Wie man bereit wird zu gehen – Vision 2022

Wie man bereit wird zu gehen – Vision 2022

Gottes Willen tun, wenn die Welt in Aufruhr ist – (nach Jes 6,8)

Ein weiteres Jahr beginnt nun also, und die Erwartungen von uns Menschen gehen gefühlt weiter auseinander, als je zuvor. Allem Anschein nach hat sich die Menschheit in so vielen verschiedenen individuellen Wahr- und Unwahrheiten verstrickt, dass auch Kompromisse nicht mehr einfach zu erzielen sind. Darf ich persönlich werden? Wo stehst du gerade? Kannst du vielleicht einmal für einen kleinen Moment innehalten und eine Standortbestimmung bezüglich deiner persönlichen Situation, deiner Träume und Ziele machen? Welche Wahrheiten hast du im Fokus? Wovon bist du überzeugt? Wie zufrieden bist du gerade und was ermutigt dich?

Wir haben uns als Ehepaar am 1. Januar gleich morgens zusammen gesetzt und Gott gefragt, welche Wahrheiten er uns über unsere drei Kinder zeigen möchte, um sie damit segnen zu können. Dabei hat jeder selbst gebetet und gehört (ja, Gott antwortet, wenn wir mit ihm reden) und wir haben uns anschließend ausgetauscht. Es war sehr ermutigend, zu sehen, wie sich unsere starken Eindrücke deckten und ergänzten. Also haben wir das über ihnen proklamiert und ihnen als Sprachnachricht geschickt. In diesem Zusammenhang ist mir wieder einmal klar geworden, dass es nur eine einzige Wahrheit gibt. Wir kennen den, der sie uns zeigen kann, wie gut ist das eigentlich?!

Also habe ich mich hingesetzt und Gott, unsern Papa, gebeten, mir eine klare Richtung für dieses Jahr 2022 zu geben. Mit „mir“ meine ich zuerst einmal mich persönlich und uns als Ehepaar. Immer mehr wurde mir aber klar, dass ich diese Gedanken auch teilen sollte.  Am Anfang hatte ich den Eindruck, ich solle Gott nach Bibelstellen fragen. Schließlich ist sein Wort die Wahrheit! Ich hörte dann im Gebet immer eine konkrete Stellenangabe, die ich aus dem Kopf natürlich nicht ganz genau zuordnen konnte. Diese Bibelstellen habe ich dann zusammengetragen. Zu meiner Begeisterung kam ein spannender roter Faden zum Vorschein. Während eines Gebetsspaziergangs hörte ich dann „Let’s just take it slow!“. Das kam aus heiterem Himmel. Ich kannte diese Zeile zwar aus einem Lied, hatte aber den Eindruck, Gott will mir damit etwas Besonderes zeigen. Im anschließenden Dialog kristallisierten sich 7 solcher Schlagsätze heraus (interessanterweise auf Englisch), die ich wie eine Anleitung für gelingendes Leben im Jahr 2022 von Gott annehmen möchte. Alles steht unter dem Motto:  „for greater things are yet to come!“

Im Folgenden habe ich die von Gott gehörten Bibelstellen und die Schlagsätze, was beides, wie konnte es anders sein, erstaunlich gut zueinander passte, aufgeschrieben und in eine bestimmte Reihenfolge gebracht. Es ist dabei wichtig, dass die Reihenfolge nicht zufällig ist, jeder Punkt aber auch völlig losgelöst in sich Sinn ergibt. Ich bin überzeugt davon, dass Gott große Dinge für uns vorbereitet hat in 2022. Vielleicht lässt du dich kurz mitnehmen in diese segensreichen Worte.

