In Gottes Gegenwart Heilung empfangen

In Gottes Gegenwart Heilung empfangen

Die unsichtbare Welt ist in Aufruhr!  Regelmäßig nehmen meine Frau und ich derzeit an sogenannten weltweiten „Online-Prayer-Meetings“ teil, die eine solche Kraft freisetzen. Neben der erneuten Welle der Gnade, die wir seit ein paar Jahren auf der ganzen Welt erleben dürfen, und als Folge davon scheint Gott eine Welle der Heilung über die ganze Welt schwappen zu lassen. „Global Awakening“ und „Go2020“ haben diesen Mai als „month of miracles“ ausgerufen. Glaubst du, dass Jesus heute noch heilen möchte?

Im Worship singen wir Lieder zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Immer wenn es uns gelingt, über den technischen Aspekt des Singens und Spielens hinauszukommen, hat Gott die Möglichkeit, mit seiner Gegenwart auf uns zu kommen. Bitte versteh mich nicht falsch: Ich glaube auch, dass seit dem Moment, in dem ich Jesus mein Leben übergab, der Heilige Geist in mir wohnt und ich gerettet und gerecht bin. Seit meiner Taufe im Heiligen Geist hat eine zusätzliche Aktivierung stattgefunden und ich konnte einige Gaben und Früchte des Geistes in meinem Leben bestaunen. Und dann gibt es immer wieder diese Momente, in denen der Heilige Geist „auf“ uns kommt, damit wir anderen dienen können. Worship ist für mich dabei die Konstante im Prozess. Gott thront über den Lobgesängen seines Volkes, weshalb Anbetungsmusik eine derartige Kraft in sich tragen kann. Obwohl wir Gott segnen und ehren wollen, segnet er uns auch zurück, wow!

In Apostelgeschichte 10,38 wird sehr kompakt berichtet, wie Jesus die Gegenwart des Heiligen Geistes scheinbar permanent auch auf sich hatte: „38 Jesus von Nazaret wurde von Gott mit dem Heiligen Geist gesalbt und mit Kraft erfüllt und zog dann im ganzen Land umher, tat Gutes und heilte alle, die der Teufel in seiner Gewalt hatte; denn Gott war mit ihm.“ (NGÜ) Das beschreibt im Grunde ebenso seinen Auftrag an die Jünger: „Geht und verkündet: ›Das Himmelreich ist nahe.‹ 8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus. Was ihr umsonst bekommen habt, das gebt umsonst weiter.“ (Mt 10,7-8 NGÜ).

Ich teile nicht die Meinung mancher Theologen, dass dies nur für die 12 Jünger vorgesehen war. Schon in der Bibel werden wir eines Besseren belehrt. War doch z.B. Paulus keiner der 12 Jünger, obwohl er all die Dinge bewirkte. Er wirkte in der Autorität Gottes und wurde anschließend auch noch von den Aposteln bestätigt. Die Wirkungsgeschichte der Christenheit zeigt zudem, es passierte immer, und Gott heilt auch heute noch. Ich selbst wurde erwiesenermaßen von einem Bandscheibenvorfall geheilt, neben den vielen kleinen Heilungen, die wir regelmäßig  in der Familie erleben dürfen. Auch wurden Menschen schon durch mein Gebet oder Handauflegung geheilt. Einmal heilte der verstauchte Knöchel meiner Frau schon, bevor ich ihn richtig berühren konnte spontan. Das macht mich immer noch froh, weil ich nichts dazutun konnte. Es war Jesus! Doch das könnte durchaus noch häufiger passieren. Das hat meinen Durst geweckt! Ich will einfach mehr von dir, Jesus, in meinem Leben. Heiliger Geist, deine Kraft hat eine solche Schönheit, eine Freude und einen Frieden, dass ich deine Präsenz auf mir immer stärker erleben möchte! Der Auftrag Jesu reicht bis an die Enden der Erde, hinein in alle unerreichten Völker, er ist noch nicht erfüllt. Und das erreichen wir auch nur aus der Gnade heraus, mit der Jesus uns gerecht gemacht hat.

