In Gottes Gegenwart Heilung empfangen

In Gottes Gegenwart Heilung empfangen

Die unsichtbare Welt ist in Aufruhr!  Regelmäßig nehmen meine Frau und ich derzeit an sogenannten weltweiten „Online-Prayer-Meetings“ teil, die eine solche Kraft freisetzen. Neben der erneuten Welle der Gnade, die wir seit ein paar Jahren auf der ganzen Welt erleben dürfen, und als Folge davon scheint Gott eine Welle der Heilung über die ganze Welt schwappen zu lassen. „Global Awakening“ und „Go2020“ haben diesen Mai als „month of miracles“ ausgerufen. Glaubst du, dass Jesus heute noch heilen möchte?

Im Worship singen wir Lieder zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Immer wenn es uns gelingt, über den technischen Aspekt des Singens und Spielens hinauszukommen, hat Gott die Möglichkeit, mit seiner Gegenwart auf uns zu kommen. Bitte versteh mich nicht falsch: Ich glaube auch, dass seit dem Moment, in dem ich Jesus mein Leben übergab, der Heilige Geist in mir wohnt und ich gerettet und gerecht bin. Seit meiner Taufe im Heiligen Geist hat eine zusätzliche Aktivierung stattgefunden und ich konnte einige Gaben und Früchte des Geistes in meinem Leben bestaunen. Und dann gibt es immer wieder diese Momente, in denen der Heilige Geist „auf“ uns kommt, damit wir anderen dienen können. Worship ist für mich dabei die Konstante im Prozess. Gott thront über den Lobgesängen seines Volkes, weshalb Anbetungsmusik eine derartige Kraft in sich tragen kann. Obwohl wir Gott segnen und ehren wollen, segnet er uns auch zurück, wow!

In Apostelgeschichte 10,38 wird sehr kompakt berichtet, wie Jesus die Gegenwart des Heiligen Geistes scheinbar permanent auch auf sich hatte: „38 Jesus von Nazaret wurde von Gott mit dem Heiligen Geist gesalbt und mit Kraft erfüllt und zog dann im ganzen Land umher, tat Gutes und heilte alle, die der Teufel in seiner Gewalt hatte; denn Gott war mit ihm.“ (NGÜ) Das beschreibt im Grunde ebenso seinen Auftrag an die Jünger: „Geht und verkündet: ›Das Himmelreich ist nahe.‹ 8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus. Was ihr umsonst bekommen habt, das gebt umsonst weiter.“ (Mt 10,7-8 NGÜ).

Ich teile nicht die Meinung mancher Theologen, dass dies nur für die 12 Jünger vorgesehen war. Schon in der Bibel werden wir eines Besseren belehrt. War doch z.B. Paulus keiner der 12 Jünger, obwohl er all die Dinge bewirkte. Er wirkte in der Autorität Gottes und wurde anschließend auch noch von den Aposteln bestätigt. Die Wirkungsgeschichte der Christenheit zeigt zudem, es passierte immer, und Gott heilt auch heute noch. Ich selbst wurde erwiesenermaßen von einem Bandscheibenvorfall geheilt, neben den vielen kleinen Heilungen, die wir regelmäßig  in der Familie erleben dürfen. Auch wurden Menschen schon durch mein Gebet oder Handauflegung geheilt. Einmal heilte der verstauchte Knöchel meiner Frau schon, bevor ich ihn richtig berühren konnte spontan. Das macht mich immer noch froh, weil ich nichts dazutun konnte. Es war Jesus! Doch das könnte durchaus noch häufiger passieren. Das hat meinen Durst geweckt! Ich will einfach mehr von dir, Jesus, in meinem Leben. Heiliger Geist, deine Kraft hat eine solche Schönheit, eine Freude und einen Frieden, dass ich deine Präsenz auf mir immer stärker erleben möchte! Der Auftrag Jesu reicht bis an die Enden der Erde, hinein in alle unerreichten Völker, er ist noch nicht erfüllt. Und das erreichen wir auch nur aus der Gnade heraus, mit der Jesus uns gerecht gemacht hat.

