Anbetung zuhause – wenn die Kirche geschlossen ist

Anbetung zuhause – wenn die Kirche geschlossen ist

Hallo zusammen,

derzeit erleben wir nicht nur eine beispiellose Ausnahmesituation der sozialen Abgrenzung und Besorgnis, die sich über die ganze Welt ausbreitet, ich empfinde es auch als massiven Angriff auf den Leib Christi, die weltweite Gemeinde der Christen.

Es gibt den Gegenspieler Gottes, der die gemeinsame Anbetung und die neue Welle der Gnade weltweit beobachtet, wie wir unsere Übermacht gegen ihn ausspielen, indem wir Gott in Einheit loben und uns auf das vollbrachte Erlösungswerk Jesu berufen. Er versucht natürlich, das zu verhindern und uns auseinander zu treiben. Nun ja, oberflächlich betrachtet ist das ja auch gelungen. Doch, nur weil wir uns nicht treffen können, heißt das noch lange nicht, dass wir nicht in Einheit anbeten können! Unsere Anbetung ist nicht zu stoppen, wenn wir alle unser Zuhause zum Ort der Gegenwart Gottes erklären!

Worship ist nicht auf große Bühnen angewiesen. Es geht um unser Herz und die Liebe gegenüber dem dreieinigen Gott. Das lässt unser Licht aufleuchten! Lasst uns anfangen ihn anzubeten, zu loben und ihm zu danken. Er kennt unsere Bedürfnisse bereits und will uns segnen. Wir als Familie haben uns vorgenommen, unsere Worshipzeiten eben hier in unserer Wohnung durchzuführen. Wir beten und singen und proklamieren.

Hier noch ein paar Tipps zur Gestaltung deiner eigenen Worshipzeit:

1. Entscheide dich bewusst für die Anbetung, indem du dich Jesus zuwendest (Jesus ist die Tür).

2. Erinnere dich an das vollbrachte Erlösungswerk der Gnade Jesu und nimm es für dich in Anspruch, indem du Jesus für Seinen Tod und Seine Auferstehung dankst (Jesus ist das Lamm Gottes, das für die Sünden der Welt starb).

3. Lasse dich von der Kraft Seines Wortes reinigen, indem du Seine Zusagen über deinem Leben aussprichst und immer mehr Jesus in dir erkennst (Jesus lebt in uns und wir in ihm).

4. Öffne dich im Lobgesang dem Wirken des Heiligen Geistes und lasse dich vom Licht Jesu durchfluten bis du selbst leuchtest, lasse dich von seinem lebendigen Wasser erfrischen, indem du Worte der Bibel meditierst, prophetische Worte empfängst und wenn möglich auch in Sprachen betest und singst (Jesus ist das Licht der Welt und das Wasser des Lebens – falls das für dich neu ist, bitte Gott um diese wundervolle Gabe des Geistes).

5. Empfange Seine Heiligung für Körper, Seele und Geist, indem du das Abendmahl einnimmst und dich bewusst an die bereits bereitgestellten Segnungen Gottes erinnerst (Jesus ist das Brot des Lebens, du nimmst Seinen Leib und Sein Blut für dich in Anspruch).

6. Nimm das Bündel deiner persönlichen Anliegen und der Fürbitten für andere Menschen und lege sie bei Gott ab, indem du Gott für die Erhörung deiner Gebete dankst und seinen Sieg über die jeweiligen Situationen aussprichst (Jesus sitzt zur Rechten Gottes, die Gebete der Heiligen steigen wie Rauch vom Räucheraltar auf zum Duft vor Gottes Thron).

7. Genieße ganz einfach die Gegenwart Gottes, indem du ihn zurückliebst und emotional, körperlich und geistlich jede Regung als Reaktion auf Seine Liebe zulässt (Jesus ist die personifizierte Liebe Gottes).

Dies ist nur eine Kurzfassung verschiedener Anregungen, die ich im Buch „Ich worshippe jetzt!“ genauer beschreibe und belege. Es kann dir helfen eine biblische Struktur in die persönlichen Anbetungszeiten zu bekommen, damit du immer mehr in deiner Anbetung in den Einklang mit dem dreieinigen Gott kommen kannst. Ihn zu lieben, ist die Lösung für alle unsere Probleme. Solltest du besondere Erlebnisse und Begegnungen mit Gott haben, wäre ich über eine ermutigende Rückmeldung sehr dankbar.

Seminar: „Ich worshippe jetzt!“

Seminar: „Ich worshippe jetzt!“

Am Samstag, den 25.01.20 hatte die EG Rechtenbach für ein Tagesseminar zu den Inhalten meines Buches „Ich worshippe jetzt!“ eingeladen. So fuhr ich dann auch mit meinem lieben Freund, dem vollmächtigen Beter und Leiter der „Kingsmen“, Daniel, voller Vorfreude los. Schon die unkomplizierte aber sehr konkrete Planung und die leidenschaftlichen Vorgespräche mit verantwortlichen Worshipleitern und einem Ältesten der Gemeinde waren vielversprechend gelaufen. Als dann aber zur Begrüßung Pastor Simon auf mich zukam, um mir bewusst seinen Segen und seine Autorisierung zuzusprechen, war klar, dass dies ein besonerer Tag werden würde.

Ein großer Teil der Seminarteilnehmer waren Musiker der inzwischen 8 Bands, die die Gemeinde in die Anbetung leiten. Was mich daran besonders freute, ist, dass auch jugendliche Anbeter sich begeistern ließen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, dem Austausch darüber, welche Erwartungen wir haben, wenn wir anbeten und dem Bekenntnis, dass wir Gott aus tiefstem Herzen, ehrlich, emotional „in Wahrheit und im Geist“ anbeten wollen, starteten wir dann auch gebührend mit Worship.

Im Ersten Vortragsteil des Seminars widmeten wir uns dann den Grundlagen biblischer Anbetung. Wir konnten erkennen, wie sehr Anbetung von Beginn an die Reaktion der Menschen auf das gnädige Handeln Gottes war und fanden Bestätigung anhand der Geschichten bedeutender biblischer Persönlichkeiten. Besonderes Augenmerk richteten wir dabei natürlich auf Jesus, den menschgewordenen Sohn Gottes. Dass er, obwohl er doch Gott war und ist, immer wieder auf den Berg und in die Stille ging, um Gemeinschaft mit dem Vater zu haben, ließ uns dabei aufmerken. Da Anbetung ihre Bedeutung in Ewigkeit nicht verlieren wird, konnten wir dann erforschen, welche Möglichkeiten und Wirkungen in ehrlicher Anbetung erfahrbar sind. Worship sollte vor allem Gott ehren, weil wir ihn lieben, und dennoch wirkt sich die so erlebte Gegenwart Gottes auch positiv auf unser Ganzes Wesen mit Bewusstsein, Geist, Fantasie und Emotionen aus. Die in der Anbetung im Geist empfangenen Segnungen gilt es dann im Glauben zu ergreifen und zu erleben. All das, so erkannten wir, versuchen wir dann emotional durch Musik, Text und Bewegung auszudrücken.

