Herzlich Willkommen!

Herzlich Willkommen!

Ich freue mich wirklich sehr, dass du auf unserer Seite gelandet bist. Mein Name ist Christian Weiß, ich bin Gitarrist, Worshipleiter, Autor („Ich worshippe jetzt!“) und arbeite außerdem als Musik- und Religionslehrer an einer integrierten Gesamtschule. Für meine Frau Christine und mich gehört Anbetung als zentrales Element zum Leben und wir sind überzeugt, dass sie Menschen durch die Liebesbeziehung mit Gott zu echtem Leben freisetzen kann. Ich glaube „Anbetung ist die größte aller Ausdrucksformen, zu der wir fähig sind“.

Gemeinsam mit Detlef Marx leite ich das Worshipnetzwerk, das im Mai 2018 entstanden ist. Als Worshipleiter zweier befreundeter Gemeinden hatten wir uns bereits seit Jahren häufig gegenseitig unterstützt und ermutigt. Wir spürten den Durst nach gemeinsamen Anbetungszeiten in vielen Gemeinden. Durch unterschiedlichste Herausforderungen war aber eine regelmäßige Arbeit in diesem Bereich an vielen Orten einfach nicht umsetzbar. So entstanden unsere gemeinsamen Worshipabende zu denen Besucher aus verschiendenen Gemeinden der ganzen Region kamen. Die Idee, ein Worshipnetzwerk zu Gründen, hatte mir Gott dann im Gebet zugeflüstert. Er wies mich auch auf Detlef als perfektem Partner für die Arbeit hin. Gemeinsam entdeckten wir, dass wir Gott voller Freude zujubeln, von seiner Gnade singen und Menschen an den unterschiedlichsten Orten mit der spürbaren Gegenwart Gottes dienen wollen. Das Licht Jesu könnte so in der Dunkeheit dieser Welt scheinen.

Zunächst luden wir befreundete Worshipleiter und Musiker ein, die in den unterschiedlichsten Denominationen beheimatet sind, und damit auch in der Kultur der Anbetung verschieden geprägt wurden. Gemeinsam entdeckten wir eine große Vielfalt von Bedürfnissen in den einzelnen Gemeinden. Mit wachsender Beteiligung trafen wir uns zu intensiven Anbetungszeiten, führten gemeinsame Worshipabende durch, ich führte Seminare zu den Inhalten meines Buches durch und wir konnten verschiedene Gemeinden mit kleineren Teams unterstützen (Berichte und Termine kannst du auf der Homepage finden). Außerdem entstanden tolle Beziehungen zu bereits existierenden Gebetsteams.

Wir wollen gerne voneinander profitieren, uns gegenseitig ermutigen und miteinander lernen. Ob es um unsere innere Hingabe, musikalische Arrangements, selbstgeschriebene Anbetungslieder, Erfahrungen mit prophetischem Worship oder andere Themen geht, wir wollen uns austauschen, gegenseitig Raum für Unterschiedlichkeit geben und offen für das Wirken Gottes sein. Gott thront über den Lobgesängen seines Volkes und wir sollten niemals die Kraft der Übereinstimmung im Gebet unterschätzen.

Wir stellen Inhalte gerne über Performance, wenngleich uns beides wichtig ist. Auf dieser Seite wollen wir einfach über aktuelle Entwicklungen, Events und Gedanken informieren. Wir freuen uns mit dir in Kontakt zu treten und wünschen dir intensive Zeiten der Anbetung und Inspirationen die dein Leben bereichern.

Christian Weiß

Grace Festival #2

Grace Festival #2

Nach dem fulminaten Start des ersten Grace Festivals trafen wir uns also am 25.01.20 erneut in der Christusgemeinde in Lich, um von der guten Botschaft durch Gerald Wieser ermutigt zu werden und unseren Gott gemeinsam im Worship und Abendmahl anzubeten.

So ging es auch gleich mit einer längeren Anbetungszeit durch die Band des Worshipnetzwerks (Sonja, Jan, Andi, Dede, Robi und ich) los. Wir wollten uns vom Heiligen Geist durch die Gegenwart Gottes leiten lassen und folgten so dem, was wir im Gebet hörten, von der massiven Proklamation des Namens Jesu über unser Leben, dem spürbaren Eintauchen in die Liebe Gottes bis hin zu dem Bekenntnis unserer Liebe durch das freie Singen aller Besucher mit eigenen Worten und in Sprachen des Geistes. Es war schon eine wundervolle Zeit, in der wir den heilsamen Frieden Gottes erleben durften. Während dieser Zeit konnte man seine Anbetung auch kreativ in der von Angelika eingerichteten Malecke Ausdruck verleihen oder sich dem Gebetsteam der Kingsmen anvertrauen.

Nachdem wir dann gemeinsam das von Sandra und Rita eingeleitete Abendmahl eingenommen hatten, konnten wir den inspirierten Worten der Predigt lauschen. Anhand der Geschichte des Mauerfalls von Jericho leiteten wir uns geistliche Prinzipien ab, die auch die hinderlichen geistlichen Mauern in unserem Leben zum Einsturz bringen sollen. Anstatt die Angst oder die Probleme groß zu reden, sollte das Volk stillschweigend um die Stadtmauer ziehen, während die Priester die Schofarhörner bliesen und die verdeckte Bundeslade um die Stadt trugen. Sehr interessant war die Erklärung der einzelnen Hornstöße mit dem Bezug auf den dreieinigen Gott sowie der Vergleich dessen mit dem Gebet im Geist. Wenn wir Jesus ins Zentrum unseres Lebens stellen, ihn anbeten und Gott auch im Gebet die Führung überlassen, werden Mauern einstürzen!

In der anschließenden Segnungszeit wurde das dann auch praktisch sichtbar. Menschen konnten die Zusprüche Gottes für sich empfangen, Menschen übergaben Jesus ihr Leben und, wie die mittlerweise gehäuften Berichte erzählen, fielen etliche geistliche Mauern. Danke Jesus!

Am Sonntagmorgen konnten wir dann erneut mit dem ganzen Team den Gottesdienst in der Christusgemeinde mitgestalten. Benni Gail kam noch zur Band hinzu und gemeinsam konnten wir eine unglaublich bewegende Zeit erleben. Danke euch allen! Es war auch eine wunderbare Gelegenheit Personen aus dem weiteren Umfeld des Worshipnetzwerkes zu treffen (danke Peter und Irmi für die tolle Begegnung). Herzliche Einladung an alle, die nächstes Mal dabei sein wollen. Am 14. März wird es so weit sein. Alle Infos erscheinen rechtzeitig bei „Veranstaltungen“.

Seminar: „Ich worshippe jetzt!“

Seminar: „Ich worshippe jetzt!“

Am Samstag, den 25.01.20 hatte die EG Rechtenbach für ein Tagesseminar zu den Inhalten meines Buches „Ich worshippe jetzt!“ eingeladen. So fuhr ich dann auch mit meinem lieben Freund, dem vollmächtigen Beter und Leiter der „Kingsmen“, Daniel, voller Vorfreude los. Schon die unkomplizierte aber sehr konkrete Planung und die leidenschaftlichen Vorgespräche mit verantwortlichen Worshipleitern und einem Ältesten der Gemeinde waren vielversprechend gelaufen. Als dann aber zur Begrüßung Pastor Simon auf mich zukam, um mir bewusst seinen Segen und seine Autorisierung zuzusprechen, war klar, dass dies ein besonerer Tag werden würde.

Ein großer Teil der Seminarteilnehmer waren Musiker der inzwischen 8 Bands, die die Gemeinde in die Anbetung leiten. Was mich daran besonders freute, ist, dass auch jugendliche Anbeter sich begeistern ließen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, dem Austausch darüber, welche Erwartungen wir haben, wenn wir anbeten und dem Bekenntnis, dass wir Gott aus tiefstem Herzen, ehrlich, emotional „in Wahrheit und im Geist“ anbeten wollen, starteten wir dann auch gebührend mit Worship.