Dieser eine Bibelvers, macht mich seit Jahren nachdenklich: „12 Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird die Dinge, die ich tue, auch tun; ja er wird sogar noch größere Dinge tun. Denn ich gehe zum Vater, 13 und alles, worum ihr dann in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters offenbart wird. 14 Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet, werde ich es tun.«“ (Joh 14,12-14, NGÜ)

Wir müssen verstehen, Jesus ist ewiger Gott, der aber auf der Erde als hundertprozentiger Mensch agierte. Er war ebenso auf den Heiligen Geist angewiesen wie wir. Er tat ausschließlich, was er den Vater tun sah, so sehr besteht die göttliche Einheit (siehe Joh 5,19-20). Das ist der Grund, wieso wir so dringend vollmächtiges Gebet und Einheit mit Jesus brauchen! Das was Jesus von uns verlangt ist nicht weniger als „das Unmögliche“. In einer tiefen und intimen Beziehung mit Jesus, dem Vater und dem Heiligen Geist, werden wir immer wieder dafür ausgerüstet. Jesus hat bereits alles vollbracht, was wir benötigen, jetzt sollen wir uns von ihm segnen lassen. Und dazu sind Worshipzeiten perfekt geeignet. Wenn Gott mit uns unterwegs ist, sind übernatürliche Ereignisse einfach der Ausdruck seiner Gegenwart und seiner Gerechtigkeit. Er zeigt uns immer mehr, wie er ist, gerade so viel, wie wir verkraften können. Frucht entsteht einfach, sie wird nicht herausgepresst. In der Anbetung kommen wir in Übereinstimmung mit Gott und seiner Wahrheit. Wir tauchen in seine Liebe ein und öffnen unsere Hände.

Wie Jesaja schon prophezeite:  „Fürwahr, er hat unsere Krankheit [oder auch Leiden] getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. 5 Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.“ (Jes 53,4-5, SLT). Letzte Woche schickte mein Freund Carlos einen Bericht einer jüdischen Lehrerin herum, die in diesen alten jüdischen Schriften des Propheten Jesaja entdeckte, dass Jesus tatsächlich der versprochene Retter ist. Sie übergab ihm ihr Leben, Halleluja!

Die Frage ist: Glaubst du, dass Gott heute noch heilen möchte? Glaube ist der Schlüssel zu diesem Bankschließfach des Heiligen Geistes. Als ein Vater auf Jesus zu kam und sagte, wenn du es kannst, heile meinen Sohn, antwortete Jesus, „du sagst, wenn du es kannst?“. „Glaubst du es eigentlich? Im Glauben und der engen Beziehung zu Jesus lässt Gott uns an seinem Willen teilhaben, so unglaublich das auch scheinen mag. Glaube ist keine Theologie und auch kein Ausdruck unseres Willens. Er ist die Übereinstimmung mit Seinem Willen. Die Antwort dieses Vaters ist Mut machend: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“. Glaube ist eine Gabe Gottes. Für uns geht es einfach darum, uns auf den Heiligen Geist einzulassen, der Gott in perfekter Weise hier auf der Erde repräsentiert. Er will uns anleiten, ermutigen, trösten.