Dieser eine Bibelvers, macht mich seit Jahren nachdenklich: „12 Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird die Dinge, die ich tue, auch tun; ja er wird sogar noch größere Dinge tun. Denn ich gehe zum Vater, 13 und alles, worum ihr dann in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters offenbart wird. 14 Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet, werde ich es tun.«“ (Joh 14,12-14, NGÜ)

Wir müssen verstehen, Jesus ist ewiger Gott, der aber auf der Erde als hundertprozentiger Mensch agierte. Er war ebenso auf den Heiligen Geist angewiesen wie wir. Er tat ausschließlich, was er den Vater tun sah, so sehr besteht die göttliche Einheit (siehe Joh 5,19-20). Das ist der Grund, wieso wir so dringend vollmächtiges Gebet und Einheit mit Jesus brauchen! Das was Jesus von uns verlangt ist nicht weniger als „das Unmögliche“. In einer tiefen und intimen Beziehung mit Jesus, dem Vater und dem Heiligen Geist, werden wir immer wieder dafür ausgerüstet. Jesus hat bereits alles vollbracht, was wir benötigen, jetzt sollen wir uns von ihm segnen lassen. Und dazu sind Worshipzeiten perfekt geeignet. Wenn Gott mit uns unterwegs ist, sind übernatürliche Ereignisse einfach der Ausdruck seiner Gegenwart und seiner Gerechtigkeit. Er zeigt uns immer mehr, wie er ist, gerade so viel, wie wir verkraften können. Frucht entsteht einfach, sie wird nicht herausgepresst. In der Anbetung kommen wir in Übereinstimmung mit Gott und seiner Wahrheit. Wir tauchen in seine Liebe ein und öffnen unsere Hände.

Wie Jesaja schon prophezeite:  „Fürwahr, er hat unsere Krankheit [oder auch Leiden] getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. 5 Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.“ (Jes 53,4-5, SLT). Letzte Woche schickte mein Freund Carlos einen Bericht einer jüdischen Lehrerin herum, die in diesen alten jüdischen Schriften des Propheten Jesaja entdeckte, dass Jesus tatsächlich der versprochene Retter ist. Sie übergab ihm ihr Leben, Halleluja!

Die Frage ist: Glaubst du, dass Gott heute noch heilen möchte? Glaube ist der Schlüssel zu diesem Bankschließfach des Heiligen Geistes. Als ein Vater auf Jesus zu kam und sagte, wenn du es kannst, heile meinen Sohn, antwortete Jesus, „du sagst, wenn du es kannst?“. „Glaubst du es eigentlich? Im Glauben und der engen Beziehung zu Jesus lässt Gott uns an seinem Willen teilhaben, so unglaublich das auch scheinen mag. Glaube ist keine Theologie und auch kein Ausdruck unseres Willens. Er ist die Übereinstimmung mit Seinem Willen. Die Antwort dieses Vaters ist Mut machend: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“. Glaube ist eine Gabe Gottes. Für uns geht es einfach darum, uns auf den Heiligen Geist einzulassen, der Gott in perfekter Weise hier auf der Erde repräsentiert. Er will uns anleiten, ermutigen, trösten.