In der anschließenden praktischen Übungsphase zum Thema „Hörendes Gebet“ konnten wir dann ausprobieren, einen echten Dialog mit Jesus aufzunehmen, um seinen Willen für unsere Liebe ihm gegenüber zu erkennen. Es war bewegend, wie intensiv einige Teilnehmer dies im Gebet erleben konnten und wie liebevoll Jesus zu uns gesprochen hatte. Nach einer guten Pizza lud Pastor Simon uns dann ein, für ihn und die am Nachmittag bevorstehende Trauerfeier zu beten. Es war schon ein bewegender Moment, wenn die Lobpreiser der Gemeinde rund um ihren Pastor standen, um sich mit ihm Eins im Gebet zu machen und ihn zu segnen. Wie sich im Nachhinein zeigte, trugen ihn die Gebete und er erlebte auf besondere Weise einen geöffneten Himmel. So konnte Simon nicht nur Menschen trösten, Gott hatte vor, durch ihn neues Leben zu generieren. Halleluja!

Auch wenn damit die Zeit langsam knapp wurde, widmeten wir uns im zweiten Vortragsteil dann nach erneuter Worshipzeit dem biblischen Ort der Anbetung, der Stiftshütte. Anhand der aus der himmlischen Stiftshütte abgeleiteten Elemente erarbeiteten wir uns dann praktische Zugänge für vollmächtige Anbetungszeiten. Jesus stellten wir dabei als Dreh- und Angelpunkt für Anbetung heraus, was unter Anderem durch die auffällige Übereinstimmung der Ich-bin-Worte Jesu aus der Bibel deutlich wurde. Nachdem mein Freund Daniel für uns das Abendmahl austeilte und wir dabei Gottes Zuspruch auf Heil für Geist, Seele und Körper in Anspruch nehmen konnten, tauschten wir uns zum Schluss noch über praktische Tips zur Vorbereitung von Anbetungszeiten aus. Eigentlich hätten wir noch Stunden lang so weiter machen können, doch die 5,5 Stunden waren einfach zu schnell vorbei. Abends stand schließlich noch das Grace-Festival in Lich bevor, und der Soundcheck begann bereits um 17 Uhr! Aber das ist ein Thema für den nächsten Artikel 😉

Danke an Calle, meinen Freund und Ältesten der Gemeinde, Pastor Simon, die verantwortlichen Worshipleiter Annika und Bastian, alle Teilnehmer und meinen Freund Daniel! Ihr seid spitze!!

Wenn du Interesse an einer ähnlichen Veranstaltung hast, melde dich gerne ganz unkompliziert. Zu erleben, dass Gott so wirkt, wie an diesem Samstag, ist unser Herzensanliegen.

Worte der Kraft – über die Bedeutung von Liedtexten

Worte der Kraft – über die Bedeutung von Liedtexten

 „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“ (Joh 1,1-5 LUT)

Es scheint eines der Grundprinzipien seit der Erschaffung der Welt zu sein, dass Worte enorme Macht besitzen. Gott hat gesprochen und es geschah. Wir als Christen haben Zugriff auf die Bibel und nennen sie „das Wort Gottes“. Manchmal übersehen wir dabei allerdings, dass nicht jedes Wort, das in der Bibel steht, auch Gott selbst gesagt hat. Die Geschichte der Menschen mit Gott beinhaltet Situationen, in denen große Leiter straucheln und Zweifel an Gott haben, sich nicht in die von Gott vorgesehene Richtung bewegen oder sich auf einem früheren Stand der Offenbarungen Gottes in seiner Geschichte mit uns Menschen befanden. Wenn wir die Bibel zitieren, sollten wir nicht Worte des Zweifels, der Entmutigung oder der Verwirrung zitieren. Deshalb ist es wichtig, dass wir sowohl die Bibel als auch den gut kennen, der die Worte bei den jeweiligen Autoren inspiriert hat.

Gott hatte schon immer unsere Rettung im Visier, deshalb können wir auch in allen Büchern der Bibel Hinweise auf Jesus finden. Sie ist eine gewaltige Komposition aus 66 Büchern, die von über 40 Autoren in verschiedenen Jahrtausenden auf unterschiedlichen Kontinenten geschrieben wurden. Mit Jesus, dem menschgewordenen Wort Gottes, erreicht die Offenbarung Gottes ihren Höhepunkt. Weil wir im Neuen Bund der Gnade leben, müssen wir die Bibel auch immer aus dem Blickwinkel des Sieges Jesu für uns am Kreuz und seiner Auferstehung lesen. Von dieser guten Nachricht der Gnade Gottes sollten wir in aller Welt erzählen und auch davon singen.

Gott liebt uns so sehr, dass er enorme Geduld aufbringt, uns sein Wort zu erschließen. Er offenbart sich immer in einer angemessenen Weise. Während die Propheten des Alten Testamentes mehr oder weniger unbewusst Dinge über Jesus prophezeiten, kennen wir heute schon die Erlösungsgeschichte und können sie nachlesen. Der Heilige Geist in uns sorgt dafür, dass wir immer tiefere Erkenntnisse über Gott aus seinem Wort gewinnen können. Dabei orientieren wir uns immer an dem roten Faden seiner Gnadengeschichte, um die Wahrheit zu entdecken. Gott ist immer der liebende Vater, er ist immer gerecht und ehrlich. Die Früchte des Geistes (Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung) sind die Charaktereigenschaften Gottes. Gott bringt immer und vollkommen die Früchte des Geistes hervor, während wir nur durch seine Gnade und den Glauben, den er in uns bewirkt, immer mehr in sie hineinwachsen können.