Im Ersten Vortragsteil des Seminars widmeten wir uns dann den Grundlagen biblischer Anbetung. Wir konnten erkennen, wie sehr Anbetung von Beginn an die Reaktion der Menschen auf das gnädige Handeln Gottes war und fanden Bestätigung anhand der Geschichten bedeutender biblischer Persönlichkeiten. Besonderes Augenmerk richteten wir dabei natürlich auf Jesus, den menschgewordenen Sohn Gottes. Dass er, obwohl er doch Gott war und ist, immer wieder auf den Berg und in die Stille ging, um Gemeinschaft mit dem Vater zu haben, ließ uns dabei aufmerken. Da Anbetung ihre Bedeutung in Ewigkeit nicht verlieren wird, konnten wir dann erforschen, welche Möglichkeiten und Wirkungen in ehrlicher Anbetung erfahrbar sind. Worship sollte vor allem Gott ehren, weil wir ihn lieben, und dennoch wirkt sich die so erlebte Gegenwart Gottes auch positiv auf unser Ganzes Wesen mit Bewusstsein, Geist, Fantasie und Emotionen aus. Die in der Anbetung im Geist empfangenen Segnungen gilt es dann im Glauben zu ergreifen und zu erleben. All das, so erkannten wir, versuchen wir dann emotional durch Musik, Text und Bewegung auszudrücken.

In der anschließenden praktischen Übungsphase zum Thema „Hörendes Gebet“ konnten wir dann ausprobieren, einen echten Dialog mit Jesus aufzunehmen, um seinen Willen für unsere Liebe ihm gegenüber zu erkennen. Es war bewegend, wie intensiv einige Teilnehmer dies im Gebet erleben konnten und wie liebevoll Jesus zu uns gesprochen hatte. Nach einer guten Pizza lud Pastor Simon uns dann ein, für ihn und die am Nachmittag bevorstehende Trauerfeier zu beten. Es war schon ein bewegender Moment, wenn die Lobpreiser der Gemeinde rund um ihren Pastor standen, um sich mit ihm Eins im Gebet zu machen und ihn zu segnen. Wie sich im Nachhinein zeigte, trugen ihn die Gebete und er erlebte auf besondere Weise einen geöffneten Himmel. So konnte Simon nicht nur Menschen trösten, Gott hatte vor, durch ihn neues Leben zu generieren. Halleluja!

Auch wenn damit die Zeit langsam knapp wurde, widmeten wir uns im zweiten Vortragsteil dann nach erneuter Worshipzeit dem biblischen Ort der Anbetung, der Stiftshütte. Anhand der aus der himmlischen Stiftshütte abgeleiteten Elemente erarbeiteten wir uns dann praktische Zugänge für vollmächtige Anbetungszeiten. Jesus stellten wir dabei als Dreh- und Angelpunkt für Anbetung heraus, was unter Anderem durch die auffällige Übereinstimmung der Ich-bin-Worte Jesu aus der Bibel deutlich wurde. Nachdem mein Freund Daniel für uns das Abendmahl austeilte und wir dabei Gottes Zuspruch auf Heil für Geist, Seele und Körper in Anspruch nehmen konnten, tauschten wir uns zum Schluss noch über praktische Tips zur Vorbereitung von Anbetungszeiten aus. Eigentlich hätten wir noch Stunden lang so weiter machen können, doch die 5,5 Stunden waren einfach zu schnell vorbei. Abends stand schließlich noch das Grace-Festival in Lich bevor, und der Soundcheck begann bereits um 17 Uhr! Aber das ist ein Thema für den nächsten Artikel 😉

Danke an Calle, meinen Freund und Ältesten der Gemeinde, Pastor Simon, die verantwortlichen Worshipleiter Annika und Bastian, alle Teilnehmer und meinen Freund Daniel! Ihr seid spitze!!

Wenn du Interesse an einer ähnlichen Veranstaltung hast, melde dich gerne ganz unkompliziert. Zu erleben, dass Gott so wirkt, wie an diesem Samstag, ist unser Herzensanliegen.

Worte der Kraft – über die Bedeutung von Liedtexten

Worte der Kraft – über die Bedeutung von Liedtexten

 „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“ (Joh 1,1-5 LUT)

Es scheint eines der Grundprinzipien seit der Erschaffung der Welt zu sein, dass Worte enorme Macht besitzen. Gott hat gesprochen und es geschah. Wir als Christen haben Zugriff auf die Bibel und nennen sie „das Wort Gottes“. Manchmal übersehen wir dabei allerdings, dass nicht jedes Wort, das in der Bibel steht, auch Gott selbst gesagt hat. Die Geschichte der Menschen mit Gott beinhaltet Situationen, in denen große Leiter straucheln und Zweifel an Gott haben, sich nicht in die von Gott vorgesehene Richtung bewegen oder sich auf einem früheren Stand der Offenbarungen Gottes in seiner Geschichte mit uns Menschen befanden. Wenn wir die Bibel zitieren, sollten wir nicht Worte des Zweifels, der Entmutigung oder der Verwirrung zitieren. Deshalb ist es wichtig, dass wir sowohl die Bibel als auch den gut kennen, der die Worte bei den jeweiligen Autoren inspiriert hat.

Gott hatte schon immer unsere Rettung im Visier, deshalb können wir auch in allen Büchern der Bibel Hinweise auf Jesus finden. Sie ist eine gewaltige Komposition aus 66 Büchern, die von über 40 Autoren in verschiedenen Jahrtausenden auf unterschiedlichen Kontinenten geschrieben wurden. Mit Jesus, dem menschgewordenen Wort Gottes, erreicht die Offenbarung Gottes ihren Höhepunkt. Weil wir im Neuen Bund der Gnade leben, müssen wir die Bibel auch immer aus dem Blickwinkel des Sieges Jesu für uns am Kreuz und seiner Auferstehung lesen. Von dieser guten Nachricht der Gnade Gottes sollten wir in aller Welt erzählen und auch davon singen.

Gott liebt uns so sehr, dass er enorme Geduld aufbringt, uns sein Wort zu erschließen. Er offenbart sich immer in einer angemessenen Weise. Während die Propheten des Alten Testamentes mehr oder weniger unbewusst Dinge über Jesus prophezeiten, kennen wir heute schon die Erlösungsgeschichte und können sie nachlesen. Der Heilige Geist in uns sorgt dafür, dass wir immer tiefere Erkenntnisse über Gott aus seinem Wort gewinnen können. Dabei orientieren wir uns immer an dem roten Faden seiner Gnadengeschichte, um die Wahrheit zu entdecken. Gott ist immer der liebende Vater, er ist immer gerecht und ehrlich. Die Früchte des Geistes (Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung) sind die Charaktereigenschaften Gottes. Gott bringt immer und vollkommen die Früchte des Geistes hervor, während wir nur durch seine Gnade und den Glauben, den er in uns bewirkt, immer mehr in sie hineinwachsen können.

Musik und Klänge haben eine starke Wirkung auf unsere Emotionen, wie ich ja in einem vorangegangenen Artikel schon ausführlicher beschrieben habe. Das ist gut, denn sie beflügeln unsere Herzenshaltung in der Liebesbeziehung mit Gott. Trotzdem sollten wir uns nicht nur auf unser Wohlgefühl in der Anbetung verlassen. Liedtexte nehmen großen Einfluss darauf, was wir glauben, ja, was wir singen und bekennen wirkt sich massiv auf den Machtbereich der unsichtbaren Welt um uns herum aus. Worshipleiter übernehmen heute zusammen mit Pastoren und anderen Leitern die Rolle der Priester und Propheten, die schon in der Stiftshütte in der Gegenwart Gottes dienten. Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig, immer wieder zu überprüfen, ob das, was wir da singen, auch der Wahrheit des Neuen Bundes entspricht. Die Wahrheit ist, dass Gott seinen einzigen Sohn für uns geopfert hat, Jesus sich freiwillig und unschuldig für uns hat töten lassen, damit unsere vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Sünden getilgt sind. Der Neue Bund der Gnade sieht in uns Kinder Gottes, Priester und Propheten, die in wirklicher Freiheit und Einheit mit Gott leben können. Er verspricht uns Segen und die Gunst Gottes. Sein Reich wird dort sichtbar werden, wo wir hingehen. Deshalb haben wir Grund, Gott zu loben. Durch den Heiligen Geist können wir in der Autorität Jesu beten. Anbetung war und ist schon immer die Reaktion der Menschen auf das gnädige Handeln Gottes. Zuerst begannen Adam und Eva Gott, wegen seines unverdienten gnädigen Handelns an ihnen anzubeten.