Anstatt Gott ständig vorzuschreiben, was und wie er etwas jetzt gerade tun sollte, könnten wir auch einfach anfangen, auf seinen Ratschlag zu hören. Der Heilige Geist will uns Worte der Erkenntnis geben, die den Glauben bei Menschen zum Empfangen der Heilung freisetzen. Er zeigt uns wen er auf welche Weise heute berühren und heilen möchte. Ist das nicht großartig? Ich möchte nicht länger theologisieren, wieso eines meiner Gebete nicht spontan Wirkung gezeigt hat. Zu heilen ist Gottes Aufgabe! Ich gehe hin und sage, was ich ihn sagen höre. Seit über einem Jahr bete ich regelmäßig für einen Freund, der im Rollstuhl sitzt für Heilung. Er ist Christ und wünscht sich nichts sehnlicher. Er kam bereits zu Worshipveranstaltungen, bei denen viele vollmächtige Beter ihm die Hände auflegten. Bisher hat sich aber nichts entscheidend verändert. Das ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass Gott Heilung für ihn möchte! So lese ich das in der Bibel. Die Antwort auf dieses vermeintliche Dilemma ist Liebe! Liebe die Menschen und Liebe Gott und liebe dich selbst! Jesus heilte alle, die zu ihm kamen. Also beten wir einfach weiter. Manchmal müssen wir uns gegenseitig ermutigen, ok. Eines Tage werden wir dann ein Fest feiern. Wie ich mir da sicher sein kann? Ich kenne Jesus und ich liebe ihn!

Wenn du bis hierher durchgehalten hast, diesen Artikel zu lesen, scheint dir wirklich etwas daran zu liegen, dass Gott in deinem Leben mehr Raum einnimmt, du Heilung empfangen kannst und Gott durch deine Hände, Worte, Lieder oder vielleicht sogar deinen Schatten Heilung freisetzen kann. Ich bete, dass Er eine neue Welle der Heilung freisetzt. Ich bete, dass Worshipzeiten Seine Gegenwart so stark auf uns ziehen, dass Heilung einfach so geschieht. Ich bete für eine neue Salbung auf deinem und meinem Leben! Vielleicht nimmst du dir einen Moment Zeit und lädst den Heiligen Geist ein, ganz neu und kraftvoll in deinem Leben wirksam zu werden. Nimm die Bereiche, in denen du Heilung benötigst und lege sie vor seinem Kreuz ab. Nimm Heilung bewusst in Anspruch, im Namen Jesu, der dich so sehr liebt! Wenn du eine tolle Begegnung mit Gott hattest, schreibe doch bitte einen Kommentar oder eine Email. Das würde uns sehr ermutigen.

Gruß, Christian

CHALIL – Worship in der jüdischen Musik

CHALIL – Worship in der jüdischen Musik

Der Profi-Oboist Peter Müntel auf biblischer Spurensuche nach seinen instrumentalen Wurzeln

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich denn als klassischer Oboist zu israelischer Musik gekommen bin. Jetzt, nachdem ich über 40 Jahre im Berufsorchester gespielt habe und den Ruhestand genießen darf, kann ich ja mal ein paar Zeilen dazu schreiben.

Als Berufsmusiker, der schon mit 10 Jahren mit der Oboe begonnen hat, haut einem ja so leicht nichts mehr um. So viele Töne habe ich im Laufe meines fast 50 jährigen Musikerlebens schon gespielt. Aber immer wieder gibt es Momente die einem besonders bewegen:

Eines meiner eindrucksvollsten Klassik-Konzerte durfte ich nach dem Jahr 2000 in Israel erleben. Mit einem Barockensemble samt Kirchenchor aus dem Stuttgarter Gospelforum wurden wir für drei Konzerte von der Christlichen Botschaft in Jerusalem nach Israel eingeladen. Auf dem Programm stand Händels Messias. Es gehört schon zu den besonderen Erlebnissen eines Musikerlebens, dieses Werk in Israel spielen zu dürfen. Bei Händels weltberühmten „Halleluja“ stand im YMCA Theater Jerusalem plötzlich das gesamte Publikum auf und hob die Hände, Anbetung pur! Später gab es dann noch die  Arie: „Ich weiß dass mein Erlöser lebt“ (siehe Hiob 19,25) zu hören, das war unvergesslich. Als Zugabe spielten wir immer die Nationalhymne des Staates Israel, die Hatikva (Hoffnung), auch hier stand das komplette Publikum im Saal auf.