In Kursivschrift findest du die Bibeltexte, deren Textstelle ich hörte. Fett gedruckt sind dann die Schlagsätze, die ich exakt so hörte. In Normalschrift habe ich die Erklärung an die Schlagsätze angehängt, so wie ich es in dem Moment, als ich es hörte, verstanden habe. Ich starte mit einem Bibelvers, der ein Ziel für unser 2022 sein könnte, wie es zu dem Motto (and greater things are yet to com, greater things are still to be done in this city) passt. Du musst einfach deinen Namen anstatt David einsetzen und überlegen, was deine einzunehmende Burg ist:

Aber David nahm die Burg Zion ein; das ist die Stadt Davids. (2 Sam 5,7)

Worship the Lord! – handle aus einer Haltung der Anbetung und Liebe heraus!

Kommt, lasst uns anbeten und uns beugen, lasst uns niederfallen vor dem HERRN, unserem Schöpfer! Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die Schafe seiner Hand. (Ps 95,6-7)

Aber alle, die auf den Herrn vertrauen, (auf ihn warten, hoffen und alles von ihm erwarten)  bekommen immer wieder neue Kraft, es wachsen ihnen Flügel wie dem Adler. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und brechen nicht zusammen. (Jes 40,31)

Let’s just take it slow! – nimm Fahrt heraus, halte inne und tritt zuerst in die Gegenwart Gottes ein!

Denn alle werden sich freuen, die auf dich vertrauen; ewiglich werden sie jubeln, denn du wirst sie beschirmen; und fröhlich werden sie sein in dir, die deinen Namen lieben! (Ps 5,12-13)

Get over it! – schließe mit negativen Erfahrungen der Vergangenheit ab, denke nicht mehr darüber nach und rede nicht mehr darüber! Gott hat dich neu gemacht und nennt dich sein Kind!

All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden. Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott. (Joh 1, 12-13)

Take it easy! – entwickle Nehmerqualitäten, indem du die Identität und Segnungen, die Jesus für dich vorgesehen hat, im Glauben entgegennimmst.

So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war — weil es durch das Fleisch kraftlos war —, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. (Rö 8,1-4)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. (Joh 14,12-14)

Play it by ear! – höre Gottes Stimme, bevor du handelst!

Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. (Joh 10,14-16)

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht… (Ps 95,8)

Just do it! – warte im Gebet, bis Gott dir einen klaren Auftrag gibt, und dann mache einfach, was er sagt – zum Segen für viele!

Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! (Eph 5,8)

Denn der Geist, den Gott uns gegeben hat, macht uns nicht zaghaft, sondern er erfüllt uns mit Kraft, Liebe und Besonnenheit. (2Tim 1,7)

Be grounded on His word! – mache das Wort Gottes zu deinem Maßstab!

Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus! Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht. Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod! Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! (Off 12,10-12)

Ich hoffe, diese einzelnen Schritte können dir helfen, im Jahr 2022 tief in Gottes Wahrheit einzutauchen. Wir sind in einer Zeit, in der wir darauf angewiesen sind! Solltest du keine Erfahrungen mit Hörendem-Gebet haben, kannst du gerne auf unserer Homepage nach Artikeln zum Stichwort „Gebet“ suchen. In meinem Buch „Ich worshippe jetzt!“ habe ich ebenfalls etwas dazu geschrieben, oder du nimmst gerne einfach Kontakt mit uns auf. Es ist ein zentrales Tool für unser Leben im Geist, jeder kann das! Solltest du positive Erfahrungen mit einem oder mehreren der Punkte sammeln, wäre ich dir sehr dankbar, wenn du sie mit uns teilst. Deine persönliche Ermutigung könntest du auf diesem Weg nutzen, um viele andere Christen zu ermutigen.

