6rrer mit ein paar genialen Bodeneffekten heran kommt. Doch oftmals wurde diese Signalkette gerade f\u00fcr Worshipmusik auf kleinen B\u00fchnen als zu laut empfunden. So war der Helix dann durchaus h\u00e4ufig meine beliebte 2. Wahl. Schnell wurde mir dabei klar, dass dieses auf Modelling basierte Ger\u00e4t von Line 6 auch eine Revolution f\u00fcr mein Hauptinstrument, die Akustikgitarre, sein k\u00f6nnte. Effekte wie Hall und Delay in Studioqualit\u00e4t, Kompressoren, Klangregelungen der Oberklasse \u2013 hier konnte ich unsch\u00f6ne Frequenzen meiner verst\u00e4rkten Akustikgitarre positiv ver\u00e4ndern und von Lied zu Lied den Klang an meine Spielweise anpassen. So kam es, dass ich eine f\u00fcr mich bedeutende Entdeckung machte:<\/p>\n\n\n\n<p>Impulse Response hei\u00dft sie im Fachbegriff! Was urspr\u00fcnglich f\u00fcr digitale klangliche Abbildungen zur Simulation von Lautsprecherboxen gedacht war, entpuppte sich f\u00fcr mich immer mehr als eine hervorragende L\u00f6sung f\u00fcr den Klang meiner Akustikgitarre auf der B\u00fchne. Wenn du das noch nicht so gut kennst, musst du es dir so vorstellen: Jemand nimmt im Studio mit professionellem Equipment den Klang seiner akustisch umwerfend klingenden Gitarre auf. Dieses Signal wird so bearbeitet, dass man eine kleine Audiodatei auf ein Effektger\u00e4t aufspielen kann. Im einfachsten Fall funktioniert das wie ein kleines Bodeneffektger\u00e4t. Jetzt kannst du zu deinem Piezo-Tonabnehmer-Signal quasi das Abbild eines im Studio aufgenommenen Klangs hinzumischen, was bedeutet, dass deinem Piezosignal die klanglichen Eigenschaften des Mikrofones anhand von Frequenzanpassungen \u00fcbergest\u00fclpt werden. Bei mir hat sich ein h\u00f6chstens 10-20%iger Anteil der Zumischung dieses Effektes im Gesamtklang bew\u00e4hrt. (An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Zumischung am Helix problemlos umzusetzen weil das genauso vorgesehen ist, bei z.B. einem TC-Electronics IR-Loader ist das Zumischen aber keine Option. Hier h\u00f6rt man immer 100% der Impulsantwort, man k\u00f6nnte ihn \u00fcber den Einschleifweg eines Preamps (ich habe das mit dem Lehle IQ DI ausprobiert) zumischen. Ein solches Ger\u00e4t hat aber nicht jeder zur Hand, weshalb die g\u00fcnstige L\u00f6sung manchmal etwas Denkarbeit erfordert.) Damit kannst du jenes Piezo-typische \u201eQu\u00e4ken\u201c ganz einfach ver\u00e4ndern, und deine Gitarre klingt auf jeden Fall etwas mehr wie akustisch vom Mikrofon aufgenommen. Nat\u00fcrlich ist die Kunst dabei, ein IR-File zu finden, das deiner Gitarre idealerweise perfekt entspricht oder eben einfach gut dazu passt. Viele Dateien f\u00fchren dazu, dass man am Ende ein topfiges und verfremdetes Klangergebnis hat. Hast du aber einmal eine passsende IR gefunden, so ist das eine sehr respektable L\u00f6sung f\u00fcr deinen Akustikgitarren-Sound!<\/p>\n\n\n\n<p>Letzten Sommer spielten wir auf einem Wochenendseminar mit Maria Luise Prean Bruni und leiteten die Worshipzeiten mit einer Band des WorshipNetzwerks. Zu unserer gro\u00dfen Freude war Samuel, einer der Techniker der ICF-Wetzlar f\u00fcr den Sound angereist. Alles war prima, ich war mit dem Sound meiner Gitarre und insgesamt vollauf zufrieden, als in der Probe pl\u00f6tzlich mein Effektger\u00e4t, von dem ich die IR abspiele (Helix) komische Aussetzer hatte. Es half alles nichts, ich musste darauf verzichten und die Gitarre direkt in die DI-Box einst\u00f6pseln, war doch die Gefahr eines Aussetzers im Livebetrieb zu gro\u00df. Der sich dadurch einstellende Effekt war derart ern\u00fcchternd, dass ich am liebsten weggerannt w\u00e4re! Pl\u00f6tzlich klang meine Lakewood D35 custom, die \u201enur\u201c einen (zwar wirklich amtlichen) L.R. Baggs Piezotonabnehmer eingebaut hat, unangenehm \u201equ\u00e4kig\u201c nach Piezo. Das h\u00e4tte auch ein weitaus einfacheres Instrument sein k\u00f6nnen und von der \u00fcblichen akustischen Transparenz war eigentlich nicht mehr viel zu h\u00f6ren. Trotz allem eifrigen Bem\u00fchen, womit unser Techniker noch ein kleines Wunder bewirkte, und dem Wechsel auf eine Lakewood D14 mit LR Baggs Anthem (der ja zus\u00e4tzlich ein eingebautes Mikrofon hat) war nun doch sehr viel weniger von dem offenen, runden