Musik und Klänge haben eine starke Wirkung auf unsere Emotionen, wie ich ja in einem vorangegangenen Artikel schon ausführlicher beschrieben habe. Das ist gut, denn sie beflügeln unsere Herzenshaltung in der Liebesbeziehung mit Gott. Trotzdem sollten wir uns nicht nur auf unser Wohlgefühl in der Anbetung verlassen. Liedtexte nehmen großen Einfluss darauf, was wir glauben, ja, was wir singen und bekennen wirkt sich massiv auf den Machtbereich der unsichtbaren Welt um uns herum aus. Worshipleiter übernehmen heute zusammen mit Pastoren und anderen Leitern die Rolle der Priester und Propheten, die schon in der Stiftshütte in der Gegenwart Gottes dienten. Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig, immer wieder zu überprüfen, ob das, was wir da singen, auch der Wahrheit des Neuen Bundes entspricht. Die Wahrheit ist, dass Gott seinen einzigen Sohn für uns geopfert hat, Jesus sich freiwillig und unschuldig für uns hat töten lassen, damit unsere vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Sünden getilgt sind. Der Neue Bund der Gnade sieht in uns Kinder Gottes, Priester und Propheten, die in wirklicher Freiheit und Einheit mit Gott leben können. Er verspricht uns Segen und die Gunst Gottes. Sein Reich wird dort sichtbar werden, wo wir hingehen. Deshalb haben wir Grund, Gott zu loben. Durch den Heiligen Geist können wir in der Autorität Jesu beten. Anbetung war und ist schon immer die Reaktion der Menschen auf das gnädige Handeln Gottes. Zuerst begannen Adam und Eva Gott, wegen seines unverdienten gnädigen Handelns an ihnen anzubeten.

1Mo 4,25-26 (NLB):

25 Adam und Eva bekamen noch einen Sohn. Eva nannte ihn Set, denn sie sagte: »Gott hat mir noch einen Sohn geschenkt als Ersatz für Abel, der von Kain getötet wurde.« 26 Auch Set bekam später einen Sohn, den er Enosch nannte. Zu jener Zeit begannen die Menschen den Herrn anzubeten.

Anbetung beginnt mit einer ehrlichen Herzensentscheidung, in die Gegenwart Gottes eintreten zu wollen. Er drängt sich nicht auf, wartet aber zu jeder Zeit auf unser „Ja“ zu ihm. Wir dürfen durch das Opfer Jesu in Gottes Gegenwart eintreten, als Gerechte. Im Bewusstsein der Gnade Jesu können wir anfangen, ihn zu loben. Manchmal hilft es, kurz inne zu halten und im Geist diese reale Begegnung zuzulassen. Alle Lasten, die ich mit in die Anbetung bringe, kann ich dort am Kreuz abladen und die Leichtigkeit der Gemeinschaft mit ihm erleben. Ich singe gerne Lieder über Jesus, die ihn und seine Taten loben, zu Beginn einer Worshipzeit. Wir beten auch den Vater, der uns so sehr liebt an und erwidern so die Liebe. Wenn wir in Wahrheit und im Geist anbeten, erkennen wir immer mehr, wie unglaublich es ist, dass Jesus in Gestalt des Heiligen Geistes in uns leben will. Unser Blick wandert in der Anbetung einfach zu Jesus, dabei dürfen wir uns selbst getrost aus dem Auge verlieren. Ich finde es ehrlich gesagt schwierig, wenn Anbetungslieder immerzu von uns selbst reden. Auch wenn wir Anliegen haben, sollten zunächst die Liedtexte im Worship einfach die wunderbaren Eigenschaften Gottes besingen, ihn loben und unser Dank zum Ausdruck bringen. Natürlich dürfen wir im persönlichen Gebet ehrlich sagen, wie es uns geht. Auch die Klagepsalmen beginnen mit den Sorgen und Nöten des Psalmisten, doch hilft hier der Blick auf den Neuen Bund. Wir brauchen Gott nicht zu bitten, seinen Blick zu uns zu wenden, wenn er in uns lebt. Jesus sagte am Kreuz „es ist vollbracht“ und meinte damit, dass alles, was für deine Segnung nötig ist, schon für dich bereit steht. Wir können in diesem Bewusstsein die Lasten ablegen und ihn loben. Worship kann uns dabei helfen, die richtige Herzenshaltung zum Empfangen dieser Segnungen einzunehmen. Gott ist da und hört dir immer zu, du brauchst ihn nicht zu rufen ober darum zu bitten. Du brauchst auch keine Formel, keine bestimmte Geste oder Ausdrucksweise. Er liebt dich so, wie du bist.

Wenn wir solche Anbetung mit Liedtexten, die von den Wahrheiten des Evangeliums reden, regelmäßig praktizieren, werden wir erleben, dass sich Gott dabei einen Dialog wünscht. Genau wie in einem Gespräch zwischen einem liebevollen Vater und seinem kleinen Kind, werden Worte der Liebe ausgetauscht. Gott will uns in der Anbetung ermutigen und stärken. Geben wir dem Heiligen Geist doch etwas Raum, uns die Worte Jesu ins Herz zu schreiben. Wir werden überrascht sein, wie klar Gott zu uns redet. Er will uns voll einschenken, dass am Ende der Becher überläuft und wir von unserem Überfluss anderen abgeben können. Gott will seine Gaben, die Gaben des Geistes, in dich hineinlegen. So können am Ende auch dessen Früchte zum Vorschein kommen. Nimm dir Zeit, wiederhole signifikante Textzeilen oder schaffe durch instrumentale Passagen Raum für sein Reden. Es ist ein guter Zeitpunkt auch prophetisch Worte von Gott zu empfangen und auszusingen oder einen Bibeltext zu singen. Ich persönlich liebe es auch, Gott die absolute Kontrolle über meine Worte zu übergeben und für mich in Sprachen zu singen.

Wenn du merkst, wie Gott dich ausgerüstet hat, kannst du seinen Sieg ausrufen und Freiheit, Heilung oder andere Segnungen proklamieren. Höre genau hin, wie Gott heute gerne segnen möchte. Dieses „dein Reich komme“ meint, dass es immer mehr in der Welt sichtbar wird. Wir sind schon Bürger des Himmels, sein Reich ist hier und sein Licht leuchtet in der Finsternis. In der Anbetung dürfen wir Mut fassen, auch als solche Kinder Gottes in unseren Alltag zu gehen und Großes von Gott zu erwarten.

Ich wünsche dir, dass du immer tiefer in die Wahrheiten der Bibel und des Neuen Bundes eindringen kannst und Gott sich dir immer mehr offenbart. Vergleiche die Liedtexte, die du normalerweise singst, mit deinen Überzeugungen. Es gibt eine derart große Auswahl, dass man zweifelhafte Texte mit Leichtigkeit ersetzen kann. So werden geistliche Durchbrüche deine Anbetungszeiten kennzeichnen. Die Güte Gottes läuft dir hinterher und lässt sich nicht so leicht abschütteln!