Ein segensreiches und in diesem Sinne erfolgreiches Jahr 2022,  Christan

Echte Freundschaft mit Gott

Echte Freundschaft mit Gott

Die Bewegung hin zu diesem Artikel begann damit, dass unsere Tochter Antonia, die gerade im zweiten Jahr in Redding/California an der „BSSM“ studiert, die Inspiration bekam, mir ein bestimmtes Buch mit in den Sommerurlaub bei uns zuhause in Deutschland zu bringen. Es heißt „Gods best friend“ von Gabriel Lopez. Was der Autor auf wenigen Seiten mit unglaublicher Ehrlichkeit beschreibt, sind Stationen eines normalen Lebens voll von Sehnsüchten und Anforderungen mit erschütternden Erlebnissen, schwindender Hoffnung, kompensierendem Aktionismus und dem Schritt hinein in echte Freiheit. Lopez erlebt und erfährt, wie Jesus sich nach einem persönlichen Dialog mit ihm sehnt. Dabei wird sein Herz in der Zweisamkeit derart verwandelt, dass eine echte Freundschaft entsteht. Nicht nur sieht er viel mehr, wie sehr Gott seine Bedürfnisse und Träume kennt, liebt und sich darum sorgt, er lernt auch, Gottes Sehnsüchte zu sehen und beginnt auf einem völlig neuen Level zu leben.

Gleichzeitig hörte ich auf meinen Autofahrten ein Fantasy-Hörbuch, in dem die Hauptfigur, ein über alle Maßen begabter und bewunderter Mann Gottes plötzlich direkt zu Gott geführt wird und sich damit seine komplette Wahrnehmung von Gott, sich selbst, der Welt und damit auch sein gesamtes Leben verändert. Er hatte permanent sein ganzes Wollen und Tun unter die Herrschaft von Halbwahrheiten gestellt und konnte deshalb, trotz aller Heldentaten, keinen Frieden finden und auch keine echten Durchbrüche erleben. Anstatt den Schein einer schillernden Persönlichkeit aufrecht zu erhalten, lebte er nun sich selbst in der engen Freundschaft mit Gott. Das brachte nicht nur ihm die Freiheit, sondern auch vielen anderen. (Brent Weeks, Lichtbringer Saga). „Jetzt komm mir nicht mit einem Fantasy-Roman!“, denkst du jetzt vielleicht. Wenn du aber gerade im Dialog mit Gott bist, und über die Freundschaft mit ihm redest und dir dann in einem Hörbuch-Roman genau dies beispielhaft beschrieben wird, wirst du bestimmt auch hellhörig. Ich jedenfalls war plötzlich hellwach.

Zu guter Letzt fiel mir Heidi Bakers Buch „Birthing the miraculous“ in den Blick, in dem sie ebendies auf ihre Weise beschreibt. Sie sagt darin, dass man an den Früchten erkennen kann, ob man seine wahre Berufung lebt. Fehlen die Früchte, dann fehlt uns auch die Intimität mit Gott, der uns in die Berufung hinein führen will. Dort, in der Stille, lebt sie persönlich eine Liebesbeziehung mit Jesus. Früchte sind dabei nicht im Fokus, sondern es geht zu allererst um die Liebe zu Gott. Alles andere ist erst mal nebensächlich. Aus dieser Beziehung heraus wirkte Gott die erstaunlichsten Dinge durch Heidi Bakers Hände. Sie würde niemals einen Dienst ausüben, für den sie im Dialog mit Gott keinen Zuspruch erhalten und keinen Frieden empfunden hat. Baker musste erhebliche Risiken und Gefahren in Kauf nehmen, einfach um ihrer Beziehung treu zu bleiben. Und Gott hat sie immer wieder über alle Maßen gesegnet. Konzepte und Programme mögen in gewissem Umfang funktionieren, eine Verwandlung in die Person, die Gott in uns sieht, geschieht erst in der Stille mit ihm und dann werden die Früchte sich multiplizieren.

Freundschaft beruht dabei immer auf Gegenseitigkeit und beginnt damit, Zeit für Gott zu haben. Mir ist klar geworden, dass in der Betriebsamkeit dieser Zeit oftmals nur so wenig Zeit für die Zweisamkeit mit Gott übrig bleibt. Selbst wenn wir sie rein rechnerisch hätten, würden soziale Medien, Internet, Hobbies, Dienste in der Gemeinde, Treffen, und sämtliche andere „freiwillige“ Verpflichtungen uns doch schnell von Gott ablenken. In letzter Zeit wurden meine Frau und ich recht regelmäßig abwechselnd mitten in der Nacht wach. Manchmal schien es, als würde Jesus schon darauf warten, dass wir dann, anstatt zu schlafen, Ruhe und Zeit für ihn finden.