Gut kann ich mich auch noch an eine Begegnung in der Krypta, dem ältesten Teil des Bremer Domes, erinnern. Nach einem Klezmer-Konzert kam dort ein älterer Mann aus Israel sehr bewegt auf mich zu. Er nahm mich weinend in den Arm und berichtete mir, er sei zu dieser Zeit das erste Mal seit dem Holocaust wieder in Deutschland gewesen. Er war so dankbar, im heutigen Deutschland wieder auf jüdische Musik zu treffen. Das sind Momente, die bei mir ein Gänsehautgefühl erzeugen.

Vor ca. 30 Jahren wurden meine Frau und ich aktive Christen und begannen recht schnell unsere Gaben in verschiedenen Formationen der Lobpreisarbeit einzubringen.

Spannend war das Zusammentreffen von Popmusikern und einem „Klassiker“ wie mir. Zunächst war ich völlig überfordert, nach Leadsheets zu spielen, schließlich gab es da für mich nur einige harmonische Spielanweisungen. Ohne Noten war ich echt aufgeschmissen. Doch, es war sehr spannend, wie sich das Zusammenspiel dann weiterentwickelte.

Unser Freund, der E-Bassist Sigi Bohnert, wollte erfahren, wie man J. S. Bach mit seinem Instrument spielen kann, und mich interessierte die Improvisation. So haben wir uns im Keller seines Hauses getroffen und am Ende der Session die Ergebnisse aufgenommen. Sigi hatte Kontakt zu Andy Claus von „cap.music“ in Altensteig. Unsere Ergebnisse waren wohl recht gut. Andy rief einige Tage später an und fragte, wann wir zur Studio-Aufnahme kommen könnten. 

Und so haben wir unsere ersten CD´s aufgenommen, damals noch unter dem Namen INSPIRIT. Neben Lobpreistiteln gab es auch damals schon den einen oder anderen israelischen Titel. Zu dieser Zeit wurde ich neugierig, warum israelische Musik gerade mit der Oboe so gut klang. In den 90iger Jahren kam dann noch der Kontakt zum Dresdner Musikerkreis hinzu, einer super Truppe aus klassischen Musikern und Sängern der damals neuen Bundesländer, die sich über Jahre zur Musikerrüste in den christlichen Gästehäusern in der Rhön trafen. Dort bekamen meine Frau und ich viel Input zum Thema Israel.

Auf der Suche nach meinen instrumentalen Wurzeln wurde ich dann im Alten Testament fündig. Dort wird im Urtext immer wieder von einem Blasinstrument mit dem Namen CHALIL gesprochen. Martin Luther hatte dieses Instrument mit „Flöte“ übersetzt.

Zur Zeit der Bibel, dem antiken Israel, war die CHALIL eines der populärsten Instrumente im weltlichen wie auch im religiösen Leben. Die CHALIL wurde als ein anregendes Instrument angesehen und zum Ausdruck besonderer Freude und Fröhlichkeit gespielt, so zum Beispiel bei Hochzeiten oder öffentlichen Prozessionen der Pilger. Gleichzeitig wurde der Klang der CHALIL für den Ausdruck starker Trauer und Leidens genutzt und war etwa bei Beerdigungen zu hören.

In der Bibel finden wir genauere Angaben zur CHALIL z.B. in 1Sam 10,5 „einer Schar von Propheten begegnen, … und vor ihnen her Harfe und Tamburin und Flöte (Chalil) und Zither, und sie werden weissagen“ (ELB), 1Kö 1,40 „und das Volk blies mit Flöten (Schalmeien) und war sehr fröhlich, sodass die Erde von ihrem Geschrei erbebte“ (LUT) oder Jer 48,36 „klagt mein Herz über Moab wie Flötenklage (Schalmeien-Klage) (LUT)

Die Bauweise der CHALIL war ähnlich der griechischen AULOS oder der arabischen MUZMAR. Der Ton war scharf und penetrant. Man erzählte in überspitzem Sinne, wann immer die CHALIL im Tempel zu Jerusalem geblasen wurde, sei ihr Klang bis Jericho zu hören gewesen.