Anstatt Gott ständig vorzuschreiben, was und wie er etwas jetzt gerade tun sollte, könnten wir auch einfach anfangen, auf seinen Ratschlag zu hören. Der Heilige Geist will uns Worte der Erkenntnis geben, die den Glauben bei Menschen zum Empfangen der Heilung freisetzen. Er zeigt uns wen er auf welche Weise heute berühren und heilen möchte. Ist das nicht großartig? Ich möchte nicht länger theologisieren, wieso eines meiner Gebete nicht spontan Wirkung gezeigt hat. Zu heilen ist Gottes Aufgabe! Ich gehe hin und sage, was ich ihn sagen höre. Seit über einem Jahr bete ich regelmäßig für einen Freund, der im Rollstuhl sitzt für Heilung. Er ist Christ und wünscht sich nichts sehnlicher. Er kam bereits zu Worshipveranstaltungen, bei denen viele vollmächtige Beter ihm die Hände auflegten. Bisher hat sich aber nichts entscheidend verändert. Das ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass Gott Heilung für ihn möchte! So lese ich das in der Bibel. Die Antwort auf dieses vermeintliche Dilemma ist Liebe! Liebe die Menschen und Liebe Gott und liebe dich selbst! Jesus heilte alle, die zu ihm kamen. Also beten wir einfach weiter. Manchmal müssen wir uns gegenseitig ermutigen, ok. Eines Tage werden wir dann ein Fest feiern. Wie ich mir da sicher sein kann? Ich kenne Jesus und ich liebe ihn!

Wenn du bis hierher durchgehalten hast, diesen Artikel zu lesen, scheint dir wirklich etwas daran zu liegen, dass Gott in deinem Leben mehr Raum einnimmt, du Heilung empfangen kannst und Gott durch deine Hände, Worte, Lieder oder vielleicht sogar deinen Schatten Heilung freisetzen kann. Ich bete, dass Er eine neue Welle der Heilung freisetzt. Ich bete, dass Worshipzeiten Seine Gegenwart so stark auf uns ziehen, dass Heilung einfach so geschieht. Ich bete für eine neue Salbung auf deinem und meinem Leben! Vielleicht nimmst du dir einen Moment Zeit und lädst den Heiligen Geist ein, ganz neu und kraftvoll in deinem Leben wirksam zu werden. Nimm die Bereiche, in denen du Heilung benötigst und lege sie vor seinem Kreuz ab. Nimm Heilung bewusst in Anspruch, im Namen Jesu, der dich so sehr liebt! Wenn du eine tolle Begegnung mit Gott hattest, schreibe doch bitte einen Kommentar oder eine Email. Das würde uns sehr ermutigen.

Gruß, Christian

Komm zur Ruhe!

Komm zur Ruhe!

Wie der Friede zu den Füßen Jesu neue Möglichkeiten schafft.

2019 ist für mich in jeder Hinsicht ein sonderbares Jahr. Immer wieder war ich voller Tatendrang, wurde dann aber im Gebet von Gott ermutigt, alle Aktivitäten einzustellen, um einfach in seine Gegenwart zu kommen. Dabei gibt es so viele Dinge die man logischerweise tun könnte und die vielleicht auch von mir erwartet werden. Oft gehen wir davon aus, dass Gott uns besondere Begabungen geschenkt hat, damit wir sie auch so oft wie möglich einsetzen. Hast du dich eigentlich auch schon mal gefragt, wieso so viele Aktivitäten in christlichen Gemeinden zwar vielversprechend starten, am Ende aber doch ins Leere laufen oder höchstens minimale Auswirkungen haben?

Darüber konnte ich in der Sommerpause gelegentlich nachdenken. Ich stolperte über das Buch „facing the wall“ von Don Potter, der beschreibt, wie Gott ihn als Worshipleiter von der Bühne rief, um ganz alleine in seine Gegenwart zu kommen. Obwohl die Veranstaltungen, die er leitete, lebendig zu sein schienen, war die Anbetung teilweise mehr Performance, als der Wille Gottes gewesen. Zuhause begann Potter über Monate, Gottes Gegenwart intensiver zu erleben. Er ließ seiner Liebe zu Jesus freien Lauf, wurde dabei geistlich erneuert. Plötzlich spürte er eine göttliche Salbung, bestimmte Dinge im Einklang mit Gott zu tun. Das wirkte sich massiv auf die Resultate seines Dienstes aus. Seit dem ist ihm klar, dass er nicht mehr bereit ist, etwas aus eigenem Antrieb zu tun, wenn er nicht sicher die Salbung des Heiligen Geistes dafür auf sich spürt.