Fällt es dir auch manchmal schwer, befreundeten Menschen, die Gott vielleicht persönlich nie so intim erlebt haben, von der Relevanz einer „Zeit der Stille“ mit Gott zu berichten. Wirken wir dann faul, wenn wir nicht jede freie Minute unseres Lebens im Garten, am Haus oder sonst wo werkeln? Kennst du das, wenn dich eine innere Unruhe antreibt und du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst, Gott persönlich zu begegnen? Und überhaupt, müssen wir uns nicht sogar manchmal dafür rechtfertigen, wenn wir Gott als derart reale Persönlichkeit darstellen, mit der wir nicht nur reden (hier gesteht man uns ja zumindest einen psychologischen Effekt zu), sondern eine Person, die uns auch antwortet und die wir aus tiefstem Herzen lieben können? Ja, das hat der Feind ziemlich geschickt eingefädelt! Er hat die Existenz dessen, der ihm so weit überlegen ist, einfach in Frage zu gestellt, damit Menschen die Wahrheit über diesen Gott erst gar nicht erfahren. Doch er kann uns dabei nur irritieren, wenn wir ihm die Macht in unserem Leben dazu einräumen. Es wird Zeit, dieses STOP-Schild aufzustellen. Wir sollten STOP zu Ablenkungen, undefinierbaren Gefühlen, schrägen Gedanken, ja sogar zu manchen Träumen sagen, damit wir die Gedanken und Träume Gottes in unser Leben aufnehmen können, die uns wirklich frei machen sollen.

Manche Angewohnheiten haben ihren Ursprung in weit entfernten Situationen, die uns gar nicht mehr bewusst sind. Vorletzte Woche hatte ich die Möglichkeit, einen Tag alleine auf Wanderung zu gehen. Ich brauche manchmal Zeiten der Einsamkeit, und das weiß meine Frau sehr genau. Sie achtet auf mich und schickt mich auch schon mal los. Das ist so schön. Sie ist die beste Frau der Welt! Jedenfalls habe ich, auch auf ihr anraten hin, einige Fragen mitgenommen, die ich mit Gott besprechen wollte. Er hat mich in längst vergangene Zeiten geführt, in denen ich schlechte Erlebnisse hatte. Dort wollte er seinen Frieden hineinsprechen, damit ich Menschen vergeben konnte und ein Heilungsprozess in mir beginnen konnte. Das wirkt sich auf meine Verhaltensweisen aus, Schritt für Schritt.

Es spielt für Gott keine Rolle, welche Stärken und Schwächen du mitbringst, schließlich hat er dich erschaffen und findet dich deshalb ganz genau richtig. Was, wenn Gott sich einfach nur danach sehnt, dich zum Freund, zur Freundin zu haben? Ich habe es mit unterschiedlichsten Christen zu tun. Die einen sind topaktuell gestylt und haben eine super lässige Sprache, sodass sie schnell Bewunderung finden, während andere äußerlich von ihrem Leben gezeichnet sind. Für Gott spielt nur der Zustand ihres Herzens eine Rolle. Liebst du ihn? Interessierst du dich in deinen Gesprächen mit ihm auch für ihn? Bist du gerne mit ihm zusammen? Zieht es dich in diese Zeiten der Zweisamkeit hinein? Natürlich ist Gott vielschichtiger als wir, besteht er doch alleine schon aus drei Personen, die sich zwar perfekt ergänzen und abstimmen, uns aber im Dialog schon auch ins Schwimmen bringen können. Wenn wir uns aber erst einmal darauf einlassen, werden wir feststellen, dass Gott uns immer so begegnet, wie es gerade gut für uns ist. Beginne damit, mit Jesus zur reden, stelle ihn dir vor, wie er zu dir kommt. Zu anderen Zeiten sprichst du vielleicht zum Vater oder dem Heiligen Geist, der ja der Geist Christi und der Geist des Vaters ist.