Somit lag es nahe, mich mit der Klezmer Musik auseinanderzusetzen. Klezmer gilt als die Festmusik der osteuropäischen Juden. Da aber jüdische Feste fast immer auch biblische Feste sind kommt man unweigerlich den alten Schriften, Liedern und Psalmen zur Zeit David näher. Mit dem aramäischen Wort „kley zemer“ verbindet sich die Vorstellung, der „Klezmer“ sei kein eigentlicher Musiker, sondern ein Werkzeug, durch das sich Gott direkt mitteilen kann.

Der ganze Mensch singt zur Ehre Gottes, etwa mit der Stimme aber auch mit seinem Instrument, das damit ein Musizierwerkzeug des Heiligen Geistes ist. Schauen wir in den Psalm 150, hier wird das ganz deutlich. Dieser Psalm beginnt mit „Halleluja“, das bedeutet wie wir alle wissen, Gott loben, ja sogar verschwenderisch das Lob Gottes ausschütten. „Lobet den HERRN in seinem Heiligtum, für seine Taten, in seiner großen Herrlichkeit“. Aber womit? Mit einer Vielzahl von Instrumenten wie Pauken, Posaunen, Saiten und Chalil/Pfeifen, und natürlich Gesang: „Alles was Odem hat, lobet den Herrn“.

 König David organisierte zu seiner Zeit die Instrumentalbegleitung in der Stiftshütte und teilte dafür tausende Musiker ein. Diese Einrichtung bestand im Tempel, den sein Sohn Salomo erbaute, weiter, wie wir z.B. in 1Chron 23,5 lesen:  „4000 Sänger des HERRN mit Saitenspielen, die ich zum Lobgesang habe machen lassen.“ (LUT)

Jüdische Melodien und der „sprechende Instrumentalstil der jiddischen Klezmer von heute ist geprägt von jauchzenden und seufzenden Tönen, voller Sehnsucht, Trauer aber auch mit Humor und unbändiger Lebensfreude.  Ich finde, die modere Oboe ist, gerade aus der Sicht der 3000 – 4000-jährigen Geschichte, besonders zur Interpretation israelischer Musik geeignet. Im Gegensatz zur ca. 300 Jahre jungen Klarinette, dem vielleicht populärsten Holzblasinstrument in der Klezmerszene, gibt es nur wenige Oboeninterpreten die sich das Erbe der CHALIL zu Nutze machen. Mir macht es einfach Freude, die Klangfarben und Modulationsmöglichkeiten einer Oboe für israelischer Musik einzusetzen.

Themen wie die Sehnsucht nach Jerusalem, Psalme und Gebete mit und ohne Worte (Nigunim) oder aber fröhliche Tänze vor der Klagemauer werden plötzlich lebendig und erfahrbar. Das kann unserer heutigen Anbetungspraxis sehr nützlich sein, wenn wir sie um diese Erfahrungen erweitern. Vielleicht erinnern die Klänge an die Zeiten Salomos  vor 3000 Jahren.

In den folgenden youtube-Links kann man ein paar Musikbeispiele unseres Duos finden. Es handelt sich um die Titel Tanz der Chassiden und um zwei sephardische (jüdisch-spanische) Melodien zum Schabbat, sowie ein aktuelles Video:

Es gibt noch so viel zu berichten, aber am schönsten ist es, die Musik live zu hören und einfach mit einzutauchen. Ich schreibe diese Zeilen im April 2020, zur Zeit der weltweiten Corona-Krise, in der es in Europa keine Gottesdienste oder Kirchenkonzerte geben darf. Darum freue ich mich besonders, auf diese Weise mit euch in Kontakt zu treten. Hoffentlich können wir demnächst wieder gemeinsam anbeten. Ich plane z. B. zusammen mit Christian und einer Band aus dem Worshipnetzwerk auf einem der nächsten Grace-Festivals zu spielen. Die Gnade Gottes sei mit uns allen!