1Mo 4,25-26 (NLB):

25 Adam und Eva bekamen noch einen Sohn. Eva nannte ihn Set, denn sie sagte: »Gott hat mir noch einen Sohn geschenkt als Ersatz für Abel, der von Kain getötet wurde.« 26 Auch Set bekam später einen Sohn, den er Enosch nannte. Zu jener Zeit begannen die Menschen den Herrn anzubeten.

Anbetung beginnt mit einer ehrlichen Herzensentscheidung, in die Gegenwart Gottes eintreten zu wollen. Er drängt sich nicht auf, wartet aber zu jeder Zeit auf unser „Ja“ zu ihm. Wir dürfen durch das Opfer Jesu in Gottes Gegenwart eintreten, als Gerechte. Im Bewusstsein der Gnade Jesu können wir anfangen, ihn zu loben. Manchmal hilft es, kurz inne zu halten und im Geist diese reale Begegnung zuzulassen. Alle Lasten, die ich mit in die Anbetung bringe, kann ich dort am Kreuz abladen und die Leichtigkeit der Gemeinschaft mit ihm erleben. Ich singe gerne Lieder über Jesus, die ihn und seine Taten loben, zu Beginn einer Worshipzeit. Wir beten auch den Vater, der uns so sehr liebt an und erwidern so die Liebe. Wenn wir in Wahrheit und im Geist anbeten, erkennen wir immer mehr, wie unglaublich es ist, dass Jesus in Gestalt des Heiligen Geistes in uns leben will. Unser Blick wandert in der Anbetung einfach zu Jesus, dabei dürfen wir uns selbst getrost aus dem Auge verlieren. Ich finde es ehrlich gesagt schwierig, wenn Anbetungslieder immerzu von uns selbst reden. Auch wenn wir Anliegen haben, sollten zunächst die Liedtexte im Worship einfach die wunderbaren Eigenschaften Gottes besingen, ihn loben und unser Dank zum Ausdruck bringen. Natürlich dürfen wir im persönlichen Gebet ehrlich sagen, wie es uns geht. Auch die Klagepsalmen beginnen mit den Sorgen und Nöten des Psalmisten, doch hilft hier der Blick auf den Neuen Bund. Wir brauchen Gott nicht zu bitten, seinen Blick zu uns zu wenden, wenn er in uns lebt. Jesus sagte am Kreuz „es ist vollbracht“ und meinte damit, dass alles, was für deine Segnung nötig ist, schon für dich bereit steht. Wir können in diesem Bewusstsein die Lasten ablegen und ihn loben. Worship kann uns dabei helfen, die richtige Herzenshaltung zum Empfangen dieser Segnungen einzunehmen. Gott ist da und hört dir immer zu, du brauchst ihn nicht zu rufen ober darum zu bitten. Du brauchst auch keine Formel, keine bestimmte Geste oder Ausdrucksweise. Er liebt dich so, wie du bist.

Wenn wir solche Anbetung mit Liedtexten, die von den Wahrheiten des Evangeliums reden, regelmäßig praktizieren, werden wir erleben, dass sich Gott dabei einen Dialog wünscht. Genau wie in einem Gespräch zwischen einem liebevollen Vater und seinem kleinen Kind, werden Worte der Liebe ausgetauscht. Gott will uns in der Anbetung ermutigen und stärken. Geben wir dem Heiligen Geist doch etwas Raum, uns die Worte Jesu ins Herz zu schreiben. Wir werden überrascht sein, wie klar Gott zu uns redet. Er will uns voll einschenken, dass am Ende der Becher überläuft und wir von unserem Überfluss anderen abgeben können. Gott will seine Gaben, die Gaben des Geistes, in dich hineinlegen. So können am Ende auch dessen Früchte zum Vorschein kommen. Nimm dir Zeit, wiederhole signifikante Textzeilen oder schaffe durch instrumentale Passagen Raum für sein Reden. Es ist ein guter Zeitpunkt auch prophetisch Worte von Gott zu empfangen und auszusingen oder einen Bibeltext zu singen. Ich persönlich liebe es auch, Gott die absolute Kontrolle über meine Worte zu übergeben und für mich in Sprachen zu singen.

Wenn du merkst, wie Gott dich ausgerüstet hat, kannst du seinen Sieg ausrufen und Freiheit, Heilung oder andere Segnungen proklamieren. Höre genau hin, wie Gott heute gerne segnen möchte. Dieses „dein Reich komme“ meint, dass es immer mehr in der Welt sichtbar wird. Wir sind schon Bürger des Himmels, sein Reich ist hier und sein Licht leuchtet in der Finsternis. In der Anbetung dürfen wir Mut fassen, auch als solche Kinder Gottes in unseren Alltag zu gehen und Großes von Gott zu erwarten.

Ich wünsche dir, dass du immer tiefer in die Wahrheiten der Bibel und des Neuen Bundes eindringen kannst und Gott sich dir immer mehr offenbart. Vergleiche die Liedtexte, die du normalerweise singst, mit deinen Überzeugungen. Es gibt eine derart große Auswahl, dass man zweifelhafte Texte mit Leichtigkeit ersetzen kann. So werden geistliche Durchbrüche deine Anbetungszeiten kennzeichnen. Die Güte Gottes läuft dir hinterher und lässt sich nicht so leicht abschütteln!

Die Klangkultur des Himmels

Die Klangkultur des Himmels

Wie klingt Anbetung im Himmel – oder gibt es einen Klang, der Gott besonders wohlgefällig ist? Gedanken für Menschen, die es lieben, ihren Blick zu weiten und über den eigenen Horizont hinaus zu schauen.

Für sich betrachtet könnte die Überschrift dieses Artikels durchaus fragwürdig klingen. Ist der Himmel jetzt das Weltall, die Atmosphäre der Erde oder ein rein geistlicher Ort? Da im Weltall ja ein Vakuum vorherrscht, dürfte die Frage nach Klang oder Schallausbreitung recht schnell beantwortet sein (was im Übrigen ja auch für einen möglichen Urknall gelten müsste). Selbst, wenn alle Fragen zu den akustischen Gegebenheiten geklärt wären, bliebe die Wahrnehmung von Klang bei Menschen doch sehr individuell und, abhängig von den eigenen Erlebnissen, auch subjektiv. Sollte man da wirklich von einem Klang reden, wie er von Gott aus gedacht war? Schaut man andererseits aber in der Bibel nach, sind verschiedene Belege zu finden, in denen Engel, die Wesen des Himmels, sowohl vor Gottes Thron, als auch auf der Erde ihre Anbetung durch Musik ausdrücken. Von Mose über David wurden stets Menschen von Gott inspiriert, Instrumente zu erschaffen, mit denen er gepriesen werden sollte. Es besteht also kein Zweifel daran, dass Musik ein grandioses Meisterwerk der göttlichen Schöpfung ist.