Gib nicht auf – schau auf Jesus

Gib nicht auf – schau auf Jesus

Kennst du auch solche Zeiten, in denen gefühlt ständig etwas schief geht, unverhoffte Schwierigkeiten auftreten und du eigentlich verzweifeln möchtest? Gerade Worshipmusiker scheinen in besonderem Maße damit Bekanntschaft zu machen. In diesem Jahr haben meine Familie und ich die sonderbarsten Begebenheiten erleben müssen. So wurde unsere Tochter in Südafrika auf wirklich dramatische Art nachts überfallen und ausgeraubt, unser Sohn wurde mehrmals ohne Grund aggressiv auf der Straße attackiert und während seines Jobs (in Deutschland) von einem Räuber mit einer Pistole bedroht, und unser jüngster Sohn wäre fast von einem Auto überfahren worden. Das waren nur die Spitzen-Erlebnisse, von den kleinen Angriffen aus dem Hinterhalt rede ich ja gar nicht. Gerade vor zwei Wochen war wieder einmal so ein Tag. Unsere Tochter wurde nach einer lebensgefährlichen Erkrankung gerade noch rechtzeitig zur Beerdigung meiner lieben Oma aus dem Krankenhaus entlassen. Während der Trauerfeier wurde ihr Zustand plötzlich wieder viel schlechter. Als meine Frau mit unserer Tochter erneut zur Notaufnahme fuhr, tropfte plötzlich durch ein Leck im Abflussrohr Wasser aus der Decke in unser Bad.

Zugegeben, manchmal dachten wir schon: „es reicht jetzt!“.  Aber wie geht man eigentlich sinnvoll mit solchen Situationen und Erlebnissen um? Warum passiert das eigentlich? Immer wieder mussten meine Frau und ich uns gegenseitig zusprechen, dass die Güte Gottes permanent um uns ist, auch wenn es gerade nicht zu spüren ist. Gott ist gut und er behandelt uns immer wie der perfekte liebende Vater seine geliebten Kinder. Er würde uns niemals etwas antun, was nicht einmal ein gesunder menschlicher Vater seinem Kind zumuten würde!  Nicht zufällig lautet unser Trauspruch aus Psalm 91: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN:  Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe“. Also haben wir immer wieder versucht, unseren Blick auf Jesus zu heften. Von ihm ist Hilfe zu erwarten.

Mit ein wenig emotionalem Abstand kann man dann auch eine krasse Segensspur im eigenen Leben erkennen. Die geistlichen Durchbrüche, die wir in diesem Jahr erleben durften und in denen wir gerade mit einigen Personen gemeinsam vorwärts gehen, die wundersamen Gebetserhörungen und  Segnungen waren jedes Mal hart umkämpft. Was, wenn all das einfach nur die niederträchtigen Versuche waren, uns davon abzubringen, das Richtige zu tun? Wenn Jesus in uns lebt, sollten wir uns nicht fürchten müssen! Sich nach ihm auszurichten hat positive Konsequenzen. Unsere Kinder wurden in jedem einzelnen Fall vor echten Katastrophen bewahrt und anstatt den Fernseher abends anzuschalten beten meine Frau und ich seit Monaten jeden Abend, können Gott die Ehre geben und Menschen dadurch segnen. Die Früchte des Segens kannst du innerhalb der Familie spüren und Rückmeldungen von Heilungen und anderen Erfolgserlebnissen von Personen, für die wir gebetet haben, überwältigen einen.

Was hat das alles mit Worship zu tun, fragst du dich vielleicht. Immer wieder durften wir erleben, wie Anbetungszeiten uns in der Spur gehalten haben. Wenn Personen um dich herum stehen, um dich zu segnen und dabei der Friede Gottes mit solcher Kraft über dich kommt, dass du nichts anderes als Liebe spüren kannst, erlebst du die manifeste Gegenwart Gottes! Gott thront über den Lobgesängen seines Volkes, deswegen zieht es uns so sehr in die Lobpreiszeiten hinein. In einer Haltung der Anbetung sind wir nicht zu bezwingen! Gerade gestern, vor unserem ersten „Grace Festival“, einem überregionalen Gottesdienst, der regelmäßig stattfinden soll, zeigte mir Gott eine spannende Stelle in 1Samuel 19.: David musste vor seinem König Saul fliehen, weil dieser in dem gesegneten, jungen Krieger die Bedrohung seines Königreiches sah und ihn deshalb töten wollte. David konnte entkommen, weil seine Frau Michal (Sauls Tochter) ihm aus dem Fenster auf der Rückseite des Hauses heraushalf, und er ging zum Propheten Samuel. Der König schickte Soldaten los, um David festzunehmen. Als diese aber in die Stadt kamen, waren die Propheten in „Verzückung“ geraten. Auch wenn manche Bibelübersetzungen das mit „Weissagung“ übersetzen, ist doch eine prophetische Ergriffenheit, also eine körperliche Manifestation des Heiligen Geistes zusammen mit Weissagungen im Urtext zu finden. Das kann man auch daran erkennen, dass diese Geisterfahrung auf die Soldaten übergriff, die nichts gegen David tun konnten. Die gleiche Geschichte ereignete sich bei drei nacheinander ausgesandten Soldatentrupps, bis dann Saul schließlich selbst loszog. Aber auch er geriet so sehr in Verzückung, dass er am Ende unbekleidet auf dem Boden lag. Was war geschehen, dass die königlichen Soldaten nichts gegen David tun konnten? Wo war der Hass von Saul geblieben? Die Anbetung der Propheten war so intensiv, dass eine Atmosphäre der Gegenwart Gottes um sich griff.

Immer, wenn wir in die Anbetung gehen, lassen wir zu, dass der Heilige Geist, der Geist Christi, Zugriff auf unser Innerstes hat. Sein Licht strahlt so herrlich, dass es sogar in der körperlichen Welt zu spüren ist. Dagegen sind Angreifer wehrlos! Egal in welchen Schwierigkeiten du dich gerade befindest, wie ausweglos die Situation auch sein mag, ich will dir Mut zusprechen, deinen Blick auf Jesus zur richten. Gehe in die Anbetung und lasse dich von ihm mit seiner Liebe füllen. Suche Orte der Anbetung und Kontakt zu Menschen die dich ermutigen und segnen wollen. Gerade Worshipleiter geraten meiner Erfahrung nach oft ins Kreuzfeuer. Auch David hatte durch sein Harfenspiel die bösen Geister von Saul vertrieben. Lasst uns Worshipzeiten feiern, die voller Hingabe und Liebe sind und Jesus die Möglichkeit geben, uns mit seiner Liebe und Güte zu beschenken!