und singenden Ton der akustisch gespielten Gitarre zu h\u00f6ren. In diesem Moment wurde mir bewusst, wie sehr ich mich an den neuen Klang mit IR gew\u00f6hnt hatte und wie weitreichend diese Entdeckung doch sein k\u00f6nnte. (Nebenbei sei erw\u00e4hnt, dass die Reparatur meines Line 6 Helix Monate in Anspruch genommen hat, weil der Service alles M\u00f6gliche reparierte, damit aber nur die Kosten in die H\u00f6he trieb. Schlussendlich hat Wolfram mein langj\u00e4hriger Kollege, ein mit der Erfahrung eines Technik-Dinos gesegneter Ruhest\u00e4ndler, das Problem im Netzteil gefunden und zu meiner gro\u00dfen Freude und Dankbarkeit behoben. Ich erw\u00e4hne das nur, um zu zeigen, dass jedes komplexe Ger\u00e4t nat\u00fcrlich auch potenzierte Fehlerquellen aufweisen kann.)<\/p>\n\n\n\n<p>Hier kommt ein kurzes Beispiel, das ich auf die Schnelle in meinem B\u00fcro aufgenommen habe. Ich benutzte dazu meine Lakewood D35 custom mit LR-Baggs Piezo-Tonabnehmer, die ich mit Fingern anschlug. Ich nahm das nur ein einziges Mal gespielte Signal parallel mit meinem JZ Black Hole2 Gro\u00dfmembran-Mikrofon, mit meinem Line 6 Helix mit IR und als direktes Signal \u00fcber meinen Lehle IQ DI-Preamp auf. Um zu zeigen, wie vorteilhaft ein eingebauter Studio-Hall sein k\u00f6nnte, h\u00f6rt man im Helix einen anderen Hall-Sound. Sicher kann man gerade die Aufnahme mit Mikrofon viel besser anstellen. Mir ging es einfach nur darum, die grunds\u00e4tzlichen Klangunterschiede aufzuzeigen. Zuletzt habe ich das Signal von Mikrofon und Helix zusammengemischt, was dem Signal noch einmal etwas Frische hinzuf\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Lakewook D35 mit Mikrofon aufgenommen<\/li>\n\n\n\n<li>Lakewood D35 mit Piezo aufgenommen<\/li>\n\n\n\n<li>Lakewood D35 mit Piezo und IR (im Helix) aufgenommen<\/li>\n\n\n\n<li>Lakewood D35 mit Piezo und IR sowie Mikrofon aufgenommen<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><audio src=\"..\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/D35-Mic.wav\"><\/audio><audio src=\"..\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/D35-Piezo.wav\"><\/audio><audio src=\"..\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/D-35-Piezo-IR.wav\"><\/audio><audio src=\"..\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/D-35-Piezo-IR-Mic.wav\"><\/audio><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/worshipnetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/D35-Mic.wav\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/worshipnetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/D35-Piezo.wav\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/worshipnetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/D35-Piezo-IR.wav\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/worshipnetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/D-35-Piezo-IR-Mic.wav\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich habe nat\u00fcrlich auch diverse Ger\u00e4te ausprobiert, die fest eingebaute vorgefertigte IRs abspielen k\u00f6nnen oder, wie im Falle von L.R. Baggs, mittels iPhone eine Aufnahme meiner Gitarre anfertigen, um dann die IR direkt von meiner pers\u00f6nlichen Gitarre zu erzeugen. Leider waren alle Versuche mit meinem Equipment f\u00fcr mich nicht so richtig \u00fcberzeugend. Andere kommen zumindest in Youtube-Videos scheinbar zu besseren Ergebnissen. Wie auch immer, ich glaube, dass mit IRs ein Durchbruch f\u00fcr den verst\u00e4rkten Akustikgitarrensound gelungen sein k\u00f6nnte und hoffe, dass wir immer weiter davon wegkommen, wo Akustikgitarre im Mix nur noch f\u00fcr den schimmernden Hauch zarter Obert\u00f6ne gut ist. Interessanterweise hatte mir Frank Krocker von Frameworks Guitars schon vor knapp zwanzig Jahren neben eines seiner tollen Instrumente einen RMC Piezotonabnehmer samt PolyDrive II Preamp verkauft. Dort muss, ohne dass ich einen blassen Schimmer davon hatte, ein IR eingebaut gewesen sein, wie mir jetzt klar wird. Meine Antonius M\u00fcller S6 klang schon damals nicht nur akustisch besonders gut. Wie sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn du beim Erwerb einer neuen Gitarre gleich eine passende Datei dazukaufen k\u00f6nntest, die deinen verst\u00e4rkten Klang sofort belebt!