SHALOM und Gottes reichen Segen für euch

 Peter Müntel

Anbetung zuhause – wenn die Kirche geschlossen ist

Anbetung zuhause – wenn die Kirche geschlossen ist

Hallo zusammen,

derzeit erleben wir nicht nur eine beispiellose Ausnahmesituation der sozialen Abgrenzung und Besorgnis, die sich über die ganze Welt ausbreitet, ich empfinde es auch als massiven Angriff auf den Leib Christi, die weltweite Gemeinde der Christen.

Es gibt den Gegenspieler Gottes, der die gemeinsame Anbetung und die neue Welle der Gnade weltweit beobachtet, wie wir unsere Übermacht gegen ihn ausspielen, indem wir Gott in Einheit loben und uns auf das vollbrachte Erlösungswerk Jesu berufen. Er versucht natürlich, das zu verhindern und uns auseinander zu treiben. Nun ja, oberflächlich betrachtet ist das ja auch gelungen. Doch, nur weil wir uns nicht treffen können, heißt das noch lange nicht, dass wir nicht in Einheit anbeten können! Unsere Anbetung ist nicht zu stoppen, wenn wir alle unser Zuhause zum Ort der Gegenwart Gottes erklären!

Worship ist nicht auf große Bühnen angewiesen. Es geht um unser Herz und die Liebe gegenüber dem dreieinigen Gott. Das lässt unser Licht aufleuchten! Lasst uns anfangen ihn anzubeten, zu loben und ihm zu danken. Er kennt unsere Bedürfnisse bereits und will uns segnen. Wir als Familie haben uns vorgenommen, unsere Worshipzeiten eben hier in unserer Wohnung durchzuführen. Wir beten und singen und proklamieren.

Hier noch ein paar Tipps zur Gestaltung deiner eigenen Worshipzeit:

1. Entscheide dich bewusst für die Anbetung, indem du dich Jesus zuwendest (Jesus ist die Tür).

2. Erinnere dich an das vollbrachte Erlösungswerk der Gnade Jesu und nimm es für dich in Anspruch, indem du Jesus für Seinen Tod und Seine Auferstehung dankst (Jesus ist das Lamm Gottes, das für die Sünden der Welt starb).

3. Lasse dich von der Kraft Seines Wortes reinigen, indem du Seine Zusagen über deinem Leben aussprichst und immer mehr Jesus in dir erkennst (Jesus lebt in uns und wir in ihm).

4. Öffne dich im Lobgesang dem Wirken des Heiligen Geistes und lasse dich vom Licht Jesu durchfluten bis du selbst leuchtest, lasse dich von seinem lebendigen Wasser erfrischen, indem du Worte der Bibel meditierst, prophetische Worte empfängst und wenn möglich auch in Sprachen betest und singst (Jesus ist das Licht der Welt und das Wasser des Lebens – falls das für dich neu ist, bitte Gott um diese wundervolle Gabe des Geistes).

5. Empfange Seine Heiligung für Körper, Seele und Geist, indem du das Abendmahl einnimmst und dich bewusst an die bereits bereitgestellten Segnungen Gottes erinnerst (Jesus ist das Brot des Lebens, du nimmst Seinen Leib und Sein Blut für dich in Anspruch).

6. Nimm das Bündel deiner persönlichen Anliegen und der Fürbitten für andere Menschen und lege sie bei Gott ab, indem du Gott für die Erhörung deiner Gebete dankst und seinen Sieg über die jeweiligen Situationen aussprichst (Jesus sitzt zur Rechten Gottes, die Gebete der Heiligen steigen wie Rauch vom Räucheraltar auf zum Duft vor Gottes Thron).

7. Genieße ganz einfach die Gegenwart Gottes, indem du ihn zurückliebst und emotional, körperlich und geistlich jede Regung als Reaktion auf Seine Liebe zulässt (Jesus ist die personifizierte Liebe Gottes).