Der folgende Liedtext stammt aus einem Lied von Albert Frey, dass wir früher zu Jugendkreiszeiten häufig gesungen haben. Er fiel mir wieder ein und ich entdeckte viel Wahrheit darin:

Herr, ich komme zu Dir, und ich steh‘ vor Dir, so wie ich bin. Alles was mich bewegt lege ich vor Dich hin. Herr, ich komme zu Dir, und ich schütte mein Herz bei Dir aus. Was mich hindert ganz bei Dir zu sein räume aus! Meine Sorgen sind Dir nicht verborgen, Du wirst sorgen für mich. Voll Vertrauen will ich auf Dich schauen. Herr, ich baue auf Dich! Gib mir ein neues ungeteiltes Herz. Lege ein neues Lied in meinen Mund. Fülle mich neu mit Deinem Geist, denn Du bewirkst ein Lob in mir.

Gottes Stimme Hören

Gottes Stimme Hören

Ein Tagesseminar mit Gerald Wieser vom Grace Today Verlag

Es ist nun schon einige Tage her, dass Gerald Wieser, der Gründer des Grace Today Verlages, am 07.09.19 in der Ev. Gemeinschaft in Nidda/Ulfa ein Tagesseminar zum Thema „Gottes Stimme hören“ abgehalten hat. Wir vom Worshipnetzwerk durften dabei sein und die Worshipzeiten leiten. Durch etliche gemeinsame Einsätze und auch viele gemeinsame Gebetszeiten kann ich sagen, dass Gerald Wieser eine echte Autorität auf diesem Gebiet ist. Ganz abgesehen davon war er ja auch mein Gegenüber beim Schreiben Buches „Ich worshippe jetzt“, in dem ebenfalls ein Kapitel zu diesem Thema zu finden ist. Und so war es auch ein sehr inspirierendes Seminar, in dem die Formen des Redens Gottes zunächst biblisch fundiert dargestellt und aus dem Blickwinkel des neuen Bundes der Gnade beleuchtet wurden, bevor wir gemeinsam einige praktische Übungen durchführten, die bei den Teilnehmern die Gewissheit des direkten Redens Gottes zu uns mit teils überraschenden Bestätigungen festigen konnten.

Besonders die Erkenntnis, dass jeder, der sein Leben in die Hände Jesu gelegt hat, auch in der Lage ist, seine Stimme zu hören, war für alle Teilnehmer sehr ermutigend. Gerade für Worshipmusiker ist dies ein wirklich relevantes Thema! Stell dir vor, Gott will eine Veranstaltung, in der du die Anbetung leitest, auf eine ganz bestimmte Art segnen, und du hörst, wie er das vorher zu dir sagt! Welchen Segen könntest du freisetzen! Und dabei ist es im Prinzip so einfach, weil Gott unsere Phantasie nutzt, um mit Bildern und Visionen, mit Bibeltexten und Liedern oder einfach auf die für uns perfekte Art und Weise zu reden. Gott will uns ermutigen! Er liebt uns, und sein Reden steht nie im Widerspruch zum Evangelium. Das können wir leicht prüfen und deshalb brauchen wir uns auch nicht davor zu fürchten. Gerald schlug vor, Jesus zu fragen: „wo willst du mich treffen?“ und dann in Gedanken mit ihm an diesen Ort zu gehen. Dort kannst du dich von ihm ermutigen lassen und in einen segensreichen Dialog eintreten.

Ich möchte dich heute ermutigen, es einfach auszuprobieren. Wenn du Zweifel hast, kannst du bei einem erfahrenen Beter um Rat fragen. Mit der Zeit wirst du eine gewisse Übung darin bekommen, und diese Gespräche werden dein Leben bereichern.

Unser Dank gilt Gerald Wieser für diese tolle Veranstaltung. Wir hoffen, dass sie noch in vielen Gemeinden durchgeführt werden wird.

Komm zur Ruhe!

Komm zur Ruhe!

Wie der Friede zu den Füßen Jesu neue Möglichkeiten schafft.

2019 ist für mich in jeder Hinsicht ein sonderbares Jahr. Immer wieder war ich voller Tatendrang, wurde dann aber im Gebet von Gott ermutigt, alle Aktivitäten einzustellen, um einfach in seine Gegenwart zu kommen. Dabei gibt es so viele Dinge die man logischerweise tun könnte und die vielleicht auch von mir erwartet werden. Oft gehen wir davon aus, dass Gott uns besondere Begabungen geschenkt hat, damit wir sie auch so oft wie möglich einsetzen. Hast du dich eigentlich auch schon mal gefragt, wieso so viele Aktivitäten in christlichen Gemeinden zwar vielversprechend starten, am Ende aber doch ins Leere laufen oder höchstens minimale Auswirkungen haben?

Darüber konnte ich in der Sommerpause gelegentlich nachdenken. Ich stolperte über das Buch „facing the wall“ von Don Potter, der beschreibt, wie Gott ihn als Worshipleiter von der Bühne rief, um ganz alleine in seine Gegenwart zu kommen. Obwohl die Veranstaltungen, die er leitete, lebendig zu sein schienen, war die Anbetung teilweise mehr Performance, als der Wille Gottes gewesen. Zuhause begann Potter über Monate, Gottes Gegenwart intensiver zu erleben. Er ließ seiner Liebe zu Jesus freien Lauf, wurde dabei geistlich erneuert. Plötzlich spürte er eine göttliche Salbung, bestimmte Dinge im Einklang mit Gott zu tun. Das wirkte sich massiv auf die Resultate seines Dienstes aus. Seit dem ist ihm klar, dass er nicht mehr bereit ist, etwas aus eigenem Antrieb zu tun, wenn er nicht sicher die Salbung des Heiligen Geistes dafür auf sich spürt.

Um zu verstehen, wann wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort das Richtige tun, müssen wir zuerst ganz persönliche Gemeinschaft mit Gott haben. Er will uns aufbauen und ausrüsten, damit wir seinen Willen konkret ausführen können. Der Heilige Geist will uns anleiten und motivieren, die Stimme des dreieinigen Gottes intensiver und deutlicher zu hören. Für Paulus war das ein ganz natürlicher Prozess, der ihn zuweilen auf den Missionsreisen abrupte Kursänderungen machen ließ. Diese Haltung scheint uns wie auch Paulus ständig in riskante Situationen zu bringen, in denen wir verletzlich wirken und alleine auf Gott hoffen und vertrauen können. Und genau da will Gott uns segnen, wenn wir keinen alternativen Plan im Gepäck haben.