Oft haben wir so viel damit zu tun, uns gegenseitig zu bewerten, andere zu beeindrucken oder einfach nur gut zu funktionieren, gerade in diesem digitalen Gemeinde-Zeitalter, dass wir völlig vergessen, wie Gott in Präsenz des Heiligen Geistes in uns lebt. Eigentlich ist dieser Dialog ja völlig unproblematisch. Wir müssen nicht wie die Priester im Volk Israel fürchten, dass wir gleich tot umfallen, weil wir irgendwelche Vorschriften nicht richtig beachtet haben. Gott sieht uns als Söhne und Töchter, als gerechte Heilige und eben als Freunde an. Er steht vor unserer Tür und klopft an, nicht dass er es eigentlich nötig hätte, es ist eine Geste seiner überschäumenden Freude und Liebe zu uns. Er wartet darauf uns von innen heraus zu heiligen. Wieviel fruchtbarer könnten wir Christen in dieser Welt agieren, wenn wir anstatt unserer tollen Programme und Konzepte einfach der Gegenwart und dem Rat Gottes einen höheren Stellenwert in unserem Leben einräumen würden?

Jeder Christ sollte in diesem Sinne ein „Worshipper“ sein, weniger auf der großen Bühne, als im stillen Kämmerlein. Dort passiert das, was uns letzten Endes Siege und Früchte einfahren lässt. Und von dort aus kann man dann auch die Bühne, die Gott uns zeigt sorglos betreten, weil er unsere Werke bereits vorbereitet hat. Ich wünsche mir für mein persönliches Leben diese Tiefe in der Beziehung mit Gott, wie sie Mose hatte, diese Ruhe im Hören auf ihn, wie manche die Apostel, diese Leidenschaft in der Liebe zu ihm und das Durchhaltevermögen, seinen Zeitpunkt abzuwarten. Ich will lernen, immer mehr von mir vor ihm abzulegen, damit das, was er mir davon zurückgibt, seine Handschrift des Neuen Bundes trägt. Ich will Jesus so gerne in dieser Welt verkörpern, ganz wie er beschrieben hat, das er ausschließlich das tat, was er zuvor den Vater im Geist ausführen sah. Sein Gebet war es, in gleicher Weise in uns leben zu können, wie der Vater in ihm, sodass wir allezeit perfekt mit Gott im Einklang sein könnten. Klingt das überzeugend? Zum Glück habe ich eine Ehefrau, die das auch persönlich und gemeinsam mit mir leben möchte. Gerade haben wir festgestellt, dass wir uns ja eigentlich schon sehr lange gegenseitig beste Freunde sind. Wie viel genialer ist dann diese Freundschaft, wenn wir Jesus im Zentrum haben. Es ist so wichtig, dass wir uns damit nicht auf eine Insel verkriechen. Gegenseitige Ermutigung durch Zeugnisse und gemeinsamen Gebets und Worshipzeiten, oder vielleicht im Abendmahl sind nicht zu ersetzen. Auch wir müssen uns öfters mal dazu durchringen, weil irgendwie alles Mögliche passiert, damit es nicht dazu kommt.

Ich höre jetzt auf zu schreiben, schnappe mir meine Gitarre und singe ihm, meinem außergewöhnlichen, himmlischen besten Freund, die Lieder, die er in mir inspiriert hat. Später versuche ich eine Gebetszeit mit meiner Frau zu finden, in der wir gemeinsam in die Gegenwart Gottes eintauchen können. Unsere Kleingruppe, die wir in der Gemeinde leiten, soll das nächste Feld sein, usw. Was hast du heute noch so vor? Ich lade dich ein, dich in Gottes Gegenwart zu begeben. Wenn es dich inspiriert, mach dir eine Worship-Playlist an oder gehe an einen besonderen Ort. Strecke dich mit allen Sinnen nach Gott aus. Er liebt es, wenn du dich auf ihn freust! Rede nicht nur, höre auch, Gott spricht zu dir! Er will dich ermutigen. Lerne ihn besser kennen, indem du dir Bibeltexte zeigen lässt. Es ist das Beste, was du mit deiner Zeit anfangen kannst! Gute Erfahrungen kannst du gerne auch in die Kommentare posten. Bis bald,