Grundsätzlich können wir den Klang auf verschiedenen Ebenen untersuchen. Von außen betrachtet geht es erst einmal um die Physik des Klangs hier auf unserer Erde. Dafür wurde sie ja allem Anschein nach erschaffen, wie auch immer die physischen Gegebenheiten im göttlichen Himmel sein mögen. Da Musik aber eine Kunst ist, die scheinbar direkten Zugriff auf unsere Emotionen hat, darf dieser Bereich bei der Analyse von Auswirkungen des Schalls nicht fehlen. Gerade im Worship kann man erleben, wie sehr durch Musik Emotionen im Körper ausgelöst werden und gleichzeitig auch geistliche Prozesse in Gang kommen. Wie bei David im Alten Testament scheint Musik bis in die Tiefen der unsichtbaren Welt vorzudringen und sogar böse Mächte zu vertreiben. Sogar Musiktherapie verzeichnet Erfolge, obwohl sie ohne einen gezielten Blick auf die geistliche Ebene praktiziert wird. Die göttlichen Prinzipien funktionieren scheinbar auch, wenn Menschen an der Existenz des Schöpfers zweifeln.

Alles beginnt also mit einer Schwingung. Sehen wir einmal von der elektronischen Klangerzeugung ab, wird sie durch eine manuelle Bewegung erzeugt, die in direkter Abhängigkeit zu den Naturgesetzen aus Gottes Schöpfung steht. Sicher passen da auch elektronische Klänge irgendwie mit hinein, wovon ich aber an dieser Stelle zunächst einmal absehen möchte. Ob nun eine Luftsäule, eine Lippe, Saite, ein Fell oder sogar ein ganzes Instrument in Schwingung gerät, es entsteht eine Kettenreaktion mit den Luftmolekülen. Kraftwirkungen und Widerstände folgen dabei strikt den von Gott festgelegten Gesetzmäßigkeiten. Da Gott, als er die Erde erschaffen hatte, alles mit „sehr gut“ bewertete, muss ich davon ausgehen, dass die Akustik ebenfalls auch heute noch dieser brillanten Schöpfung zu verdanken ist und ihren Anweisungen folgt.

Schwingungen wirken sich auf Substanzen und Materialien aller Aggregatzustände aus, ja, sie interagieren mit ihnen. Das kann man sehr schön anhand des Zusammenspiels verschiedener schwingender Elemente am Instrument beobachten. Bringt man z.B. eine Gitarrensaite zum Schwingen, wird diese Frequenz (Schwingung pro Sekunde) auf den Steg, den Hals und den gesamten Resonanzkörper übertragen. Die Saite an sich erzeugt eine konkret feststellbare Tonhöhe abhängig von Saitenstärke, -länge und –spannung. Die Klangfarbe hingegen wird zudem massiv von den mitschwingenden Elementen beeinflusst. Jedes Material hat dabei unterschiedliche Schwingungseigenschaften. Es entsteht ein Potpourri aus Tönen und Obertönen, die zusammen den Klangcharakter, also die wahrnehmbare Frequenz mit all ihren Obertönen, eines Instrumentes prägen. Beim Stimmen einer Trommel kann man dann noch eine weitere interessante Feststellung machen. Spannt man das Fell gleichmäßig rundherum immer mehr, kommt man an einen Punkt, an dem die Trommel plötzlich eine besondere Klangfülle hervorbringt, weil scheinbar die Frequenz den jeweils eigenen Schwingungseigenschaften der Bauteile sehr entgegen kommt. In der sogenannten Eigenresonanz eines Bauteils erlebt man diese besondere Klangfülle.

Hinzu kommt, dass ein Instrument nicht in jedem Raum gleich klingt. Das klangliche Erlebnis wird durch die Schallwirkungen im Raum massiv beeinflusst. Hierbei muss zwischen Direktschall, früher Reflexion und Nachhall unterschieden werden. Im Gegensatz zur Sprache, die um der Verständlichkeit Willen gerne ohne viel Nachhall auskommt, klingt es für unsere Ohren oft angenehmer und natürlicher, wenn Musikstücke durch die Klangreflexionen an Wänden oder einen künstlich erzeugten Nachhall räumlicher klingen. Außerdem kann es auch dem Zusammenspiel dienlich sein, da kleine Ungenauigkeiten etwas ausgeglichen werden. So verträgt beispielsweise ein großes Orchester einen größeren Nachhall als ein kleines Kammerorchester.

In jedem Fall möchte man zum Genießen von Musik störende Frequenzen wie ein Dröhnen durch Überlagerung von Frequenzen oder Schnarren durch das ungewollte Mitschwingen von Bauteilen und andere Störgeräusche vermeiden. Selbst wenn eine moderne Tendenz auf Ausstellungen und Instrumentenmessen hin zu Silent-Konzerten, an denen die Zuhörer ausschließlich über Kopfhörer teilnehmen können, festzustellen ist, muss uns doch klar sein, dass ein Kopfhörer zwar störende Geräusche ausblenden kann, niemals aber mit seinem kleinen Lautsprecher das volle Frequenzspektrum eines akustischen Instrumentes widergeben kann. Schon ein Saal, der durch eine große FOH-Anlage beschallt wird, hat gegenüber Kopfhörern Vorteile. Zum einen nehmen wir Musik nicht ausschließlich über die Ohren wahr, was insbesondere die Bassfrequenzen betrifft, die über etliche Rezeptoren des Körpers aufgenommen werden. Andererseits können größere Lautsprecher durch die mechanischen Vorteile besser ein großes Frequenzspektrum abdecken, ohne jedoch gänzlich identisch klingen zu können.

Sicher neigen wir an dieser Stelle dazu, nicht weiter nachzufragen, sondern unser Herz, als das Zentrum aller Gefühle von Körper, Seele und Geist, als Maßstab zu nutzen. Das ist natürlich auch richtig, denn ohne Liebe und echte Gefühle kann die beste Akustik der Welt nicht wirksam sein. Wenn Schwingungen aber Emotionen auslösen können, muss doch eigentlich die Frage erlaubt sein, ob es bestimmte schöpferische Frequenzen gibt, die auf besondere Resonanz mit der Welt, unseren Emotionen und unserem Geist stoßen. An diesem Punkt trifft man dann auf bemerkenswerte Aussagen von Wissenschaftlern und Begeisterten, die ich gerne im Folgenden kurz zusammenfassend schildern möchte:

Seit im Jahr 1939 auf der Stimmtonkonferenz der „International Federation oft the National Standardizing Association“ in London die Frequenz des Kammertons (die wohltemperierte Stimmung folgt diesem Referenzton, auf den z.B. ein Orchester gestimmt wird) a1 scheinbar wahllos auf 440Hz festgelegt wurde, gibt es Kritiker dieser Praxis. Was einer internationalen Vereinheitlichung der Stimmung von Instrumenten diente und das weltweite Miteinander im Musizieren erleichtert, scheint aufgrund der festgelegten Frequenz wissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersprechen. Es wurde bewiesen, dass die alten Hebräer, Ägypter und Sumerer ihre Instrumente jedoch auf a1= 432 Hz stimmten. Schon Pythagoras und Platon hatten in der Antike Rechenmodelle der Harmonik eingeführt, die dem zustimmten. Auch der berühmte deutsche Physiker Johannes Keppler stimmt mit dem Grundgedanken der Harmonik überein, dass die Natur, also auch unsere Körper, in ihren natürlichen Proportionen denselben Naturgesetzen folgen wie die Musik. Das hat zur Folge, dass Menschen, Tiere und Pflanzen mit Musik in Resonanz gehen.