Um zu verstehen, wann wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort das Richtige tun, müssen wir zuerst ganz persönliche Gemeinschaft mit Gott haben. Er will uns aufbauen und ausrüsten, damit wir seinen Willen konkret ausführen können. Der Heilige Geist will uns anleiten und motivieren, die Stimme des dreieinigen Gottes intensiver und deutlicher zu hören. Für Paulus war das ein ganz natürlicher Prozess, der ihn zuweilen auf den Missionsreisen abrupte Kursänderungen machen ließ. Diese Haltung scheint uns wie auch Paulus ständig in riskante Situationen zu bringen, in denen wir verletzlich wirken und alleine auf Gott hoffen und vertrauen können. Und genau da will Gott uns segnen, wenn wir keinen alternativen Plan im Gepäck haben.

Heidi Baker beschreibt in einem Buch, wie sie sich in einer verzweifelten Situation befand und bei Gott um Hilfe rief. In einer Vision zeigte er ihr drei verschlossene Türen. Sie bekam die Schlüssel zu den ersten beiden Räumen, in denen sich gute Gaben für einen übernatürlichen und vollmächtigen Dienst befanden. Der Heilige Geist sagte, dass er selbst entscheide, wann und ob sie diese Schlüssel bekommen werde. Die dritte Tür war so niedrig, dass Baker auf die Knie gehen musste. Annähernd liegend wurde sie selbst zum Schlüssel und kroch in die Kammer, in der Jesus saß und auf sie wartete. Dort, zu seinen Füßen, empfand sie einen unglaublichen Frieden und die Liebe Jesu, von der sie niemals mehr weggehen wollte. Jesus ermutigte sie, die „Braut“ zur Hochzeitsfeier zu führen und wieder zu ihm zurück zu kommen. Sie beschreibt, dass sie im Geist jeden Tag neu in diese Kammer geht, beschenkt wird und voller Kraft ausführen kann, was der Heilige Geist ihr zeigt.

Wie wäre es, wenn wir nur noch die Dinge tun würden, die Gott uns konkret zeigt. Ich meine hier eben nicht alle Dinge, die irgendwo in der Bibel für gut befunden werden (was sie natürlich auch sind), sondern nur das, was Gott gerade für mich davon auswählt. Natürlich könnte es sein, dass unsere eigenen Pläne davon durchkreuzt werden, wir nicht als Superstar wahrgenommen werden und wir nicht immer aus einer Atmosphäre der Sicherheit heraus agieren können. Sicher werden Menschen versuchen, uns zu anderen Aktivitäten zu bewegen, sie werden uns auch einmal nicht verstehen oder gar verurteilen. Und doch ist die Einheit der Christen für Gott sehr wichtig und er wird gnädig sein und diejenigen zusammen führen, die auf sein Wort vertrauen.

Ich bin jedenfalls heute sehr ermutigt, nicht mehr loszurennen und mit guten Absichten blinden Aktionismus zu betreiben, sondern auch zur Ruhe zu kommen – zu den Füßen Jesu. Dort will ich nicht meine guten Gelegenheiten verstreichen lassen, sondern ihn mit meinem Instrument loben und ehren, ihm aber auch zuhören und lernen, mit seinen Augen zu sehen und seinen Ohren zu hören. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir damit seine Reich und seine Herrlichkeit viel intensiver auf dieser Erde erleben werden. Ich liebe es, für unseren Papa-Gott, Jesus und den Heiligen Geist Gitarre zu spielen und zu singen. Lasst uns das ruhig auch gemeinsam tun. Zurzeit versuchen meine Frau und ich das so oft wie möglich gemeinsam umzusetzen. Gerade dabei spricht er so intensiv zu uns. Gott hatte mir zu Beginn des Jahres den Begriff „prophetic worship“ zugeflüstert. Das drückt es wohl gut aus, darin will ich wachsen und 100-fache Früchte ernten. Ich wünsche dir auf deiner persönlichen Reise die Fülle seines Segens!