Heidi Baker beschreibt in einem Buch, wie sie sich in einer verzweifelten Situation befand und bei Gott um Hilfe rief. In einer Vision zeigte er ihr drei verschlossene Türen. Sie bekam die Schlüssel zu den ersten beiden Räumen, in denen sich gute Gaben für einen übernatürlichen und vollmächtigen Dienst befanden. Der Heilige Geist sagte, dass er selbst entscheide, wann und ob sie diese Schlüssel bekommen werde. Die dritte Tür war so niedrig, dass Baker auf die Knie gehen musste. Annähernd liegend wurde sie selbst zum Schlüssel und kroch in die Kammer, in der Jesus saß und auf sie wartete. Dort, zu seinen Füßen, empfand sie einen unglaublichen Frieden und die Liebe Jesu, von der sie niemals mehr weggehen wollte. Jesus ermutigte sie, die „Braut“ zur Hochzeitsfeier zu führen und wieder zu ihm zurück zu kommen. Sie beschreibt, dass sie im Geist jeden Tag neu in diese Kammer geht, beschenkt wird und voller Kraft ausführen kann, was der Heilige Geist ihr zeigt.

Wie wäre es, wenn wir nur noch die Dinge tun würden, die Gott uns konkret zeigt. Ich meine hier eben nicht alle Dinge, die irgendwo in der Bibel für gut befunden werden (was sie natürlich auch sind), sondern nur das, was Gott gerade für mich davon auswählt. Natürlich könnte es sein, dass unsere eigenen Pläne davon durchkreuzt werden, wir nicht als Superstar wahrgenommen werden und wir nicht immer aus einer Atmosphäre der Sicherheit heraus agieren können. Sicher werden Menschen versuchen, uns zu anderen Aktivitäten zu bewegen, sie werden uns auch einmal nicht verstehen oder gar verurteilen. Und doch ist die Einheit der Christen für Gott sehr wichtig und er wird gnädig sein und diejenigen zusammen führen, die auf sein Wort vertrauen.

Ich bin jedenfalls heute sehr ermutigt, nicht mehr loszurennen und mit guten Absichten blinden Aktionismus zu betreiben, sondern auch zur Ruhe zu kommen – zu den Füßen Jesu. Dort will ich nicht meine guten Gelegenheiten verstreichen lassen, sondern ihn mit meinem Instrument loben und ehren, ihm aber auch zuhören und lernen, mit seinen Augen zu sehen und seinen Ohren zu hören. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir damit seine Reich und seine Herrlichkeit viel intensiver auf dieser Erde erleben werden. Ich liebe es, für unseren Papa-Gott, Jesus und den Heiligen Geist Gitarre zu spielen und zu singen. Lasst uns das ruhig auch gemeinsam tun. Zurzeit versuchen meine Frau und ich das so oft wie möglich gemeinsam umzusetzen. Gerade dabei spricht er so intensiv zu uns. Gott hatte mir zu Beginn des Jahres den Begriff „prophetic worship“ zugeflüstert. Das drückt es wohl gut aus, darin will ich wachsen und 100-fache Früchte ernten. Ich wünsche dir auf deiner persönlichen Reise die Fülle seines Segens!

Einheit durch Anbetung

Einheit durch Anbetung

Erlebe wie der Friede Jesu das Zusammenleben beflügelt

Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“ (Joh 17,20-21)

Im WorshipNetzwerk machen wir zurzeit die Erfahrung, dass Musiker der verschiedenen Denominationen zusammenkommen und in großer Einheit Gott anbeten. Wir konnten feststellen, dass die Streitpunkte verschiedener Kirchenwerke und Traditionen eigentlich prozentual kaum ins Gewicht fallen, und dafür die gemeinsame Schnittmenge überwältigend groß ist. Wenn wir singen „Jesus be the center of my life“ oder „Sei du der Mittelpunkt in meinem Leben“, spüren wir, wie diese gemeinsame Flamme beginnt zu lodern. Wir alle haben die gleiche Hoffnung, weil wir bedürftig und auf die Gnade Jesu angewiesen sind. Er hat uns freigesetzt, echtes Leben zu genießen. Deshalb wollen wir Loblieder singen – mit Jung und Alt aus allen Denominationen und Konfessionen!

Echter Friede ist nur bei Gott zu finden und Jesus sagte, dass er uns seinen Frieden zurücklässt (siehe Joh 14,27). Wir können Konzepte schreiben und Programme durchführen, werden aber ohne seine Hilfe niemals diesen Frieden erfahren. In seinem Frieden verbirgt sich keine Drohung, Anklage oder Forderung, weil Gott in allem aus vollkommener Liebe handelt! Jesus war innerlich permanent mit dem Vater verbunden und nahm sich bewusst Zeiten für den Dialog im Gebet. Aus dieser Einheit schöpfte der Mensch Jesus seinen Frieden. Mit der Kraft des Heiligen Geistes konnte er diese Liebe weitergeben, Menschen wurden heil und ihr Leben wendete sich zum Guten.

Paulus beschreibt im Bild von der Gemeinde als „Leib Christi“ (siehe Eph 4,14-16) die Unterschiedlichkeit der einzelnen Körperteile, die von Jesus als dem Haupt zusammengehalten werden. Wenn wir von uns weg auf Jesus hin schauen, werden wir auf wundersame Weise erleben, wie sich unser Leben verändert – zum Guten hin! Gestern hatten wir eine bewegende Worshipzeit im WorshipNetzwerk. Im zwanglosen gemeinsamen Musizieren und Anbeten wuchs die Liebe zu Jesus und die gegenseitige Hochachtung. Du kannst alle Belastungen, die dich im Alltag so quälen, einfach am Kreuz Jesu abladen, die Anbetung der anderen ermutigt dich, einen Schritt weiter zu gehen – im Vertrauen auf Gott. Und dann spürst du sie auch immer mehr, diese Einheit.

Wir brauchen zuerst Einheit mit Jesus, dann kommt die Einheit der Christen von selbst. Vor einiger Zeit habe ich einen Liedtext geschrieben, der sich mit dieser Einheit auseinandersetzt. Hier ist ein kurzer Auszug:

Ich bin mit Dir im Einklang – Du bist mit mir verwoben – weil ich nicht mehr anders sein kann – fühl mich zu Dir hin gezogen – Du malst den Regenbogen – und adelst mich mit Dir – ich kann nicht aufhör‘n Dich zu loben – Dein Reich ist jetzt schon hier

Du liebtest mich bevor ich war – kennst meine Träume, jedes Haar – hast alle Schönheit selbst gemacht – und dabei stets an uns gedacht – genießt es, wenn ich bei dir bin – gibst meinem Leben einen Sinn – die Heiligkeit ist dein Gewand – du übersteigst meinen Verstand  

Ich wünsche dir dieses Eingewoben-Sein in Jesus und spreche es dir im Namen Jesus zu! Lass dich im gemeinsamen Worship zum Herzen Jesus hinziehen, er wird dir mit seiner Liebe begegnen!