Vor der Festlegung auf 440 Hz wurden Instrumente in der Regel tiefer eingestimmt. So hatte sich auch in Europa die von Joseph Saveur (1653-1716) errechnete Frequenz von a1=432 Hz etabliert (in Frankreich wich man mit 435 Hz nur leicht davon ab). Auch Ernst Florens Friedrich Chladni (1756-1827) und Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) bestätigten diese Frequenz wissenschaftlich. Saveur begründete seine These mit der festgestellten untersten Wahrnehmungsgrenze des Ohres von 16 Hz. c1 wäre somit aufbauend auf dieser Frequenz bei 256 Hz und a‘ bei genannter Frequenz von 432 Hz (eine Oktave verdoppelt die Frequenz immer). Das C als Grundton der modernen Musiktheorie und Ausgangspunkt für den Quintenzirkel wäre somit immer in ungebrochenen Frequenzen (C6= 1 Hz, C5= 2 Hz, C4=4 Hz, C3= 8 Hz, C2= 16 Hz, C1= 32 Hz, C= 64 Hz, c= 128 Hz, c1=256 Hz, (a1= 432 Hz), c2= 512 Hz, …), während bei einer Grundstimmung von a1= 440 Hz Werte wie 1,02 , 2,04 bis 523,25 herauskämen. Rudolf Steiner bewies sogar in den 20er Jahren, dass c= 128 Hz die Prim aller Tonleitern des Quintenzirkels ist, also alle Töne der Dur und Molltonleitern in einem natürlichen Intervallverhältnis zum diesem Grundton stehen, was nicht für eine Stimmung mit a1= 440 Hz zutrifft. Er leitete daraus ab, dass diese c1=128 Hz-Stimmung die Förderung körperlicher und seelischer Entspannung, sowie die Stimmungsaufhellung, die Auslösung des Gefühls des inneren Berührt Seins auslöse, dass Musik mehr gefühlt als gehört werden könne und man mit den eigenen Gefühlen stärker in Kontakt komme beziehungsweise in ein inneres Sich-Öffnen für Entwicklungs- und Heilungsprozesse eintrete. Steiner behauptete, dass eine Anhebung dieses Kammertons zu seelischen Schäden führen könne. In der Gier nach Brillanz weicht man heute aber immer weiter davon ab. So gibt es Sinfonieorchester wie z.B. in New York, die ihre Instrumente standardmäßig auf 450 Hz einstimmen.

Saveur bewies, dass sich aus dem c1 mit 256 Hz die natürlichen Schwingungszahlen der Stimmlippen und der Lippen beim Spielen von Blechblasinstrumenten ableiten lassen. Zudem konnte er auch beweisen, dass sich daraus alle Eigentöne mitschwingender Resonanzen der Hohlräume im menschlichen Körper ableiten lassen. Dies war sogar bei minimalen Lautstärken zu verzeichnen. Andere Wissenschaftler zeigten, dass das cortische Gleichgewichtsorgan im Innenohr auf c= 128 Hz schwingt, weshalb Neurologen Stimmgabeln von 128 und 256 Hz benutzen. Ich will gar nicht so weit wie manche Autoren gehen, an dieser Stelle noch die Schumann-Frequenz zu bemühen, die in etwa bei 8 Herz schwingt und die stehenden Wellen zwischen Erdhülle und Ionosphäre beschreiben. Auch will ich keinesfalls irgendwelchen Verschwörungstheorien Raum geben, doch verdient dieses Thema meiner Meinung nach Beachtung, insbesondere, wenn man mit der Musik eine Basis für die Begegnung mit Gott schaffen möchte.

Als im Jahr 1953 die Frequenz von 440Hz zur ISO-Norm erhoben wurde, gab es Proteste von Musikern. Eine Petition von 40000 Musikern scheiterte jedoch. Auch berühmte Musiker wie z.B. Luciano Pavarotti, Placido Domingo, Montserrat Caballe und Richard Strauss fordern immer noch die Regulation dieser Frequenz ein. Auch berühmte Musiker wie z.B. die Gitarristin Ana Vidovic stimmen ihr Instrument auf den Kammerton von 432Hz. So hat auch der promovierte rumänische Forscher und Dirigent Ivan K. Yanakiev das „432-Hz-Orchestra“ gegründet. Er sagte, als er zum ersten Mal seinen Cellisten bat, sein Instrument auf den Kammerton 432 Hz einzustimmen: „ Es war, als würde ich die Stimme Gottes vernehmen“ …“als würde pures Licht und pure Liebe durch den Raum schwingen“. Ein am eigenen Instrument durchgeführtes Experiment führte bei mir zu zugegeben überraschenden Ergebnissen. Selbst wenn ich Parameter wie die geringere Spannung der Saiten meiner Gitarre mit einbeziehe, würde ich die Stimmung auf den Kammerton mit 432Hz als außerordentlich harmonisch und friedvoll bezeichnen. Meine Gitarre fühlte sich an, als würde sie stärker resonieren, das war zumindest der erste Eindruck nach 3 Wochen.

Klangtherapeuten wie Georg Maier beziehen das „seelische Verstimmt Sein“ eindeutig darauf, dass wir uns Frequenzen aussetzen, die unser Gehirn erst umrechnen und zurechtrücken muss, was mit einem inneren Stress einhergehe. Er führt das darauf zurück, dass auch unser Zellwasser bestimmte Eigenresonanzen hat, in denen sie harmonisch schwingen können, unser Gehirn aber Fehler mit reiner Denkleistung korrigieren kann. Könnte es also sein, dass auf der Basis der von Gott bis ins kleinste Detail durchdachten Schöpfung auch Frequenzen in der Musik in besonderem Einklang mit der Schöpfung stehen, die besondere Harmonie und Frieden bei uns auslösen?

Auch wenn wir die zweite Ebene der Klangwirkung in den Blick nehmen, seinen scheinbar direkten Einfluss auf unsere Emotionen, finden wir passende Ausführungen. Prof. Stefan Kölsch beschreibt in seinem Buch „Good Vibrations“, dass Musik in Form von „in einer Gruppe gemeinsam den Takt halten“, die einfachste mentale Funktion ist, die uns Menschen von Tieren unterscheidet. Ich würde sagen, dass Gott Musik für den Menschen und die Wesen des Himmels erschaffen hat. Musik hat durch seine starke Wirkung auf unsere Emotionen Einfluss auf unsere Gedanken. Es ist klar erwiesen, dass Menschen, die vorwiegend positive Gedanken hegen, länger leben, also gesünder sind. Klangforscher ermutigen deshalb, Musik zu benutzen, um auf bessere Gedanken zu kommen. Auch wenn das Erleben von Musik, wie oben bereits erwähnt, eine starke subjektive Komponente hat, sind es doch zumindest in unserem westlichen Kulturkreis bestimmte Parameter, die z.B. in Filmen dazu benutzt werden, Gefühle hervorzurufen. Wie in der Musiktheorie beschrieben dienen besonders warm und voll klingende Harmonien der Dur-Tonika (Durakkord auf dem Grundton der Tonart), um besonderen Frieden und Freude zu erleben. Rhythmus und Tempo beeinflussen eindeutig mit langen friedlichen Klängen bis hektischen schnellen Tonfolgen unseren Puls, während Melodieverläufe, ähnlich der Betonung unserer Sprechmelodie von heiter bewegt bis mutlos eintönig oder absteigend deprimiert klingen können. Die Harmonie kann durch reibende, störende Töne starken Einfluss auf die empfundene Dramatik nehmen. Kölsch beschreibt zudem, wie unsere Gehirnfunktionen besonders durch Melodien zu Hochleistungen angespornt werden. So brachten polyphone klassische Musikstücke in diesem Zusammenhang besonders beachtliche Ergebnisse hervor. Beobachtet man Instrumentierung und Klangfarben von Filmmusiken, so erkennt man deutlich die Diskrepanz zwischen akustisch reinen tonalen Klängen und geräuschhaft verzerrten Klängen. Ich wage nicht, das jetzt genau zuzuordnen, und doch darf unser Focus gelegentlich auch im Worship darauf gerichtet sein, welche Emotionen mit dieser Art von Musik eigentlich gefördert werden oder besser, ob wir eigentlich spielen, was wir fühlen. Gerne finde ich neben den wunderbaren großen Strömungen der prägenden Megabands auch immer wieder Raum für zarte akustische Klänge und kleine Besetzungen, um eine Vielfalt von Ausdrucksweisen der Worshipmusik zu beflügeln.