Dies ist nur eine Kurzfassung verschiedener Anregungen, die ich im Buch „Ich worshippe jetzt!“ genauer beschreibe und belege. Es kann dir helfen eine biblische Struktur in die persönlichen Anbetungszeiten zu bekommen, damit du immer mehr in deiner Anbetung in den Einklang mit dem dreieinigen Gott kommen kannst. Ihn zu lieben, ist die Lösung für alle unsere Probleme. Solltest du besondere Erlebnisse und Begegnungen mit Gott haben, wäre ich über eine ermutigende Rückmeldung sehr dankbar.

Worshipabend in Burkhardsfelden

Worshipabend in Burkhardsfelden

Im Rahmen der 20. Buchausstellung der Ev. Stadtmission Burkhardsfelden lud Pastor Anderson Husemann das Worshipnetzwerk für einen Worshipabend am 23.11.19 ein.

Geplant war, dass wir mit einem kleinen Team (Sonja Yeo: Gesang, Christine Weiß: Klavier, Detlef Marx: Bass und Gesang, Christian Weiß: Gitarre und Gesang) anreisen würden. Wir waren sehr dankbar, dass Antonia Weiß spontan für Sonja einspringen konnte, die leider am Vorabend erkrankt war.

Im gut gefüllten Saal hatten die Besucher dann zunächst die Möglichkeit, durch die umfangreiche Buchausstellung zu schlendern und das ein oder andere wertvolle Buch zu erwerben.

Mit neueren deutschen Anbetungsliedern gepaart mit alten Hymnen stiegen wir dann in die Anbetung ein. Schnell wurde klar, dass eine große Offenheit für das wirken Gottes an diesem Abend bei den Besuchern vorhanden war. Besonders beeindruckend war dabei die Einheit von Alt in Jung.

Anderson Husemann hatte mich gebeten, passend zur Ausstellung, eine Ansprache zu Inhalten meines Buches „Ich worshippe jetzt!“ zu halten. Es sollte dabei um den übergeordneten Stellenwert von Anbetung für ein hoffnungsvolles und gelingendes Leben in der Beziehung mit dem dreieinigen Gott gehen, welche zu allen Zeiten die einzig vernünftige Antwort auf das gnädige Handeln Gottes war und ist. Gemeinsam fassten wir Mut, als Christen des neuen Bundes, dieser Bestimmung in möglichst allen Lebenslagen zu folgen.

Nach einem weiteren Worshipblock, in dem wir persönlich unsere Liebe zu Gott ausdrücken konnten, wurde noch die Möglichkeit für Gebet und Segnungen angeboten. Daniel Schmidt von den Kingsmen war extra dafür angereist und verstärkte die Beter der Gemeinde.

Es war ein toller Abend mit vielen ermutigtenden Gesprächen und Begegnungen, der wieder einmal die besondere Stärke der Einheit unter uns Christen deutlich machte.

Herzlichen Dank nochmals an Toni und Sonja, die trotzdem als Gebetsunterstützung mitgefahren ist, sowie natürlich auch an die Band und Anderson.

„Ich worshippe jetzt!“

We humbly present: „Ich worshippe jetzt!“. Willst du deine Beziehung zu Gott vertiefen? Wünschst du dir neue Ideen für die private oder öffentliche Anbetung? Suchst du nach der Gnade Gottes in bestimmten Lebenssituationen? Worship ist der Schlüssel dazu! Entdecke neue und tiefe Zugänge zum Herzen Gottes und lass dich ermutigen, die Kraft von ehrlicher Anbetung auf der Grundlage der Bibel zu entdecken. Erlebe, wie Gott dich in deiner Bestimmung wachsen lässt, und andere Menschen Jesus durch dich erleben können. Der Praxisteil bietet vielfältige Hilfestellungnen. Das Buch kannst du hier bestellen:
https://www.gracetoday.de/tag/christian-weiss/