Gottes Stimme Hören

Gottes Stimme Hören

Ein Tagesseminar mit Gerald Wieser vom Grace Today Verlag

Es ist nun schon einige Tage her, dass Gerald Wieser, der Gründer des Grace Today Verlages, am 07.09.19 in der Ev. Gemeinschaft in Nidda/Ulfa ein Tagesseminar zum Thema „Gottes Stimme hören“ abgehalten hat. Wir vom Worshipnetzwerk durften dabei sein und die Worshipzeiten leiten. Durch etliche gemeinsame Einsätze und auch viele gemeinsame Gebetszeiten kann ich sagen, dass Gerald Wieser eine echte Autorität auf diesem Gebiet ist. Ganz abgesehen davon war er ja auch mein Gegenüber beim Schreiben Buches „Ich worshippe jetzt“, in dem ebenfalls ein Kapitel zu diesem Thema zu finden ist. Und so war es auch ein sehr inspirierendes Seminar, in dem die Formen des Redens Gottes zunächst biblisch fundiert dargestellt und aus dem Blickwinkel des neuen Bundes der Gnade beleuchtet wurden, bevor wir gemeinsam einige praktische Übungen durchführten, die bei den Teilnehmern die Gewissheit des direkten Redens Gottes zu uns mit teils überraschenden Bestätigungen festigen konnten.

Besonders die Erkenntnis, dass jeder, der sein Leben in die Hände Jesu gelegt hat, auch in der Lage ist, seine Stimme zu hören, war für alle Teilnehmer sehr ermutigend. Gerade für Worshipmusiker ist dies ein wirklich relevantes Thema! Stell dir vor, Gott will eine Veranstaltung, in der du die Anbetung leitest, auf eine ganz bestimmte Art segnen, und du hörst, wie er das vorher zu dir sagt! Welchen Segen könntest du freisetzen! Und dabei ist es im Prinzip so einfach, weil Gott unsere Phantasie nutzt, um mit Bildern und Visionen, mit Bibeltexten und Liedern oder einfach auf die für uns perfekte Art und Weise zu reden. Gott will uns ermutigen! Er liebt uns, und sein Reden steht nie im Widerspruch zum Evangelium. Das können wir leicht prüfen und deshalb brauchen wir uns auch nicht davor zu fürchten. Gerald schlug vor, Jesus zu fragen: „wo willst du mich treffen?“ und dann in Gedanken mit ihm an diesen Ort zu gehen. Dort kannst du dich von ihm ermutigen lassen und in einen segensreichen Dialog eintreten.

Ich möchte dich heute ermutigen, es einfach auszuprobieren. Wenn du Zweifel hast, kannst du bei einem erfahrenen Beter um Rat fragen. Mit der Zeit wirst du eine gewisse Übung darin bekommen, und diese Gespräche werden dein Leben bereichern.

Unser Dank gilt Gerald Wieser für diese tolle Veranstaltung. Wir hoffen, dass sie noch in vielen Gemeinden durchgeführt werden wird.

David Senz und Martin Guitars in Gießen

David Senz und Martin Guitars in Gießen

Simon Bender aus dem Worshipnetzwerk organisierte im Rahmen einer Workshopreihe des Musikhauses Schönau in Gießen einen Abend zum Thema „Akustik Gitarre“. Am Samstag, den 31.08.19, lud er dazu die Firma Martin Guitars ein, um deren Werdegang, ihre Philosophie des Instrumentenbaus und aktuelle Entwicklungen vorzustellen. Florian Jenisch, der Repräsentant des deutschen Vertriebes, reiste gemeinsam mit dem Sales Manager für Europa, Steve Harvey, und dem christlichen Fingerstyle-Gitarristen David Senz an.

In gemütlicher Runde, mitten in der Abteilung für Akustikgitarre, konnten dann einige der Schmuckstücke aus dem Hause Martin bestaunt und getestet werden (ich habe mich persönlich sehr in die OMJM, das Sinaturmodell von John Mayer, verliebt). Nach einem musikalischen Intro folgte eine intensive Talkrunde, in der besondere Momente der Entwicklungsgeschichte des Gitarrenbauers Christian Friedrich Martin Sen. aus Markneunkirchen und dessen Nachkommen beleuchtet wurden. Der gelernte Schreiner wechselte zum Instrumentenbau und war dabei sehr experimentierfreudig, wurde dafür aber von seinen Kollegen auf Distanz gehalten und wanderte in die USA aus. Dort baute er die Stahlsaitengitarre und entwickelte Modelle (0, 00, 000 Dreadnought…), die seit knapp 180 Jahren die Welt des Instrumentenbaus auf den Kopf stellten. Kein anderer Hersteller konnte seitdem die Welt der Sahlsaitengitarre stärker prägen.

Bei Snacks und Getränken konnten im Anschluss Eindrücke ausgetauscht und Fragen besprochen werden. Anschließend übernahm David Senz mit einigen Musikstücken aus seinem Fingerstyle-Repertoire (was ich persönlich leider aufgrund eines familiären Notfalls zum größten Teil verpasste). Aufgrund von besteiterten Berichten und meinen eigenen Eindrücken von seinen CDs weiß ich aber, dass er ein außerordentlich talentierter Gitarrist ist, dem es gelingt, mit Klängen Bilder zu malen und Stimmungen zu erzeugen. Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, wie sehr David neben seiner Arbeit als Lobpreisleiter auch sein konzertantes Musizieren als Anbetung versteht. Seine Lieder „erzählen von Gottes Schönheit, Sonnenaufgängen, guten Zeiten und schaffen einen Raum zum Ausruhen“, so beschreibt er es selbst. Besonders sprechen mich bezeichnender Weise die Lieder „Beauty, Resting place, O Haupt voll Blut und Wunden und In your presence“ an. David erzählte von Konzertreisen nach Indien, bei denen er gemeinsam mit einem Pastor Gemeinden besuchte und Workshops leitete. Besonders beeindruckt war er von der lebendigen Kraft Gottes, die dort zu erleben war.

Das ist es, worum es im Wesentlichen geht! Und ich bin davon überzeugt, dass Gott im deutschsprachigen Raum ebenso wirken möchte! Lasst uns Abende wie diesen als Ermutigung auffassen, Musik zur Ehre Gottes zu spielen und Großes von unserem gnädigen Gott erwarten. Dabei dürfen wir, wie schon David, durchaus auch schön spielen und tolle Instrumente benutzen, es sollte aber niemals unser Hauptfocus werden. Ich bin sehr froh, dass der Abend aufgezeichnet wurde und hoffe, man kann in Zukunft dieses besondere Video genießen. Wir bedanken uns in aller Form bei Simon Bender und dem Musikhaus Schönau, sowie den Mitwirkenden von Martin Guitars und natürlich bei David Senz für einen wunderbaren und inspirierenden Abend.

David Senz mit seiner Martin OM