Bleibt also der Blick auf die geistliche Ebene. Aller Akustik zum Trotz finden wir in der Bibel Stellen, in denen die Anbetungsmusik der Priester für Gott wie Lärm wirkt. Egal in welchen Frequenzen Instrumente auch klingen, praktizieren wir unsere Anbetungsmusik nicht aus Liebe und ist sie nicht auf die Herzfrequenz des Heiligen Geistes eingestellt, kommt nur Lärm dabei heraus. Deshalb kommt diesem Bereich die größte Bedeutung zu. Wir sollen in Wahrheit und im Geist anbeten. Anbetung drückt unsere Liebe zu Gott aus. Wenn wir das in einem Moment nicht fühlen können, brauchen wir Hilfsmittel, um den liebevollen und gnädigen Charakter Gottes wieder zu erkennen. Der Prophet Elisa erkannte, dass, wenn er Gottes Stimme gerade nicht hört, die Anbetungsmusiker mit den Saiteninstrumenten helfen würden. So war es dann auch. Instrumente und Musik können an dieser Stelle vielleicht auch gelegentlich wie Sprungschanzen wirken, die uns in höhere Gefilde katapultieren. Gottes Gegenwart ist schließlich immer da. Damit sie sich manifestiert, müssen wir aber unsere Seele mit Emotionen und Gedanken auf ihn einstellen. Er hat Segnungen für uns vorbereitet. Es könnte ein weiterer kleiner Schritt in die Gegenwart Gottes sein, wenn wir uns vom Heiligen Geist leiten lassen, eine Klangkultur des Himmels zu praktizieren. Wie auch immer sich das im speziellen Fall auch darstellen wird. Ich will jedenfalls alle Möglichkeiten ausprobieren, immer mehr im Einklang mit Gott zu musizieren. Inwiefern uns die gezielte Stimmung unserer Instrumente da weiterhelfen wird, bleibt auszuprobieren. Wenn es dir ähnlich geht, wäre ich über Rückmeldung sehr erfreut!

Worshipabend in Burkhardsfelden

Worshipabend in Burkhardsfelden

Im Rahmen der 20. Buchausstellung der Ev. Stadtmission Burkhardsfelden lud Pastor Anderson Husemann das Worshipnetzwerk für einen Worshipabend am 23.11.19 ein.

Geplant war, dass wir mit einem kleinen Team (Sonja Yeo: Gesang, Christine Weiß: Klavier, Detlef Marx: Bass und Gesang, Christian Weiß: Gitarre und Gesang) anreisen würden. Wir waren sehr dankbar, dass Antonia Weiß spontan für Sonja einspringen konnte, die leider am Vorabend erkrankt war.

Im gut gefüllten Saal hatten die Besucher dann zunächst die Möglichkeit, durch die umfangreiche Buchausstellung zu schlendern und das ein oder andere wertvolle Buch zu erwerben.

Mit neueren deutschen Anbetungsliedern gepaart mit alten Hymnen stiegen wir dann in die Anbetung ein. Schnell wurde klar, dass eine große Offenheit für das wirken Gottes an diesem Abend bei den Besuchern vorhanden war. Besonders beeindruckend war dabei die Einheit von Alt in Jung.

Anderson Husemann hatte mich gebeten, passend zur Ausstellung, eine Ansprache zu Inhalten meines Buches „Ich worshippe jetzt!“ zu halten. Es sollte dabei um den übergeordneten Stellenwert von Anbetung für ein hoffnungsvolles und gelingendes Leben in der Beziehung mit dem dreieinigen Gott gehen, welche zu allen Zeiten die einzig vernünftige Antwort auf das gnädige Handeln Gottes war und ist. Gemeinsam fassten wir Mut, als Christen des neuen Bundes, dieser Bestimmung in möglichst allen Lebenslagen zu folgen.

Nach einem weiteren Worshipblock, in dem wir persönlich unsere Liebe zu Gott ausdrücken konnten, wurde noch die Möglichkeit für Gebet und Segnungen angeboten. Daniel Schmidt von den Kingsmen war extra dafür angereist und verstärkte die Beter der Gemeinde.

Es war ein toller Abend mit vielen ermutigtenden Gesprächen und Begegnungen, der wieder einmal die besondere Stärke der Einheit unter uns Christen deutlich machte.

Herzlichen Dank nochmals an Toni und Sonja, die trotzdem als Gebetsunterstützung mitgefahren ist, sowie natürlich auch an die Band und Anderson.

Grace Festival #1

Grace Festival #1

Am 09.11.19 feierten wir das erste „Grace Festival“ der neuen Serie ermutigender, überregionaler Gottesdienste in Lich. Dazu hatten sich Gerald und Christina Wieser vom „Grace Today Verlag“ mit dem „Worshipnetzwerk“ und den Betern der „Kingsmen“ zusammengetan. Nach einer etwa halbstündigen Anbetungszeit mit frischen deutschsprachigen Liedern der Band aus dem Worshipnetzwerk feierten wir gemeinsam das Abendmahl. Daniel Schmidt von den Kingsmen überreichte nach einem bewegenden persönlichen Bericht zur Überraschung ein wunderschönes Bild, das Josuas Durchzug mit der Bundeslade durch den Jordan zeigt, auf welches sich Gerald Wieser dann auch in der Ansprache bezog.

Die Bundeslade ist in jedem Detail die Versinnbildlichung von Jesus Christus, die Gott damit lange im Voraus ankündigte. Er hat die Gnade Gottes am Kreuz zur Vollendung gebracht und alle Schuld und Rebellion gegen ihn mit dem Gnadenthron Jesus zugedeckt. Wo die Bundeslade war, befand sich Gottes Gegenwart auf der Erde. Deshalb musste das Wasser des Jordan auch davor zurückweichen, sodass das Volk trockenen Fußes ins Gelobte Land ziehen konnte. Mit Jesus in uns können wir uns jeder Zeit auch dieser göttlichen Gegenwart bewusst sein. Wir wurden ermutigt, diese Gnade wieder ganz neu für uns anzunehmen, weil wir ein für alle Mal von unserer Sünde befreit wurden und von nun an darauf vertrauen können, dass der Heilige Geist uns den richtigen Weg führen wird. Mit besonderen biblischen Offenbarungen nahm Gerald Wieser die Besucher mit auf eine Reise ins alte Israel, dass plötzlich mitten in unser Leben zu sprechen begann. Diese Gnadenbotschaft hatte es in sich!

Anschließend konnten die Besucher bei einigen Worshipliedern der Band das Gebet und die Segnungen durch die Kingsmen in Anspruch nehmen, bevor der Abend mit einigen Snacks und guten Gesprächen gemütlich ausklang. Ich würde sagen, es war ein Volltreffer und freue mich sehr auf den 25. Januar, an dem das nächste „Grace Festival“ dann erneut in der Christusgemeinde in Lich stattfinden wird. Danke an alle Mitwirkenden, ihr seid wirklich wertvoll!!!

Gib nicht auf – schau auf Jesus

Gib nicht auf – schau auf Jesus

Kennst du auch solche Zeiten, in denen gefühlt ständig etwas schief geht, unverhoffte Schwierigkeiten auftreten und du eigentlich verzweifeln möchtest? Gerade Worshipmusiker scheinen in besonderem Maße damit Bekanntschaft zu machen. In diesem Jahr haben meine Familie und ich die sonderbarsten Begebenheiten erleben müssen. So wurde unsere Tochter in Südafrika auf wirklich dramatische Art nachts überfallen und ausgeraubt, unser Sohn wurde mehrmals ohne Grund aggressiv auf der Straße attackiert und während seines Jobs (in Deutschland) von einem Räuber mit einer Pistole bedroht, und unser jüngster Sohn wäre fast von einem Auto überfahren worden. Das waren nur die Spitzen-Erlebnisse, von den kleinen Angriffen aus dem Hinterhalt rede ich ja gar nicht. Gerade vor zwei Wochen war wieder einmal so ein Tag. Unsere Tochter wurde nach einer lebensgefährlichen Erkrankung gerade noch rechtzeitig zur Beerdigung meiner lieben Oma aus dem Krankenhaus entlassen. Während der Trauerfeier wurde ihr Zustand plötzlich wieder viel schlechter. Als meine Frau mit unserer Tochter erneut zur Notaufnahme fuhr, tropfte plötzlich durch ein Leck im Abflussrohr Wasser aus der Decke in unser Bad.