I can only imagine

I can only imagine

Während der bewegende Kinofilm die Geschichte des von seinem Vater misshandelten Bart Millard erzählt und das gleichnamige autobiographische Buch zusätzlich spannende authentische Hintergrundinformationen bietet, kommen mir bei diesem tollen Lied immer wieder Gedanken über Anbetung in den Sinn. In der Gegenwart Jesu zu sein beinhaltet eine derartige Fülle von Glanz und Freude, von Liebe und Schönheit, dass alles scheinbar Bedeutsame dadurch in den Schatten gestellt wird. Was ist die richtige Reaktion auf seine Gegenwart? Diese Frage sollten wir uns auch in unseren Worshipzeiten im Hier und Jetzt stellen. Was bewegt uns dazu, Gott anzubeten und was hält uns davon ab? Anbetung wird in der Bibel zum ersten Mal erwähnt, als Adam und Eva erkannten, wie gnädig Gott mit ihnen umging, obwohl sie ihm gerade den Rücken zugekehrt hatten, ihr Erstgeborener seinen jüngeren Bruder umgebracht hatte, und alles aus den Fugen geraten zu sein schien. Dann schenkte Gott ihnen noch einen Sohn, Set. Es war die pure Gnade Gottes, sie weiterhin zu segnen, als sie begannen ihn anzubeten (siehe 1Mo 4,25-.26). Anbetung ist von Beginn an die Reaktion auf das gnädige Handeln Gottes. Er hatte schon damals ihre Vorstellung gesprengt, weil er sie trotzdem und immer noch lieben konnte.

Bart Millard konnte zusehen, wie sein Vater von einem Monster in eine liebende Person verwandelt wurde, einfach durch die Gegenwart Gottes. Er selbst wurde herausgefordert, seinem Vater zu vergeben, bevor er dieses besondere Lied schreiben konnte. Wenn wir vergeben, lassen wir los. Schuld, egal ob wir sie begehen oder Menschen an uns schuldig werden, kann uns auf verschiedene Weise gefangen halten. Jesus ist mitsamt all unserer Schuld einen schrecklichen Tod am Kreuz gestorben. Es gibt keinen Grund mehr, dass wir uns von Schuld binden lassen. In Matthäus 18,18-20 steht: „Ich sage euch: Alles, was ihr auf der Erde binden werdet, wird im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein. Und noch etwas sage ich euch: Wenn zwei von euch hier auf der Erde darin eins werden, um etwas zu bitten – was immer es auch sei –, dann wird es ihnen von meinem Vater im Himmel gegeben werden. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ Als ich zuhause unseren ersten gemeinsamen Lobpreisabend des Worshipnetzwerks im Gebet vorbereitete, führte mir Gott plötzlich eine Reihe von Personen vor Augen. Ich sah Situationen, die teils viele Jahre zurücklagen, in denen Menschen an mir schuldig geworden waren. Dann hörte ich: „Du solltest ihnen jetzt vergeben“. Ich war zuerst erschrocken, weil mir nicht klar war, dass ich nicht vollständig vergeben hatte. Ich brauchte eine Weile und dankte Gott auch dafür, dass er meine eigene Schuld vergeben hatte. Das machte mich wirklich frei, ihn anzubeten.

Die Gnade Jesu sprengt auch heute immer wieder unsere Vorstellungskraft. In ihr können wir echte Freiheit und Freude erleben. Sie befähigt uns wirklich zu lieben und anzubeten. Anbetung beginnt immer bei Jesus. Ich freue mich darauf, eines Tages zu erleben, wie Worship vor dem realen Thron Gottes stattfindet! So lange das noch nicht der Fall ist, freue ich mich darüber, dass wir in der Anbetung auch hier schon stückweise erleben dürfen, mit welcher Liebe und Fülle uns Gott begegnen will. Anbetung bringt Menschen zusammen, welche Unterschiede sie sonst auch trennen mögen. In der Anbetung werden wir EINS mit Jesus und untereinander. Halleluja!!!

I Can Only Imagine

I can only imagine
What it will be like
When I walk
By your side

I can only imagine
What my eyes will see
When your face
Is before me
I can only imagine

Surrounded by Your glory, what will my heart feel
Will I dance for you Jesus or in awe of you be still
Will I stand in your presence or to my knees will I fall
Will I sing hallelujah, will I be able to speak at all
I can only imagine


I can only imagine
When that day comes
And I find myself
Standing in the Son

I can only imagine
When all I will do
Is forever
Forever worship You
I can only imagine

Surrounded by Your glory, what will my heart feel
Will I dance for you Jesus or in awe of you be still
Will I stand in your presence or to my knees will I fall
Will I sing hallelujah, will I be able to speak at all
I can only imagine

I can only imagine I can only imagine
When all I will do
Is forever, forever worship you

I Can Only Imagine Übersetzung

Ich kann höchstens erahnen,
wie es sein könnte,
wenn ich geh
neben dir.

Ich kann höchstens erahnen,
was ich sehen werd,
dein Gesicht
direkt vor mir.
Ich kann’s höchstens erahnen.

Von deinem Glanz umgeben, was fühlt mein Herz dann?
Bin ich still noch vor Ehrfurcht oder fang zu tanzen an?
Werd ich aufrecht vor dir steh‘n, oder knie ich vor dir?
Sing ich laut Halleluja oder fehlt die Stimme mir?
Ich kann’s höchstens erahnen.


Ich kann höchstens erahnen,
wenn der Tag kommt,
und ich sehe mich
neben Jesus steh’n.

Ich kann es höchstens erahnen,
wie es dann sein wird
wenn auf ewig
ich dich anbeten werd.
Ich kann’s höchstens erahnen.

Von deinem Glanz umgeben, was fühlt mein Herz dann?
Bin ich still noch vor Ehrfurcht oder fang zu tanzen an?
Werd ich aufrecht vor dir steh‘n, oder knie ich vor dir?
Sing ich laut Halleluja oder fehlt die Stimme mir?
Ich kann’s höchstens erahnen.

Ich kann es nur erahnen, ich kann’s höchstens erahnen,
wie es dann sein wird
wenn auf ewig ich dich anbeten werd.