Christian

Erhöhe dein Drehmoment Teil 2

Erhöhe dein Drehmoment Teil 2

Die 4 Takte des geistlichen Motors

In diesem Video gehe ich noch einmal genauer auf die im vorherigen Video “Erhöhe dein Drehmoment” beschriebenen 4 Takte des Ottomotors ein und deute es für unser geistliches Leben. Nach der bildlichen Erklärung versuche ich, etwas Leben in die Prinzipien zu bringen. Es geht um Tanken, Arbeitstemperatur, Zündung und Abgase, die uns weiter in unsere Berufung und in ein glückliches und gesegnetes Leben hinein befördern. Ich beschreibe dabei persönlichen Erfahrungen und die anderer Personen, um Begrifflichkeiten und Vorgehensweisen verständlicher zu machen. Viel zu oft lassen wir uns von unbekannten Dingen abschrecken, weil wir nicht genau verstanden haben, was gemeint war. Mein Wunsch ist es, dass wir aus den verschiedenen Denominationen zusammenkommen, die Scheu verlieren und voneinander profitieren können. Es ist Zeit für einen einheitlichen und kraftvollen Leib Christi. Lass dich mitnehmen in ein Leben in tiefer Gemeinschaft mit Gott. Gib Anbetung den Raum im Zentrum deines Lebens!
Viel Spaß damit!

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten

Nach einer längeren Pause melde ich mich aus dem Worshipnetzwerk zurück. Sorry für die Pause! Gott hat die Zeit genutzt, um meinen Blick in eine bestimmte Richtung zu lenken. Das hat mein persönliches Leben stark beeinflusst und könnte als Ermutigung für deines dienen. Ab Januar werde ich diese Gedanken hier auf der Seite teilen. Bis dahin wäre es toll, wenn du dieses Video als weihnachtlichen Gruß annehmen würdest! Auf einer kleinen Wanderung hatte ich den Eindruck, ich soll kurze Videosequenzen mit meinem Smartphone aufnehmen. Schnell einen Ausschnitt aus meinem alten Lied “Psalm 23” mit der Akustikgitarre instrumental in den Looper gespielt – fertig. Es ist also keine Hollywoodproduktion aber absolut ehrlich gemeint! Vielen Dank für jeden Kontakt und dein Engagement in 2020. Es bedeutet mir sehr viel, mit Anbetern gemeinsam unterwegs zu sein. Ich hoffe wir können das im kommenden Jahr zeigen.

Bis dahin, Christian

Mit Gott reden

Mit Gott reden

Gebet, das für dich und Gott schön ist

Viele von uns haben in ihrer Kirche, wenn es ums Beten ging, Bibelverse wie: „Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wir für dich sorgen“ (Ps 55,23 SLT) gelernt. Das ist ein wunderbarer Vers, weil er die Güte Gottes zu uns aufzeigt. Ich selbst habe in der Vergangenheit die verschiedensten Methoden ausprobiert, wie ich möglichst effektiv und strukturiert Anliegen vor Gottes Thron bringen kann, damit sein Reich hier auf Erden sichtbar wird.

Zu leicht passiert es aber dabei, dass wir uns unheimlich stark auf die Anliegen fokussieren, seien sie nun unsere persönlichen Wünsche und Träume oder auch die fürsorglichen Bitten für unsere Mitmenschen. Je mehr wir uns auf die Sorgen und Nöte konzentrieren, desto weniger richtet sich unsere Aufmerksamkeit aber auf den, zu dem wie sie bringen wollen.