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Akustikgitarre hat in der Worshipmusik enorme Bedeutung. Es ist sicher kein Zufall, dass Stars der Worship-Szene wie Brooke Ligertwood von Hillsong ein eigenes Sinatur Modell von Martin Guitars auf dein Leib geschneidert bekommen. Auch Stil-pr\u00e4gende Pers\u00f6nlichkeiten wie z.B. Brian Johnson, haben einen geradezu exklusiven akustischen Gitarrenton. In der Worshipmusik tr\u00e4gt die Kombination aus sph\u00e4rischen Ambiensounds mit lebendigen Akustikt\u00f6nen sehr dazu bei, dass man sich in Gottes Gegenwart \u00f6ffnen und in seine Arme fallen lassen kann. Es wird Zeit, dass wir mit tollen akustischen Kl\u00e4ngen der Worshipmusik noch etwas mehr Leben einhauchen! Martin Guitars hat zudem bereits Gitarren in Zusammenarbeit mit dem Tonabnehmer-Hersteller \u201eFishman\u201c entwickelt, die ein IR direkt in den Preamp der Gitarren eingebaut haben. Diese Impuls-Antwort wurde in Profistudios speziell mit diesem Gitarrenmodell aufgenommen, weshalb das Ergebnis logischerweise hervorragend mit dem Tonabnehmer zusammen passt. Das ist nat\u00fcrlich eine sehr komfortable L\u00f6sung. Auch unsere heimischen deutschen Hersteller d\u00fcrften meiner Meinung nach an dieser Stelle gerne weiterexperimentieren, stellen sie doch traumhafte Instrumente mit herausragenden Klangeigenschaften her.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr kleinere Events, die man z.B. nur mit Gitarre und Gesang durchf\u00fchrt, haben sich zudem speziell f\u00fcr diese Zwecke entwickelte Mikrofone etabliert. Zum Beispiel das \u201eEar Trumpet Labs \u2013 Edwina\u201c Gro\u00dfmembran-Mikrofon f\u00e4ngt den Klang vor dem Mikrofon (bis zu 45 cm weit) so gro\u00dffl\u00e4chig ein, dass es geradezu ma\u00dfgeschneidert f\u00fcr Singer-Songwriter zu sein scheint. Dabei macht es eine besonders gute Figur bei der Unterdr\u00fcckung von R\u00fcckkopplungen auf der B\u00fchne. Du kannst einfach deinen Tonabnehmer in der Gitarre sowie dein Gesangsmikrofon ignorieren und loslegen. Die Aufl\u00f6sung ist&nbsp; au\u00dferdem so gut, dass manche Gitarristen dieses Mikrofon sogar im Studio verwenden. In der Bluegrass-Szene ist es von den B\u00fchnen nicht mehr wegzudenken. Ganze Akustikbands werden h\u00e4ufig von einem Stereo-Set dieses Mikrofones abgenommen. Und das ist nur ein Beispiel unter vielen, das ich mit Sicherheit auch selbst noch ausprobieren werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es immer noch andere Spezialanwendungen, wie z.B. im \u201emodern Fingerstyle\u201c, wo perkussive Spieltechniken an der Akustikgitarre sehr aufwendig eingesetzt werden, dass eine ganze Batterie spezieller Tonabnehmer in das Instrument eingebaut werden muss. Ein unglaubliches Beispiel daf\u00fcr ist die Sinature Gitarre des vielfach ausgezeichneten britischen Fingerstyle Gitarristen Mike Dawes, gebaut vom deutschen Gitarrenbauer Andreas Cuntz.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich brauchst du zu allererst nat\u00fcrlich eine gute Akustikgitarre! Was bei deinem Klang von vorn herein fehlt, kann auch nicht verst\u00e4rkt oder hinterher hinzugemischt werden. Dann ist es sicher auch eine Frage des pers\u00f6nlichen Geschmacks. Je flexibler wir technisch agieren, desto weniger Probleme werden wir im Livebetrieb erleben. Deshalb habe ich neuerdings immer f\u00fcr Notf\u00e4lle eine gute aktive DI-Box mit speziell an die Akustikgitarre angepasster Klangreglung &nbsp;mit IR-Loader, einem kleinen Kompressror, Delay und Reverb im Gep\u00e4ck, die ich notfalls (wenn z.B. mein Netzteil im Helix aussetzt) schnell anst\u00f6pseln kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe wirklich Lust mit vielen Akustikgitarristen diesbez\u00fcglich im Austausch zu stehen, um meinen eigenen Sound und nat\u00fcrlich den meiner Gegen\u00fcber immer mehr zu optimieren. Schreibe gerne dazu in die Kommentare oder gerne auch direkt eine E-Mail an mich. Mich interessiert, was deine Ideall\u00f6sung ist!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Christian<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder eingef\u00fcgter Artikel vom 27. 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