Zugegeben, manchmal dachten wir schon: „es reicht jetzt!“.  Aber wie geht man eigentlich sinnvoll mit solchen Situationen und Erlebnissen um? Warum passiert das eigentlich? Immer wieder mussten meine Frau und ich uns gegenseitig zusprechen, dass die Güte Gottes permanent um uns ist, auch wenn es gerade nicht zu spüren ist. Gott ist gut und er behandelt uns immer wie der perfekte liebende Vater seine geliebten Kinder. Er würde uns niemals etwas antun, was nicht einmal ein gesunder menschlicher Vater seinem Kind zumuten würde!  Nicht zufällig lautet unser Trauspruch aus Psalm 91: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN:  Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe“. Also haben wir immer wieder versucht, unseren Blick auf Jesus zu heften. Von ihm ist Hilfe zu erwarten.

Mit ein wenig emotionalem Abstand kann man dann auch eine krasse Segensspur im eigenen Leben erkennen. Die geistlichen Durchbrüche, die wir in diesem Jahr erleben durften und in denen wir gerade mit einigen Personen gemeinsam vorwärts gehen, die wundersamen Gebetserhörungen und  Segnungen waren jedes Mal hart umkämpft. Was, wenn all das einfach nur die niederträchtigen Versuche waren, uns davon abzubringen, das Richtige zu tun? Wenn Jesus in uns lebt, sollten wir uns nicht fürchten müssen! Sich nach ihm auszurichten hat positive Konsequenzen. Unsere Kinder wurden in jedem einzelnen Fall vor echten Katastrophen bewahrt und anstatt den Fernseher abends anzuschalten beten meine Frau und ich seit Monaten jeden Abend, können Gott die Ehre geben und Menschen dadurch segnen. Die Früchte des Segens kannst du innerhalb der Familie spüren und Rückmeldungen von Heilungen und anderen Erfolgserlebnissen von Personen, für die wir gebetet haben, überwältigen einen.

Was hat das alles mit Worship zu tun, fragst du dich vielleicht. Immer wieder durften wir erleben, wie Anbetungszeiten uns in der Spur gehalten haben. Wenn Personen um dich herum stehen, um dich zu segnen und dabei der Friede Gottes mit solcher Kraft über dich kommt, dass du nichts anderes als Liebe spüren kannst, erlebst du die manifeste Gegenwart Gottes! Gott thront über den Lobgesängen seines Volkes, deswegen zieht es uns so sehr in die Lobpreiszeiten hinein. In einer Haltung der Anbetung sind wir nicht zu bezwingen! Gerade gestern, vor unserem ersten „Grace Festival“, einem überregionalen Gottesdienst, der regelmäßig stattfinden soll, zeigte mir Gott eine spannende Stelle in 1Samuel 19.: David musste vor seinem König Saul fliehen, weil dieser in dem gesegneten, jungen Krieger die Bedrohung seines Königreiches sah und ihn deshalb töten wollte. David konnte entkommen, weil seine Frau Michal (Sauls Tochter) ihm aus dem Fenster auf der Rückseite des Hauses heraushalf, und er ging zum Propheten Samuel. Der König schickte Soldaten los, um David festzunehmen. Als diese aber in die Stadt kamen, waren die Propheten in „Verzückung“ geraten. Auch wenn manche Bibelübersetzungen das mit „Weissagung“ übersetzen, ist doch eine prophetische Ergriffenheit, also eine körperliche Manifestation des Heiligen Geistes zusammen mit Weissagungen im Urtext zu finden. Das kann man auch daran erkennen, dass diese Geisterfahrung auf die Soldaten übergriff, die nichts gegen David tun konnten. Die gleiche Geschichte ereignete sich bei drei nacheinander ausgesandten Soldatentrupps, bis dann Saul schließlich selbst loszog. Aber auch er geriet so sehr in Verzückung, dass er am Ende unbekleidet auf dem Boden lag. Was war geschehen, dass die königlichen Soldaten nichts gegen David tun konnten? Wo war der Hass von Saul geblieben? Die Anbetung der Propheten war so intensiv, dass eine Atmosphäre der Gegenwart Gottes um sich griff.

Immer, wenn wir in die Anbetung gehen, lassen wir zu, dass der Heilige Geist, der Geist Christi, Zugriff auf unser Innerstes hat. Sein Licht strahlt so herrlich, dass es sogar in der körperlichen Welt zu spüren ist. Dagegen sind Angreifer wehrlos! Egal in welchen Schwierigkeiten du dich gerade befindest, wie ausweglos die Situation auch sein mag, ich will dir Mut zusprechen, deinen Blick auf Jesus zur richten. Gehe in die Anbetung und lasse dich von ihm mit seiner Liebe füllen. Suche Orte der Anbetung und Kontakt zu Menschen die dich ermutigen und segnen wollen. Gerade Worshipleiter geraten meiner Erfahrung nach oft ins Kreuzfeuer. Auch David hatte durch sein Harfenspiel die bösen Geister von Saul vertrieben. Lasst uns Worshipzeiten feiern, die voller Hingabe und Liebe sind und Jesus die Möglichkeit geben, uns mit seiner Liebe und Güte zu beschenken!

Der folgende Liedtext stammt aus einem Lied von Albert Frey, dass wir früher zu Jugendkreiszeiten häufig gesungen haben. Er fiel mir wieder ein und ich entdeckte viel Wahrheit darin:

Herr, ich komme zu Dir, und ich steh‘ vor Dir, so wie ich bin. Alles was mich bewegt lege ich vor Dich hin. Herr, ich komme zu Dir, und ich schütte mein Herz bei Dir aus. Was mich hindert ganz bei Dir zu sein räume aus! Meine Sorgen sind Dir nicht verborgen, Du wirst sorgen für mich. Voll Vertrauen will ich auf Dich schauen. Herr, ich baue auf Dich! Gib mir ein neues ungeteiltes Herz. Lege ein neues Lied in meinen Mund. Fülle mich neu mit Deinem Geist, denn Du bewirkst ein Lob in mir.

Der Bibelraucher bei Einsatz Leben

Der Bibelraucher bei Einsatz Leben

Am Samstag, den 02.11.19, luden Thomas Penzel und sein Team von Einsatz Leben wie jedes Jahr zum Freundestreffen ein. Hauptredner war der wunderbare Wilhelm Buntz. Wir vom Worshipnetzwerk durften die Anbetungszeiten musikalisch leiten. Mit vor Ort waren Antonia Weiß (Gesang), Andreas Weigel (Keyboards und Gesang), Detlef Marx (Bass und Gesang) und Christian Weiß (Gitarre und Gesang).