Zu wem reden wir den jetzt eigentlich? Die Bibel sagt, dass wir durch den Heiligen Geist, im Namen und der Autorität Jesu, zum Vater reden können. Natürlich besteht die Dreieinigkeit aus drei einzelnen Personen, die sich immer hundertprozentig im Einklang befinden und trotzdem verschiedene Persönlichkeiten haben. Vielleicht hast du dir auch schon darüber Gedanken gemacht, wie du Gott in einer bestimmten Situation anreden sollst. Mir ist irgendwann aufgefallen, dass ich in jeder möglichen Situation zu Jesus kommen kann. Er liebt es, wenn ich bewusst zu ihm komme, Zeit mit ihm verbringe, seinen Rat einhole und ihn einfach anbete. Dabei hilft es mir, wenn ich ihm einen Ort in meinen Gedanken anbiete und mir vorstelle, Jesus ganz real zu treffen. Obwohl wir ihn nicht sehen können, ist Jesus doch in Wirklichkeit da. Es macht einen gewaltigen Unterschied für mein Gebet aus, ob ich Gemeinschaft mit Jesus habe, auch wenn es in meiner Phantasie ist, oder eine Liste mit Anliegen einfach ins Nichts hineinsage.

Etwas komplexer ist dann die Vorstellung vom Vater und dem Heiligen Geist. Schließlich waren sie niemals in menschlicher Gestalt unterwegs. Und doch sind sie Persönlichkeiten mit Emotionen und einer überschwänglichen Liebe zu uns, davon haben wir ja zuletzt auch schon gesprochen. Der Vater, der alle Dinge aus purer Liebe zu uns geplant hat, liebt es auch unbeschreiblich, wenn wir diese Liebe erwidern. Deswegen fordert Jesus ja auch seine Jünger auf, zum Vater zu beten und ihn zu ehren. Und was den Heiligen Geist angeht, er hat es auf sich genommen, die Dreieinigkeit in uns zu präsentieren. Dabei geht er selbstlos vor und überbringt immer die Botschaft Jesu, lenkt unseren Blick auf ihn hin und hilft uns im Alltag Anteil an der göttlichen Herrlichkeit zu bekommen.

Ich habe mir deswegen angewöhnt, zuerst genau zu überlegen, an wen ich mich mit meinem Thema zuerst wenden sollte. Wenn ich z.B. Gott für das vollbrachte Werk an Ostern danken möchte, spreche ich direkt zu Jesus. Wenn ich dagegen Weisheit für eine bestimmte Situation benötige, wende ich mich an den Heiligen Geist, der ja auch Geist der Wahrheit oder Geist Christi genannt wird. Er wohnt in uns, um uns zu lehren, anzuleiten und zu trösten. Zum Vater hin sollte sich aber auch unser Lob richten, der uns erschaffen und erwählt hat und jeder Zeit Ausschau nach uns hält. Es gibt natürlich Momente, in denen ich auch zur gesamten Dreieinigkeit spreche, z.B. wenn ich die Schöpfung bewundere, die sie ja als Team erschaffen haben.

Wichtig für das Gebet ist auf jeden Fall, dass wir eine konkrete Vorstellung von unserem Gegenüber haben, weil unsere Gedanken damit weg von den Anliegen hin zu Gott wandern. Anstatt uns in Sorgen, Nöten und Wünschen zu verlieren, sollten wir uns vielmehr im dreieinigen Gott verlieren, der alleine weiß, was wir wirklich brauchen. Ihm ging es schon immer in erster Linie um die Gemeinschaft mit uns. Nur deswegen ist Jesus Mensch geworden, hat sich verspotten und misshandeln und zuletzt sogar töten lassen. Nur dadurch konnte der Heilige Geist in uns einziehen, um in uns zu leben und immer direkten Zugang zur Gemeinschaft mit Jesus und dem Vater zu ermöglichen. Er spricht zu uns in den Worten Jesu, der zur Rechten des Vaters auf dem Thron sitzt. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich unser Gebet in erster Linie mit dem dreieinigen Gott beschäftigen sollte. In der Gegenwart Gottes werden wir in den Bereich seiner Heiligkeit gezogen und jeden Tag ganz neu mit Gerechtigkeit, Frieden und Freude erfrischt (siehe Rö 14,17).