In Autorität anbeten

In Autorität anbeten

Wir können seit Jesu Tod und Auferstehung den Schritt durch den zerissenen Vorhang gehen und als seine Priester, ja sogar als seine königlichen Söhne und Töchter, vor seinem Thron anbeten. Im Worship zeigt sich Jesu gewaltiger und endgültiger Sieg, und wir dürfen dankbar loben und mutig proklamieren, damit „Sein Licht“ die Finsternis vertreibt. Durch verschiedene Eindrücke im Gebet führte mich Gott zu zwei Liedtexten von Eva-Maria Spangenberg. Sie war Teil der Erweckungsbewegung in Herrnhut und leitete auch nach Zinsendorfs Tod gemeinsam mit ihrem Mann die Arbeit an. Auch wenn wir hier alte deutsche Sprache vorfinden, glaube ich doch, dass wir den Inhalt dieser Liedverse neu für uns wiederentdecken sollten. Lies selbst:

Maria Spangenberg (und Esther Grünbeck): Nun hab ich mein Kleid

1. Nun hab ich mein Kleid! Mein Herz ist erfreut: Denn Nichts ist so schön. Ach, helft mir doch den, der’s gegeben erhöh’n!

2. Mein Elend war groß, ich lag nackt und bloß im eigenen Blut. Ihn jammert’s. Wie ist doch der Heiland so gut!

3. Er sah(e) mich an, der treu(e)ste Mann. „Was lieg(e)st du da? Ich schenk dir das Leben“. Das Leben, ach ja!

4. Ich lebe; allein, wie werd‘ ich nun rein? „Fass fröhlichen Mut(h); ich wasche dich mit meinem eigenen Blut“.

5. Mit Blut? 0h, mein Lamm! Treib(e)t dich auch die Flamm‘ der Liebe so weit? „Ja wohl! Ich werde dir selber zum Kleid“.

6. Zum Kleid? 0h, mein Licht! Das glaub ich fast nicht. Doch alles Geschicht: Ich glaube es, was mir die Wahrheit verspricht.

7. Es ist schon gescheh‘n; könnt ihr es nicht sehen? Oh, herrliche Zier! Gewisslich die Sonne, die schämt sich vor mir.

8. Dem Duell alles Lichts, dem gleich(e)t ja nichts. Er ist es allein, und vor ihm verdunkelt der hell(e)ste Schein.

9. War Salomon’s Pracht aufs Höchste gebracht; behielt doch die Blum‘ im Felde vor all‘ seiner Schönheit den Ruhm.

10. Doch sieh(e) dich um: Kann wohl eine Blum‘ so wunderschön sein, als der mich bekleidet, mein Heiland? Ach nein!

11. Es blink(e)t der Schnee, die Augen t(h)un weh vom glänzenden Licht! Doch meines Kleid‘s Schönheit begreif(e)t man nicht.

12. Die Engel sind schön, die vor dem Herrn steh’n; ihr Kleid ist wie Licht: Allein meine Klarheit erreichen sie nicht.

13. Wem bin ich denn gleich im himmlischen Reich? Dem Königssohn, dem Bräutigam der Seelen im göttlichen Thron.

14. Ich scheue mich nicht beim schärfsten Gericht; denn in meinem Kleid bin ich meinem Richter ein‘ ewige Freud.

15. Der Teufel entflieht, sobald er mich sieht. Er lieb(e)t die Nacht, ihn schreckt meines Kleides hellleuchtende Pracht.

16. Die Engel sind da, sie bleiben mir nah‘ und dienen mir gern; sie seh’n mich bekleidet mit Christo, dem Herrn.

17. Nun acht‘ ich nicht mehr die weltliche Ehr, sie ist mir ein Tand (leeres Geschwätz); denn ich bin mit Christo, dem Herren, verwandt.

18. Sei innig gepreist, Gott, Heiliger Geist, dass du mich gelehrt, wie freundlich sich Jesus zu Stäub(e)lein kehrt.

Eva Maria Spangenberg: Gott, Heiliger Geist, sei innig gepreist

1. Gott, Heiliger Geist, sei innig gepreist, dass du mich gelehrt, wie freundlich sich Jesus zu Stäub(e)lein kehrt.

2. Mit welcher Geduld und Gnade und Huld hat er mich geführt! So, dass sich mein Denken darüber verliert,

3. Und’s Auge, wenn’s tränt, den, der mich versöhnt, nur dankbar anblickt, indem sich die Seele im Staub vor ihm bückt.

4. Ich Asche und Erd‘. Was bin ich doch wert? Nichts an mir ist gut, Als was das Blut Jesu selbst wirket und tut.

5. Wie hat er so lieb! Ach Gott, welch ein Trieb von Liebe und Gnad‘ ist der, so ihn für mich in den Tod gebracht hat!

6. Wie dank‘ ich’s ihm nun? Was soll ich ihm tun? Oh, dass ihm zu Ehr’n all meine Blutstropfen (Gedanken, Begierden) geheiligt wär’n!

Hier noch einige Verheißungen der Bibel für dich!

2. Kor 5,17 (NGÜ)

Vielmehr ´wissen wir`: Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen!

Eph 2,6 (NGÜ)

Zusammen mit Jesus Christus hat er uns vom Tod auferweckt, und zusammen mit ihm hat er uns schon jetzt einen Platz in der himmlischen Welt gegeben, weil wir mit Jesus Christus verbunden sind.

1Joh 4,16 (NGÜ)

Und ´noch etwas gibt uns die Gewissheit, mit Gott verbunden zu sein:` Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt, und haben dieser Liebe unser ganzes Vertrauen geschenkt. Gott ist Liebe, und wer sich von der Liebe bestimmen lässt, lebt in Gott, und Gott lebt in ihm.

Gal 2,20 (NGÜ)

Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir. Und solange ich noch dieses irdische Leben habe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mir seine Liebe erwiesen und sich selbst für mich hingegeben hat.

Röm 5,1 (SLT)

Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm [zur] Gerechtigkeit Gottes würden.

Eph 2,18 (NGÜ)

Denn dank Jesus Christus haben wir alle – Juden wie Nichtjuden – durch ein und denselben Geist freien Zutritt zum Vater.

1Petr 2,9 (NGÜ)

Ihr jedoch seid das ´von Gott` erwählte Volk; ihr seid eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk, das ihm allein gehört und den Auftrag hat, seine großen Taten zu verkünden – die Taten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.

2Kor 1,21-22 (NGÜ)

Gott selbst ist es, der uns zusammen mit euch ´im Glauben` an Christus, ´seinen Gesalbten,` festigt. Er hat uns alle gesalbt ´und damit in seinen Dienst gestellt`; er hat uns auch sein Siegel aufgedrückt ´als Bestätigung dafür, dass wir jetzt sein Eigentum sind`, und hat uns seinen Geist ins Herz gegeben als Unterpfand und Anzahlung ´für das, was er uns noch schenken will`.

1 Kor 3,16

Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel Gottes seid und dass Gottes Geist in eurer Mitte wohnt?

Phil 4,13

Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.