Nach einer stimmungsvollen Anbetungszeit berichtete Wilhelm Buntz, der Autor des Buches „Der Bibelraucher“, von dem dramatischen Verlauf seines Lebens. Von Eltern missachtet und als Baby einfach in einen Graben geworfen, wurde sein Leben gerettet, nur um von Heim zu Heim geschubst zu werden. Sein gebrochenes Herz brachte ihn dazu, Gefühle auf stumm zu schalten und Regeln nach belieben zu brechen. Nach einem misslungenen Fluchtversuch aus einem geschlossenen Heim für schwererziehbare Jugendliche, bei dem ein Polizist ums Leben kam, fand er sich in einem österreichischen Gefängnis wieder. Nach mehrjähriger Haft mit Misshandlungen wurde er in sein Heimatland Deutschland abgeschoben. Alpträume plagten ihn und Schuldgefühle trieben ihn zum Alkohol. Wilhelm wurde zu einem bundesweit gesuchten Schwerverbrecher. Man kam ihm erst durch einen Bericht von Aktenzeichen XY auf die Spur. So wurde er zu 14 Jahren Haft mit anschließender lebenslanger Sicherheitsverwahrung verurteilt und teilte das Gefängnis mit Terroristen. Auch im Gefängnis war er kaum zu bändigen, was ihn immer wieder zur verschärften Haft in den Kerker brachte. Dort durfte man nichts außer einer Bibel mit hieinnehmen. Gefüllt mit Tabak und Feuer machte Wilhelm genau das. Er begann eine Seite des Alten Testaments zu lesen, befüllt die geviertelten Blätter dann mit Tabak und rauchte sie. So rauchte er das gesamte AT, bis er zum Matthäusevangelium kam. Als er las „ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt“ erkannte er zum erstem Mal die Sinnlosigkeit seines Lebens. Er begann in einen Dialog mit Gott einzutreten, der ihn von innen heraus veränderte. Diese Wesensveränderung fiel auch dem Gefängnisvorsteher auf, der sich für die Aufhebung der Sicherheitsverwahrung einsetzte. Wilhelm, der Bibelraucher, wollte ganzheitlich zu Jesus umkehren, so verfasste er ein Schreiben an den Staatsanwalt mit dem Bekenntnis aller Straftaten, die man ihm nicht hätte nachweisen können. Die Anklageschrift hätte zu einer weiteren lebenslänglichen Haftstrafe führen müssen, was aber durch ein Wunder Gottes nicht geschah. Wilhelm besuchte nach seiner Entlassung aus dem Hochsicherheitsgefängnis eine Bibelschule in Südafrika, ist heute glücklich verheiratet, hat zwei Söhne und reist durch ganz Europa, um aus seinem Leben und von Jesus zu berichten. Er hat erkannt, dass Gott ihn so sehr liebt, obwohl er all das verbrochen hatte. Wilhelm kümmert sich um Häftlinge, Prostituierte und Zuhälter, weil er weiß, dass Gott sie alle überschwänglich liebt.

Ich bin wirklich sehr beeindruckt von diesem Gott und liebe die Freude und das Feuer in den Augen des Bibelrauchers. Er durfte sich von einem herzlosen zu einem warmherzig Menschen, von einem Verachteten zu einem Geliebten verwandeln.

Im weiteren Verlauf des Tages durften wir auch einen Vortrag von Thomas Penzel hören, der dazu aufrief, das Plateau der Zufriedenheit zu verlassen, um mutige Schritte mit Gott in unsere Berufung hinein zu wagen. In mitreißender Art erinnerte er daran, dass Gott noch großen Segen für jeden von uns bereit hält. Wie Petrus dürfen wir den Schritt aus dem Boot auf Jesus zu wagen. Er lässt uns nicht untergehen.

Zum Abschluss konnte während einer Worship Zeit die Gelegenheit genutzt werden, für sich beten zu lassen. So endete ein mutmachender und sehr inspirierender Freundestag. Es ist toll, mit euch unterwegs zu sein! Danke Thomas und Team, danke Wilhelm und danke ihr Lieben Gefährten aus dem Worshipnetzwerk.

Prophetic Worship

Prophetic Worship

Am Sonntag, den 20.10.19 lud Helmut Schank aus dem Christlichen Heilungszentrum Hanau erneut zu einem „Prophetic-Worship-Event“ ein. Wie beim ersten Mal leiteten dabei Thea und Daniel Bangert aus Schwäbisch Hall die Anbetung. Nach einigen einleitenden Worten der Ermutigung, auch heute noch mit dem übernatürlichen Wirken Gottes zur rechnen, übergab Helmut Schank dann an das süddeutsche Ehepaar.

Mit tollen Stimmen und Klavierbegleitung wirkten die Worshipsongs von außen betrachtet unaufgeregt gut und leidenschaftlich. War man allerdings Teilnehmer dieses besonderen Nachmittags, wurde man mit einer sehr starken Manifestation der Gegenwart Gottes konfrontiert, die man mit Seele, Körper und Geist erfahren konnte. Immer wieder wurde während der Lieder viel Raum für das Reden Gottes, für eigene Gebete oder das persönliche Singen in Sprachen gelassen. Die Teilnehmer des gut gefüllten Saales hatten die Freiheit, ihre eigene Form der Anbetung auszuüben. Zwischen den einzelnen Liederblocks wurden prophetische Eindrücke von Akteuren und Teilnehmern weitergegeben und Gottes Wort proklamiert.

Für mich persönlich waren die geistlichen Eindrücke derart intensiv und emotional, dass ich gelegentlich den glaubte, auch Sänger in der unsichtbaren Welt auszumachen. Es entstand ein mehrstimmiger Gesang im Raum, der einfach jegliche Last von meinen Schultern wehte. Die Liebe Gottes ist einfach unbegreiflich stark! Ohne übertreiben zu wollen, würde ich für unsere deutschen Verhältnisse vielleicht doch von Worship 2.0 sprechen wollen. Ich jedenfalls bin enorm bewegt und ermutigt, immer tiefer in die Gegenwart Gottes einzudringen, und dabei können solche prophetischen Zeiten einen erheblichen Beitrag leisten. Ich will dich ermutigen, deinen Blick für Anbetung auch etwas zu weiten. Hoffentlich können wir demnächst das Ehepaar Bangert auch für ein Seminar ins Worshipnetzwerk einladen. Vielen Dank Thea und Daniel, vielen Dank Helmut und vielen Dank an das restliche Team des CHZ Hanau!

Worshipabend des Netzwerks in Lich

Worshipabend des Netzwerks in Lich

„In Liebe begegnen“, unter diesem Motto haben sich wieder einmal Musiker verschiedener Gemeinden und Denominationen getroffen, um gemeinsam in die Gegenwart Gottes einzutreten und anzubeten. In den Räumen der Christusgemeinde Lich kam so auch eine bunt gemischte Gruppe von Besuchern zusammen, die den Saal füllten. Schon die während der Begrüßung verteilte Glitzerschminke drückte das Motto ganz praktisch aus.

Nach einem beschwingten Einstieg der elfköpfigen Band konnten wir dann auch immer tiefer in eine geistliche Atmosphäre eintauchen. In meiner kurzen Ansprache wurde die Abhängigkeit unserer Liebesfähigkeit von dem Gnadengeschenk der Liebe Gottes beleuchtet. Anschließend konnten die Besucher, währen die Band besinnliche Lieder spielte, Abendmahl einnehmen und sich vom Gebetsteam, das größtenteils von der übergemeindlichen Gruppe der Kingsmen gestellt wurde, segnen lassen. Es wurde ein sehr emotinaler Abend, an dem viele wieder einemal richtig auftanken konnten. Die gelebte Einheit über Gemeindegrenzen hinweg macht in jedem Fall Mut und Lust auf mehr. So geht es dann auch in drei Wochen in ähnlicher Besetzung beim Gracefestival weiter.

Vielen Dank an die Mitwirkenden: Antonia Weiß (Gesang), Elke Ludwig (Gesang), Vicky Pfeifer (Gesang), Thomas Pottek (E-Gitarre), Markus Pfeifer (Keyboards), Gernot Schmitt (Saxophon), Jörg Dobrick (Drums), Jan Staudt (Akustikgitarre und Technik), Andreas Weigel (Keybord, Gesang, musikalische Leitung), Detelf Marx (Bass, musikalische Leitung), Christian Weiß (Akustik Gitarre, Gesang, geistliche Leitung), Gerson Engel (Technik), Daniel Schmidt (Gebet), Mike Kopriva (Gebet), Gerald Wieser (Gebet), Christina Wieser (Gebet),Dirk Wewezer (Gebet).