Erst nach der frischen Begegnung mit Gott, sind wir wirklich in der Lage, zur richtigen Zeit am richtigen Ort das Richtige zu tun. Der Heilige Geist lebt in uns, zu unserem Segen in der Gemeinschaft mit Gott, aber er kommt auch auf uns, um seine vorbereiteten Werke an anderen Menschen zu vollbringen. Aufgeladen mit der göttlichen Liebe können wir den Segen einfach durch und hindurch fließen lassen.

Während mein Gebet ein „sich Hinwenden zu Gott“ und „gelebte Liebe zu Gott“ ist, werden mir die Sorgen von den Schultern genommen, die Gott sowieso schon kennt. Er freut sich, wenn ich sie ihm dankbar anvertraue. Anschließend habe ich die Gnade, in der Autorität Jesu zu einem Problem zu sprechen. Hinter jedem Problem steht auch eine negative geistliche Autorität, deshalb spreche ich sozusagen mit dem Problem über Gott! Ich gebe mich auf diese Weise als Kind Gottes und Nachfolger Jesu zu erkennen. Die Reaktion des Feindes kann man ja in der Bibel immer wieder sehen: Flucht und Unterwerfung. Das ist meiner Meinung nach der richtige Weg, um Problemen zu begegnen: Wir bekennen wer und wie Gott ist und rufen seinen bereits errungenen Sieg über unserem Leben aus!

Wie könnte jetzt also Gebet ganz praktisch aussehen? Wenn ich bete, zieht es mich zu dem Gott hin, den ich liebe! Ich rate deshalb immer zunächst einmal dazu, sich in Gedanken auf ihn einzulassen. Das könnte ein „sich in der Phantasie mit Jesus an meinem Lieblingsort treffen“ sein, wie ich es zuvor beschrieben habe. Wenn du dir seiner Gegenwart bewusst bist, sag‘ ihm einfach, wie sehr du ihn liebst und was er dir bedeutet. Gott liebt es über die Maßen, wenn er uns seine Gegenwart spüren lassen kann. Dabei geht es dann nicht um äußere Wunderwirkungen und Zeichen, sie sind vielmehr die Begleiterscheinung seiner Gegenwart. Es geht Gott zuerst um unseren inneren Frieden, die Freude und Liebe. Je tiefer du in seine Gegenwart eintauchst, desto mehr wirst du diesen Strom des Glücks spüren können. Darauf kannst du dann in deiner Art reagieren. Aber selbst wenn du einmal nichts spüren kannst, weil der Feind irgendeine Barriere vor dir aufgebaut hat, kannst du dir seiner Gegenwart bewusst sein. Er steht dir zur Seite, das ist nicht von Gefühlen abhängig. Und doch, die manifeste Gegenwart Gottes ist, wenn er uns mit unseren Sinnen erkennen und spüren lässt, dass er da ist.

Was ich sagen will, ist, dass Gebet hoch emotional ist! Natürlich dürfen wir Gott auch unsere Not schildern. So macht man das eben bei Personen, die man liebt. Aber wir schauen nicht auf die Probleme, wir schauen auf Jesus, der am Kreuz schon alle Segnungen für uns freigesetzt hat. Auch David hat Klagepsalme verfasst. Er hörte aber normalerweise nicht auf zu singen, bevor sein Herz wieder voller Hoffnung war, weil er Gott kannte. Wieviel mehr sollten wir diese Hoffnung in uns tragen, wo doch der Heilige Geist, der Geist Christi, in uns wohnt!

Lass dich einladen zu einem Leben, das die Gemeinschaft mit Gott in Gebet und Anbetung als Substanz, ja, als Motor hat. Du wirst sehen, wie die Güte Gottes dir auf Schritt und Tritt folgt. Natürlich, da ist ein Feind in dieser Welt, der uns das Leben schwer machen möchte. Aber Jesus hat diesen Feind und die Welt, in der er regiert, bereits überwunden! Halleluja! Beten ist Einheit mit dem Sieger!